Bevorzugt werden Proteinriegel vor allem von jenen, die abnehmen wollen aber auch gleichzeitig nicht auf etwas Süßes verzichten möchten. Proteinriegel gibt es von unterschiedlichen Anbietern in zahlreichen Geschmacksrichtungen – von einfachen Nussriegeln bis hin zu Vanille oder Schoko-Proteinriegel. Es gibt jedoch einiges zu beachten, denn diese Riegel sind nicht für jeden geeignet.

Ein Proteinriegel ist mehr als Snack gedacht, den du zwischendurch essen kannst und für das kleine Hungergefühl. Normalerweise wird der Proteinriegel direkt nach dem Krafttraining gegessen, um einen Muskelaufbau zu garantieren.

Doch darfst du den Eiweißriegel nicht als eine ganze Mahlzeit betrachten, da dir sonst wichtige Ballaststoffe und Kohlenhydrate fehlen. Das ist vor allem in deiner Diät entscheidend. Eine ausgewogene Ernährung ist somit ein ausschlaggebender Faktor für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme.

Nussriegel gesund

Proteinriegel sind ein guter Lieferant für wichtige Nährwerte, die dich in deinem Alltag und auch nach dem Training unterstützen. (Foto: silviarita / pixabay.com)

Wieso solltest du während deiner Diät genügend Proteine zu dir nehmen?

Der Eiweißgehalt schützt deine vorhandene Muskulatur, sodass in der Diät-Phase nahezu keine Muskelmasse verloren geht. Bekanntermaßen sollte das Ziel einer jeden Diät auch der Erhalt bestehender Muskulatur sein, da diese maßgeblich für den Grundumsatz ist.

Eine große Muskelmasse lässt die Pfunde quasi im Schlaf purzeln. Aus diesem Grund ist die Zuführung von ausreichend Eiweiß notwendig um eine langfristigen Erfolg beim Abnehmen zu erzielen.

Somit sind Proteinriegel vor allem für diejenigen, die erst einmal eine vernünftige Menge an Muskelmasse aufbauen müssen, damit auch wirklich effektiv Fett abgebaut werden kann.

Für welche Art von Proteinriegel solltest du dich entscheiden?

Proteinriegel ist nicht gleich Proteinriegel. Denn es gibt Riegel, die fürs Abnehmen oder speziell für eine Gewichtszunahme geeignet sind.

Während der Diät sind somit die Low Carb-Riegel die richtige Wahl für dich. Aufgrund des geringen Kohlenhydrat- und Zuckergehalts sind die Low Carb-Proteinriegel in Diätphasen besonders beliebt.

Du solltest auch bei Low Carb-Riegeln auf die richtige Zusammensetzung achten.

Die wichtigsten Fragen bei der Wahl des passenden Proteinriegels sind:

Wie viele Kalorien hat der Riegel pro 100 Gramm und welche Inhaltsstoffe sind darin?

Leider gibt es viele Eiweißriegel, die mehr Kalorien haben als ein gewöhnlicher Schokoriegel. Andere haben so viel Zucker und Fett in sich, dass sie sich auf keinen Fall gesund nennen können. Achte also genau auf die Inhaltsstoffe und entscheide dich nur für Riegel, die Eiweiß als einen der ersten drei Inhaltsstoffe anführen.

Welche Zutaten sollte ein gesunder Proteinriegel (nicht) enthalten?

Es gibt zahlreiche Anbieter und Sorten von Proteinriegel, deswegen solltest du genau auf die Zusammensetzung der jeweiligen Eiweißriegel beachten.

Proteinriegel gibt es viele, doch nicht alle sind gesund. Das auf den ersten Blick zu erkennen, ist leider gar nicht so einfach. Viele Hersteller verstecken die Nährwertangaben auf der Verpackung nämlich ziemlich clever.

Sieh also genau hin und vergleiche auch die Nährwerte von unterschiedlichen Proteinriegeln und richte dich nach den Werten pro 100 Gramm, um nicht von verstecktem Zucker oder künstlichen Zusätzen überrascht zu werden.

