Zuletzt aktualisiert: 15. April 2020

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Die Darmflora ist ein komplexes Organ, das ein Ökosystem aus unterschiedlichsten Mikroorganismen wie Billionen von Bakterien beherbergt. Die kleinen Bewohner steuern den Körper und die Gesundheit in vielerlei Hinsicht, denn der Darm ist auch der Regulator des Immunsystems. Ist die Darmflora also aus dem Gleichgewicht gebracht, kann das unterschiedlichste Erkrankungen begünstigen, die nicht nur den Darm betreffen, sondern den ganzen Körper – vom Stoffwechsel bis zum Nervensystem.

In unserem Darmflora Test 2020 erklären wir dir als erstes die Funktionen der Darmflora, welche Einflüsse sie aus dem Gleichgewicht bringen und wie sich das auf unseren Körper auswirken kann. Außerdem erfährst du alles was du über einen Selbsttest wissen musst: Wo du einen Test bekommst, wie er abläuft und was du tun kannst, wenn dein Ergebnis nicht gut ausfällt.

Das Wichtigste in Kürze

  • In unserem Darm befindet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Bakterienstämme. Man geht davon aus dass es sich um mehrere Billionen oder Billiarden Mikroorganismen handelt.
  • Die Darmflora hat wichtige Funktionen für unseren Körper. Sie bildet zum Beispiel essentielle Hormone und Vitamine und reguliert außerdem unser Immunsystem. Wenn die Darmflora aus der Balance gerät, kann das unterschiedlichste Erkrankungen begünstigen.
  • Mit einem Darmflora Test kannst du die Vielfalt und das Verhältnis der Bakterien in deinem Darm analysieren lassen. Schon mit der richtigen Ernährung lässt sich das Mikrobiom wieder aufbauen.

Darmflora Kit Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Darmflora Selbsttest


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Darmflora Test

Mit diesem Selbsttest kannst du unkompliziert Ergebnisse zum Stand deiner Darmflora bekommen und daraus Schlüsse auf deine allgemeine Gesundheit ziehen.

Den Darmflora Test von cerascreen kannst du ganz einfach selbst zu Hause durchführen. Die DNA der Bakterien wird dann in einem TÜV geprüften Partnerlabor anhand moderner Biotechnik für dich analysiert. Nach ca. 2 Wochen erhältst du dann online das Ergebnis.

Du erhältst einen umfangreichen Überblick über die Vielfalt der Arten und Stämme deiner Darmbakterien sowie die Balance zwischen “guten” und “schlechten” Bakterien in deinem Darm. Durch Gesundheitsinformationen und einfache Empfehlungen kannst du lernen, deine Darmflora selbstständig wieder aufzubauen und zu stärken.

Der beste Darmpilz Selbsttest


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Candida (Darmpilz) Test

Wenn bei dir die Vermutung aufkommt, du könntest unter einem Darmpilz leiden, dann kann dir dieser Selbsttest schnell Gewissheit verschaffen.

Wenn du nur herausfinden möchtest, ob sich in deinem Darm eine stark erhöhte Anzahl an Darmpilzen befindet, eignet sich der Candida Test für dich. Dieser Selbsttest ist nicht so umfangreich wie der Darmflora Test von cerascreen. Er liefert lediglich Informationen zu der Konzentration verschiedener Darmpilze: Candida species, Candida albicans und Geotrichum candidum.

Auch Darmpilze können sich auf die Gesundheit auswirken und Beschwerden wie Verdauungsprobleme, Müdigkeit und Kopfschmerzen auslösen. Es könnte sich lohnen, mehr über die Pilzebesiedlung in deinem Darm zu wissen, damit du deine Darmgesundheit gezielt optimieren kannst.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Darmflora Test kaufst

Wir haben dir die wichtigsten Informationen über die Darmflora und ihre Funktionen zusammengestellt. Hier erfährst du auch mehr über mögliche Ursachen, die den Darm aus dem Gleichgewicht bringen können und wie sie sich auf unseren Körper auswirken. All diese Faktoren sind ausschlaggebend dafür, ob es für dich sinnvoll wäre, einen Darmflora Test durchzuführen.