Wenn du gerne zu Eiweißriegeln greifst, um den kleinen Hunger zu befriedigen, gibt es allerdings noch eine weitere Alternative, um wirklich die richtigen Nährwerte zu garantieren.

DIY Proteinriegel

Ein Proteinriegel zum Selbermachen ist nicht nur die gesündeste Variante, sondern auch im Handumdrehen fertig. Dieser Riegel liefert dir eine große Portion Eiweiß und gute Fette und ist dabei saftig und knackig zugleich. Wir haben dir ein passendes Rezept herausgesucht:

Zutaten (für 12 Proteinriegel):

  • 200 g Nüsse und Saaten (40 g Sesam, 40 g Kürbis-, 40 g Sonnenblumenkerne, 30 g Mandeln, 50 g Leinsamen)
  • 25 g Kokosraspel
  • 60 ml Kokosöl
  • 60 g weißes Mandelmus
  • 1 TL Vanillepulver
  • ½ TL Salz
  • 120 g Proteinpulver (Whey protein)
  • 60 g Mandelmehl
  • 2 Eier
  • 50 g Goji-Beeren (andere Trockenfrüchte wie Rosinen oder Cranberries gehen natürlich auch)

Zubereitung:

Die Nüsse und Saaten mit Kokosraspeln ohne Fett in der Bratpfanne goldbraun rösten.
Dann alles im Mixer mehrmals 1 bis 2 Sekunden mahlen, bis es Paniermehl-Konsistenz hat.
Ofen auf 160 Grad vorheizen.

Kokosöl und die Mandelbutter in einem kleinen Topf erhitzen und glatt rühren. Vanillepulver, Salz, die geschroteten Nüsse, Eiweißpulver und Mandelmehl einrühren. Anschließend Eier aufschlagen und sie zusammen mit den Goji-Beeren und allen anderen Zutaten verkneten.

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Masse in eine flache Form (20 x 20 cm) pressen, im Ofen 10 Minuten garen, dann mit Kokosraspeln bestreuen. Auf oberster Schiene backen, bis die Raspel goldbraun sind.
Abgekühlt in 12 Stücke zerschneiden. In Pergamentpapier oder luftdichter Box verstauen.

Haferflocken im Glas

Haferflocken und Saaten sind so gut wie immer die Grundlage für einen nährreichen Proteinriegel. Verfeinert wird er dann mit Trockenfrüchten oder Schokolade. (Foto: congerdesign / pixabay.com)

Fazit

Proteinriegel sind eine tolle Variante, um erfolgreich und langfristig abzunehmen. Das gelingt aber allerdings nur dann, wenn du zusätzlich eine ausgewogene Ernährung führst und ab und zu anstrengende Trainingseinheiten absolvierst.

Proteinriegel sind eine hilfreiche Unterstützung beim Abnehmen, kein Wundermittel oder Allein-Schlankmacher.

Du solltest auf keinen Fall nur auf Proteinriegel setzen. Trotz aller Vitamine und Nährstoffe fehlen dir dann wichtige Ballaststoffe und auch die gesunden Kohlenhydrate, die dein Körper benötigt, um sozusagen den eigenen Motor anzukurbeln. Mehrere Riegel auf einmal zu essen ist ebenso wenig empfehlenswert.

Am besten ist es, wenn du dich vor dem Kauf des richtigen Proteinriegels hinsetzt und ausrechnest, wie viel Eiweiß du in Summe durch deine aktuellen Essgewohnheiten zusammenbekommst. Wir empfehlen dir 1-2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm deines Körpergewichts.

Dann bleibt dir eine Restsumme, die du nun entweder durch Proteinriegel alleine oder natürlich auch durch zusätzliches, speziell auf dein Training ausgelegtes, Essen hereinholen kannst.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.focus.de/gesundheit/experten/essen-nach-dem-sport-so-foerdern-sie-regeneration-und-muskelaufbau_id_8331578.html

[2] http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/muskelaufbau-was-bewirkt-eiweiss-nach-dem-training-a-970271.html

[3] http://www.proteinatlas.org/

Bildnachweis: maxsheb / 123RF

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