Wo kann ich einen Darmflora Test kaufen?

Es gibt unterschiedliche Unternehmen, bei denen du ein Set für einen Darmflora Test online kaufen kannst. Du bekommst dann ein Analyse Kit für eine Stuhlprobe zu dir nach Hause geschickt. Danach wird die Probe in einem Partnerlabor des Anbieters auf unterschiedliche Faktoren untersucht und für dich ausgewertet.

Meistens kannst du auswählen, welche Werte bei der Analyse getestet werden sollen, hierzu gehören beispielsweise verschiedene Pilzarten wie Candida, Entzündungswerte oder das Verhältnis der Darmbakterien.

Bei diesen Anbietern findest du verschiedene Darmflora Tests:

  • cerascreen
  • verisana
  • mybioma
  • biomes

Wie viel kostet ein Darmflora Test?

Die Kosten einer Darmflora Analyse hängen davon ab, welche Faktoren und Werte untersucht werden sollen. Möchtest du deinen Darm zum Beispiel nur auf eventuelle Candida und Pilze testen lassen, ist das meist günstiger als ein umfangreicher Test, der Informationen zu Entzündungswerten, Bakterienstämmen oder Zucker- und Proteinstoffwechsel liefert.

Test Kits für eine umfangreiche Analyse seiner Darmflora bekommt man zwischen 70 € und 170 €. Sets, die einzelne Werte für Pilze oder Ähnliches messen sollen gibt es ab 25 €.

Was ist die Darmflora?

Mehrere Billiarden Mikroorganismen besiedeln den menschlichen Darm, in erster Linie den Dickdarm. Das ist mehr, als der menschliche Körper Zellen hat. Bei den Mikroorganismen handelt es sich größtenteils um eine Vielzahl unterschiedlicher Bakterienstämme.

Die Besiedelung des Darms mit den Mikroorganismen beginnt nach beziehungsweise während der Geburt. Im Mutterleib ist der Magen-Darm-Trakt eines Kindes noch völlig “sauber”. Mit zunehmendem Lebensalter steigt auch die Anzahl, der im Darm befindlichen Bakterien.

foco

Wusstest du, dass sich im Darm eines gesunden Erwachsenen etwa 1000 bis 2000 Gramm Bakterien befinden?

Man geht hier von mindestens 500 bis 1000 unterschiedlichen Bakterienarten aus. Bei einem Erwachsenen mittleren Alters sind es zum größten Teil Anaerobe, also Lebewesen, die ohne Sauerstoff auskommen.

Als die Mikroorganismen das erstmals im Darm entdeckt wurden, ging man davon aus, dass es sich um eine Krankheit handelt. Diese “intestinale Toxikämie” wurde als “Vergiftung der Eingeweide” gesehen. Heute ist man sich jedoch sicher, dass die Bakterien im Darm nicht schädlich sind; ganz im Gegenteil, ihnen werden wichtige Funktionen zugeschrieben.

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In Japan sehen die Menschen den Darm als „geehrte Mitte“ oder „Zentrum der körperlichen und geistigen Kraft“ an. Hierzulande gilt er oft noch als reines Verdauungsorgan – und wird damit maßlos unterschätzt. Blähungen, Durchfälle und Verstopfungen sind Tabuthemen, obwohl 20 Prozent der Bevölkerung an Verstopfung leiden, rund 15 Prozent an chronischen Durchfällen und etwa 10 Prozent am Reizdarmsyndrom. Einer der Gründe dafür: Wir füttern unsere Darmbakterien und pflegen unsere Darmflora nicht richtig – doch was genau gehört da eigentlich alles dazu? ______ Ihr findet das Thema auch so interessant wie wir? Dann schreibt gerne euren Lieblings-Fakt über Bakterien in die Kommetare 😊✌ Über den Link in unserer Bio findet ihr viele weitere, spannende Infos dazu 😊✌ . 💚💚💚 Warum machen wir das? Für uns zählt kostenloses Wissen zu unserem Gesamtkonzept: "Testen, Wissen, Handeln", unsere Motivation dahinter ist, wir wollen, dass du und deine Liebsten gesund bleiben 🎅🤶 💚💚💚 . . #darmflora #mikrobiom #happymonday #bakterien #gesundernähren #dna #analyse #darm #flora #neuertest #neu #test #new #weilgesund #testedich #selbsttest #cerascreen #abhnehmen #immunsystem #stärken #gesunderdarm #gesundheit #darmgesundheit

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Welche Funktionen hat die Darmflora?

Was zuerst ungewöhnlich, oder sogar ungesund klingt, hat für den Menschen einen erheblichen Nutzen. Denn die Darmflora, auch intestinales Mikrobiom, erfüllt einige wichtige Funktionen für den menschlichen Körper.

  • Darmbakterien unterstützen die Verdauung. Sie bilden Enzyme, mit denen Nahrungsbestandteile zersetzt werden, die sonst nur unvollständig oder gar nicht verarbeitet werden können. Hierzu zählen beispielsweise komplexe Kohlenhydrate oder Ballaststoffe.
  • Die Darmflora bildet wichtige Vitamine und Hormone. Dazu gehören die Glückshormone Serotonin und Dopamin, sowie das Schlafhormon Melatonin. Auch für den Körper wichtige Vitamine aus dem B-Komplex werden vom Darm aufgenommen und verarbeitet. Er bildet auch Vitamin K, das im wesentlichen für die Blutgerinnung von Bedeutung ist.
  • Die Darmflora ist der Regulator des Immunsystems. Neuere Studien deuten darauf hin, dass das Mikrobiom Auswirkungen auf das Immunsystem hat. Die Darmbarriere reguliert, welche Stoffe vom Darm in den Körper gelangen. Außerdem sorgt die Darmflora dafür, dass sich Krankheitserreger nicht im Darmtrakt ausbreiten können. Forscher gehen zudem davon aus, dass die Darmflora die Immunität bei Darminfektionen regelt und die Ausbildung von Autoimmunität beeinflusst (1).

Welche Ursachen bringen die Darmflora aus der Balance?

Als “Steuerungsorgan” beeinflusst die Darmflora unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Auf der anderen Seite gibt es auch einige Faktoren, die sich wiederum auf unser Mikrobiom auswirken.

Diese Faktoren können die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen:

  • ungesunde, zucker- oder fettreiche Ernährung
  • Zusatzstoffe in Lebensmitteln
  • Antibiotika
  • Anti-Histamine (Allergiemittel)
  • Hormonpräparate wie die Anti-Baby Pille
  • Chlor in Leitungswasser
  • Stress
  • Rauchen

Forscher der belgischen Universität Leuven haben die Darmflora von fast 4000 Personen aus Belgien und den Niederlanden untersucht. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse ziehen, welche Faktoren die Mikroorganismen im menschlichen Darm aus der Balance bringen.

Die Studie weist darauf hin, dass vor allem eine ungesunde zucker- und fetthaltige Ernährung die Darmbakterien negativ beeinflusst. Antibiotika werden eigentlich eingesetzt, um schädliche Zielbakterien zu zerstören. Hierbei werden aber auch die nützlichen Bakterien im Darm angegriffen. Das bringt die Darmflora aus dem Gleichgewicht und hat als Folge eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten.

Aber auch Medikamente wie Anti-Histamine (Allergiemittel) oder Hormonpräparate wie die Anti-Baby Pille können dem Mikrobiom schaden (2).

Darmflora Test-1

Antibiotika, Anti-Histamine und Hormonpräparate wie die Pille können die Darmflora aus der Balance bringen.
(Bildquelle: unsplash.com / Anastasia Dulgier)

Das bestätigt auch eine Studie vom Massachusetts General Hospital und der Harvard Medical School. Frauen, die die Pille einnehmen sind einem deutlich höherem Risiko ausgesetzt, Darmkrankheiten wie zum Beispiel Morbus Crohn zu bekommen, als Frauen die auf hormonelle Verhütungsmittel verzichten (3).

Zur Wasseraufbereitung wird häufig Chlor eingesetzt. Dass dies aber nicht nur Keime und Erreger im Trinkwasser tötet, sondern auch die Bakterien in Darm angreift, zeigt eine Studie der Ghent University. In Kombination mit der falschen Ernährung und den genannten Faktoren kann es zur einer Abnahme der Mikroorganismen der Darmflora führen (4).

Eine gesunde Darmflora sorgt für eine bessere Immunabwehr und höhere Stressresistenz.

Eine weitere Studie weist darauf hin, dass neben Antibiotika und oralen Verhütungsmitteln auch Lebensmittel-Zusatzstoffe eine Disharmonie in der Darmflora auslösen. Diese findet man vor allem in Fertigprodukten und stark verarbeiteten Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel Wurst (5).

Umgekehrt kann sich Stress aber auch negativ auf unser Mikrobiom auswirken und damit typische Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Unwohlsein und Verdauungsprobleme begünstigen. Das haben mehrere Studien bestätigt (6, 7). Wer seine Darmflora schützen möchte, sollte also nicht nur auf eine ausgewogene Ernährung achten, sondern auch versuchen, den Stress im Alltag zu reduzieren.

Wie kann sich eine gestörte Darmflora auf den Körper auswirken?

Ein gestörtes Mikrobiom, auch Dysbiose oder Dysbakterie, kann verschiedene intestinale Krankheiten, wie Morbus Crohn oder das Reizdarmsyndrom begünstigen.

Aber auch Beschwerden, deren Ursprung man nicht im Darm vermuten würde, werden mit einer aus dem Gleichgewicht gebrachten Darmflora assoziiert. Dazu gehören Allergien, metabolische und Autoimmunerkrankungen sowie psychiatrische Krankheitsbilder (8).

Art der Erkrankung Erkrankungen Beschreibung
Gastrointestinale Erkrankungen Reizdarm, CED, Zöliakie, Gastritis, Obstipation, Divertikulitis Eine Dysbiose ist ein typisches Merkmal des Reizdarmsyndroms sowie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen, bei denen eine Störung des Gleichgewichts der Darmmikroben entzündliche Prozesse der Darmschleimhaut verstärkt.  
Metabolische Erkrankungen Diabetes Mellitus Typ 2, Übergewicht, Arterielle Hypertonie, Arteriosklerose, nichtalkoholische Fettleber (NAFLD) Eine gestörte Darmflora auch verschiedene Stoffwechselerkrankungen begünstigen. Mehrere Studien konnten zum Beispiel nachweisen, dass die Fettleber bei Probanden nicht durch falsche Ernährung oder Alkoholkonsum, sondern alkoholproduzierende Darmbakterien ausgelöst wurde.
Autoimmunologische Erkrankungen Arthritis, Lupus erythematodes, Hashimoto, Multiple Sklerose Ein anhaltendes Ungleichgewicht der Darmflora schwächt das Immunsystem, was einen Risikofaktor für die Entstehung von Autoimmunkrankheiten darstellt.
Neurologische Erkrankungen Autismus, Morbus Parkinson, Depression, Schizophrenie Studien weisen darauf hin, dass Darmbakterien zur Entwicklung von Erkrankungen des Nervensystems, wie Parkinson, beitragen. Auch psychische Krankheiten, wie Depressionen, können durch eine erhöhte Ausschüttung von Stresshormonen im Darm ausgelöst werden.
Allergien Lebensmittelallergien, Asthma, Neurodermitis Nehmen die nützlichen Darmbakterien ab, wird die Darmschleimhaut für Schafstoffe und Allergene durchlässiger. Die Folge ist auch ein erhöhtes Risiko für Allergien.
Maligne Erkrankungen (Krebs) Darmkrebs Ein Ungleichgewicht bestimmter Mikroorganismen des Darms können das Darmkrebsrisiko erhöhen. Dies wird auch durch eine falsche Ernährung, zum Beispiel mit zu viel roten Fleisch verursacht

(9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18)

Genau wie der Darm ist auch unsere Haut ein Mikrobiom, das milliardenfach von Mikroorganismen wie Bakterien, Archaeen, Viren und Pilzen besiedelt ist. Auch die mikrobielle Zusammensetzung der Haut kann aus dem Gleichgewicht geraten. Patienten mit Neurodermitis haben beispielsweise eine wesentlich geringere Bakterienvielfalt auf der Haut.

Die Haut ist der Spiegel des Darms.

Hierbei spielt ebenso unsere Darmflora eine wichtige Rolle. Bei trockener Haut, Dermatitis, Akne und anderen Hautleiden kann die Ursache also auch im Darm liegen und sollte nicht nur äußerlich sondern auch innerlich behandelt werden; beispielsweise durch eine gesunde Ernährung mit ausreichend Pro- und Präbiotika (19).

Darmflora selbst testen: Worauf du bei Selbsttests achten solltest

Vielleicht fragst du dich jetzt, ob es für dich sinnvoll ist, deine Darmflora analysieren zu lassen. Wo kann man so einen Test überhaupt durchführen lassen und wie läuft er ab? Sind solche Testergebnisse überhaupt aussagekräftig?

Und noch viel wichtiger: Was kann ich tun, wenn das Ergebnis nicht gut ausfällt? In diesem Abschnitt haben wir die Antworten auf diese Fragen für dich zusammengefasst. Hier findest du alles, was du bei einem Darmflora Selbsttest beachten musst.

Für wen ist ein Darmflora Test sinnvoll?

Gelegentliche Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Bauchschmerzen können völlig normal sein und auch von bestimmten Lebensmitteln kommen, zum Beispiel von Hülsenfrüchten, Milchprodukten oder Kohl. Wenn du allerdings oft unter solchen Problemen leidest, vielleicht auch unabhängig davon, was du gegessen hast, dann könnte ein Darmflora Test für dich schon aufschlussreich sein.

Auch eine schnelle Gewichtszunahme kann ein Indikator für einen gestörten Darm sein.

Das Verhältnis der Bakterien in unserem Darm reguliert außerdem unser Immunsystem und kann sich damit auch auf unsere psychische Gesundheit auswirken. Wenn du also beispielsweise zusätzlich häufiger erkältet bist oder an depressiven Verstimmungen und Müdigkeit leidest, kann das auch an einer gestörten Darmflora liegen.

Der test kann für dich auch interessant sein, wenn du schon öfter Medikamente wie Antibiotika einnehmen musstest, auch Allergiemittel oder Hormonpräparate wie die Pille können die Mikroorganismen im Darm aus der Balance bringen.

Bist du Raucher? Studien haben gezeigt, dass die Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp nicht nur von Snacks und Schokolade kommt, die man anstatt einer Zigarette zu sich nimmt. Tatsächlich verändert sich die Zusammensetzung der Bakterien im Darm. Die Anzahl der Firmicuten und Actinobacterien im Dickdarm steigt fast auf das doppelte an, daher auch die Gewichtszunahme (20).

Darmflora Test-2

Nicht nur die Ernährung spielt eine Rolle. Auch Rauchen wirkt sich auf die Mirkoorganismen im Darm aus
(Bildquelle: pexels.com / fotografierende).

Wie kann ich meine Darmflora testen?

Der Test funktioniert ganz einfach. Du bekommst ein Testkit nach Hause geschickt. Du musst lediglich eine kleine Stuhlprobe entnehmen. Das kannst du mithilfe der enthaltenen Stuhlauffanghilfe und des Entnahmelöffels machen. Dann musst du die Probe in einem Probenröhrchen zurück an das Fachlabor schicken.

Dort wird die Zusammensetzung der Darmbakterien analysiert und mit Gensequenzen bekannter Bakterien abgeglichen. Nach bis zu zwei Wochen bekommst du dann das Ergebnis er Analyse. Wenn du an Durchfall oder einem akuten Magen-Darm Infekt leidest, solltest du den Test zu diesem Zeitpunkt nicht durchführen.

Für diese Personen ist der Test generell nicht geeignet:

  • Personen mit ansteckenden Krankheiten, wie Hepatitis oder HIV
  • Kinder unter 18 Jahren
  • Schwangere und Stillende nur unter ärztlicher Begleitung

Wie aussagekräftig sind die Ergebnisse eines Darmflora Tests?

Der Test liefert dir ausführliche Informationen über die Zusammensetzung der Mikroorganismen in deinem Darm. Die Ergebnisse werden außerdem mit Daten der gesunden Vergleichsgruppe abgeglichen.

Beim Anbieter cerascreen erhältst du Messwerte aus diesen Bereichen:

  1. Artenreichtum und Diversität: Wie sieht die Vielfalt deiner Darmbakterien aus?
  2. Dysbiose: Besteht ein Ungleichgewicht der unterschiedlichen Bakterien?
  3. Enterotyp: Hast du eher eine Fleischesser- oder Vegetarier-Darmflora?
  4. Verhältnis der verschiedenen Bakterien: Trägt die Darmflora vielleicht dazu bei, dass du schnell zunimmst?
  5. Zusammensetzung der unterschiedlichen Bakterienstämme
  6. Übersicht aller Bakterien: Welche Arten und Gattungen von Bakterien kommen innerhalb der Stämme vor?

Zusätzlich gibt es einen Test, der dir Informationen über die Konzentration von Darmpilzen (Candida) liefert. Auch Darmpilze können das Mikrobiom aus der Balance bringen und Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit oder Kopfschmerzen auslösen.

Wo kann ich meine Darmflora sonst noch testen lassen?

Online gibt es verschiedene Anbieter und Möglichkeiten, deine Darmflora testen und analysieren zu lassen. Natürlich kannst du auch deinen Hausarzt oder einen Spezialisten fragen, ob er ähnliche Untersuchungen anbietet.

Oftmals bieten naturheilkundlich orientierte Ärzte oder Heilpraktika solche Untersuchungen an. Am besten informierst du dich im Internet, ob es in deiner Nähe einen passenden Mediziner gibt. Hierbei könnte dir die Therapeutensuche des Instituts für Mikroökologie helfen.

Was kann ich tun, wenn das Testergebnis nicht gut ausfällt?

Eine gestörte Darmflora kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Einen ausschlaggebenden Faktor stellt natürlich die Ernährung dar. Mit einer ausgewogenen und gesunden Lebensweise kann das Verhältnis der Bakterienstämme in unserem Darm im Gleichgewicht gehalten werden.

Zusätzlich kannst du auch eine Darmsanierung durchführen. Das ist vor allem nach einer längeren Einnahme von Antibiotika sinnvoll oder wenn du häufig unter Beschwerden wie Blähungen oder Verstopfung leidest.

Bei einer Darmsanierung geht es im wesentlichen darum, die Darmflora wieder aufzubauen und die nützlichen Bakterienstämme im Darm zu stärken.

Die bekanntesten “guten” Darmbakterien sind:

  • Lactobacillus
  • Bifidobakterien

Eine Darmsanierung beginnt in der Regel mit einer Darmreinigung, bei der der Darm entleert und somit von schädlichen Bakterien befreit wird. Hierfür brauchst du keine chemischen Abführmittel. Häufig werden Flohsamen oder Heilerde (Zeolithe) verwendet. Diese beiden Hausmittel sind sanft und können über einen längeren Zeitraum, auch parallel zu der Darmsanierung, angewendet werden.

Probiotika & Präbiotika

Pro- und Präbiotika können dazu beitragen, das mikrobielle Gleichgewicht der Darmflora wieder herzustellen. Probiotische Lebensmittel enthalten Mikroorganismen wie Laktobakterien oder Hefen, die dazu beitragen die Darmflora zu regenerieren und zu stabilisieren. Sie kommen beispielsweise in fermentierten oder milchsauer vergorenen Lebensmitteln vor.

Lebensmittel mit Probiotika:

  • Naturjoghurt
  • Kefir
  • Sauerkraut
  • Misopaste
  • Kombucha
  • Apfelessig
  • Käse
Darmflora Test-3

Schon mit einer ausgewogenen Ernährung kann man seiner Darmflora etwas gutes tun. Pro- und Präbiotika sind das A und O für die Darmgesundheit.
(Bildquelle: pexels.com / Daria Shevtsova)

Um die nützlichen Probiotika im Darm dann zu “füttern” brauchen wir Präbiotika. Präbiotika sind nicht verdauliche Bestandteile, wie Ballaststoffe, zu denen die pflanzlichen Inhaltsstoffe Inulin und Oligofruktose (Fructooligoosaccharid) gehören. Sie fördern das Wachstum der nützlichen Darmbakterien. Beim Abbau der präbiotischen Nahrungsmittel im Darm werden kurzzeitige Fettsäuren produziert, die die Darmwand mit Energie versorgen und die Verdauung in Schwung bringen.

Lebensmittel mit Präbiotika:

  • Artischocken
  • Chicorée
  • Lauch, Zwiebeln & Knoblauch
  • Spargel
  • Topinambur
  • Bananen
  • Flohsamen & Leinsamen
  • Getreide

Um seine Darmflora aufzubauen und die guten Bakterien im Darm zu unterstützen sollte man also genügend probiotische und präbiotische Nahrungsmittel zu sich nehmen. Zucker und hochverarbeitete Lebensmitteln solltest du generell so gut es geht meiden, den auch Lebensmittelzusatzstoffe schaden dem Mikrobiom.

Fazit

Eine gestörte Darmflora kann sich negativ auf alle Bereiche unseres Körpers auswirken und unterschiedlichste Erkrankungen fördern. Deshalb sollten wir die nützlichen Mikroorganismen in unserem Darm pflegen und aufbauen.

Um zu wissen, wie das Verhältnis der verschiedenen Bakterien im Darm ist, kann eine Analyse der Darmflora nützlich sein. Vor allem wenn du häufig an Verdauungsbeschwerden, Bauschmerzen oder Blähungen leidest oder schon oft Medikamente wie Antibiotika einnehmen musstest, solltest du einen Test in Erwägung ziehen. Auch Müdigkeit oder depressive Verstimmungen können ihren Ursprung im Darm haben.

Durch einen Darmflora Selbsttest erfährst du, ob dein Darm die Ursache deiner Beschwerden ist. Mit der richtigen Ernährung kannst du die Sache dann schnell wieder in den Griff kriegen, dein Immunsystem stärken und schwerwiegenden Krankheiten vorbeugen.

Bildquelle: 123rf.com / Aleksandr Davydov

Einzelnachweise (20)

1. Chang, H., Kamradt, T. Darmflora als Regulator des Immunsystems. Z. Rheumatol. 70, 790–792 (2011). https://doi.org/10.1007/s00393-011-0907-2
Quelle

2. Falony, Gwen, et al. Population-level analysis of gut microbiome variation. Science 352.6285 (2016): 560-564.
Quelle

3. Khalili, Hamed, et al. Oral contraceptives, reproductive factors and risk of inflammatory bowel disease. Gut 62.8 (2013): 1153-1159.
Quelle

4. Van den Abbeele, Pieter, et al. Prebiotics, faecal transplants and microbial network units to stimulate biodiversity of the human gut microbiome. Microbial biotechnology 6.4 (2013): 335-340. APA
Quelle

5. Howard, John McLaren. "Intestinal dysbiosis." Complementary Therapies in Medicine 1.3 (1993): 153-157.
Quelle

6. Dinan, Timothy G., and John F. Cryan. Regulation of the stress response by the gut microbiota: implications for psychoneuroendocrinology. Psychoneuroendocrinology 37.9 (2012): 1369-1378.
Quelle

7. Löwe, Bernd, et al. The development of irritable bowel syndrome: a prospective community-based cohort study. American Journal of Gastroenterology 111.9 (2016): 1320-1329.
Quelle

8. Konturek, Peter, et al. Intestinale Mikrobiota—ein lebenswichtiges Organ mit vielfältigen Funktionen. MMW-Fortschritte der Medizin 162.4 (2020): 9-14.
Quelle

9. Chong, Pei Pei, et al. The Microbiome and Irritable Bowel Syndrome–A Review on the Pathophysiology, Current Research and Future Therapy. Frontiers in microbiology 10 (2019): 1136.
Quelle

10. Knox, Natalie C., et al. The gut microbiome as a target for IBD treatment: are we there yet? Current treatment options in gastroenterology 17.1 (2019): 115-126.
Quelle

11. Konturek, Peter Christopher, et al. Gut–liver axis: how do gut bacteria influence the liver? Medical Sciences 6.3 (2018): 79.
Quelle

12. Yuan, Jing, et al. Fatty liver disease caused by high-alcohol-producing Klebsiella pneumoniae. Cell metabolism 30.4 (2019): 675-688.
Quelle

13. Shin, Cheolmin, and Yong-Ku Kim. Autoimmunity in microbiome-mediated diseases and novel therapeutic approaches. Current opinion in pharmacology 49 (2019): 34-42.
Quelle

14. Sampson, Timothy R., et al. Gut microbiota regulate motor deficits and neuroinflammation in a model of Parkinson’s disease. Cell 167.6 (2016): 1469-1480.
Quelle

15. Valles-Colomer, Mireia, et al. The neuroactive potential of the human gut microbiota in quality of life and depression. Nature microbiology 4.4 (2019): 623-632.
Quelle

16. Konturek, Peter, et al. Intestinale Mikrobiota—ein lebenswichtiges Organ mit vielfältigen Funktionen. MMW-Fortschritte der Medizin 162.4 (2020): 9-14.
Quelle

17. Yang, Jia, and Jun Yu. The association of diet, gut microbiota and colorectal cancer: what we eat may imply what we get. Protein & cell 9.5 (2018): 474-487.
Quelle

18. Schwabe, Robert F., and Christian Jobin. The microbiome and cancer. Nature Reviews Cancer 13.11 (2013): 800-812.
Quelle

19. Fahrenhold, Marie. Gesunder Darm, gesunde Haut. ästhetische dermatologie & kosmetologie 11.6 (2019): 8-11.
Quelle

20. Biedermann, Luc, et al. Smoking cessation induces profound changes in the composition of the intestinal microbiota in humans. PloS one 8.3 (2013).
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Anna hat sich auf medizinischen Journalismus spezialisiert und schreibt nicht nur über den menschlichen Körper, sondern kennt sich auch im Bereich Nahrungsergänzungsmittel sehr gut aus. Durch ihr Studium in Sportwissenschaften besitzt sie ein fundiertes theoretisches Hintergrundwissen über die Materie.
Wissenschaftliche Studie
Chang, H., Kamradt, T. Darmflora als Regulator des Immunsystems. Z. Rheumatol. 70, 790–792 (2011). https://doi.org/10.1007/s00393-011-0907-2
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Falony, Gwen, et al. Population-level analysis of gut microbiome variation. Science 352.6285 (2016): 560-564.
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Khalili, Hamed, et al. Oral contraceptives, reproductive factors and risk of inflammatory bowel disease. Gut 62.8 (2013): 1153-1159.
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Van den Abbeele, Pieter, et al. Prebiotics, faecal transplants and microbial network units to stimulate biodiversity of the human gut microbiome. Microbial biotechnology 6.4 (2013): 335-340. APA
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