In unserem Darm leben unvorstellbar viele Mikroorganismen. Man geht von 1,3 mal mehr Kleinstlebewesen in unserem Darm aus als das unser Körper Zellen besitzt.

Einige Bakterien lösen jedoch Beschwerden und Krankheiten (z.B. Bauchschmerzen, Durchfall) aus. Insbesondere nach einer Antibiotikabehandlung ist unsere Darmflora meist außer Balance. Das Antibiotika bekämpft nicht nur die schlechten Keime sondern entsorgt gleichzeitig auch die guten Bakterien. Dies kann zu vielen Beschwerden (z.B. Störung des Immunsystems) führen.

Dann ist eine Darmsanierung hilfreich. Sie bringt die gestörte Darmflora wieder ins Gleichgewicht. Wie du deine Darmflora (bzw. die deines Kindes oder Hundes) nach einer Antibiotikakur wieder am besten aufbauen kannst dies und mehr erfährst du in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Unter einer Darmsanierung versteht man die Wiederherstellung einer ausgeglichen und gesunden Darmflora. Das ist ratsam wenn du z.B. unter typischen Nebenwirkungen (z.B. Durchfall) nach einer Antibiotikaeinnahme leidest.
  • Wir alle haben nützliche und schädliche Bakterien, Pilze und Keime im Darm. Diese  konkurrieren miteinander. Bei einer Darmsanierung werden die guten Bakterien unterstützt. Dadurch können sie sich vermehren und die Darmflora schützen.
  • Den Darm sanieren kannst du mithilfe von geeigneten Lebensmitteln (z.B. milchsauer vergorene wie Sauerkraut, Joghurt und Ballaststoffen). Aber auch in dem du lebende nützliche Bakterien zu führst (Probiotika) oder fütterst (Präbiotika).

Was ist eine Darmsanierung?

Wenn die Anzahl der guten Bakterien im Darm zu gering ist, oder die Vielfalt der Mikroorganismen im Darm abnimmt kommt es zum Ungleichgewicht im Darm (Dysbiose).

Die Gründe hierzu sind vielfältig. Zum Beispiel falsche Ernährung, Stress oder nach einer Behandlung mit Antibiotika.

Nach Einnahme von Antibiotika empfiehlt es sich das mikro-bakterielle Gleichgewicht im Darm wieder herzustellen. Dadurch wird die Darmflora wieder aufgebaut und der Darm saniert. (Quelle: pixabay.com )

Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Strategien die auch kombiniert zu guten Ergebnissen führt.

Strategie Methode
Nehme lebende Mikroorganismen auf. z.B. in Form von Milchsäure bildenden Lebensmitteln,  wie Joghurt oder fermentiertes Gemüse (u.a. Sauerkraut), du führst diese Probiotika (Kleinstlebewesen, wie z.B. Milchsäurebakterien) durch ein Präparat (Kapseln, Pulver, etc.) zu
Füttere diese (probiotischen) Bakterien mit deren “Lieblingsessen”, damit sie sich vermehren können. Dieses Lieblingsfutter (Präbiotika) besteht aus Pflanzenfasern die den guten Bakterien als Nahrungsquelle dienen. Die darin enthaltenen Zuckerverbindungen (z.B. Oligosaccharide) liefern den Dickdarmbewohner wichtige Nährstoffe.

Insgesamt zielt eine Darmsanierung darauf ab krankmachende Bakterien und Keime zu reduzieren und die guten zu vermehren. Dadurch kommt es insgesamt zu einem gesünderen (sauren) Darmmilieu in dem sich gesunde Bakterien (z.B. Laktobazillen) vermehren können.

Insbesondere in der Naturheilkunde hat die Darmsanierung einen hohen Stellenwert.

Es wird folgende Vorgehensweise empfohlen:

  • Darmreinigung (durch Abführen z.B. mit Bittersalz).
  • Mit Unterstützung, z.B. einer Pilzkur, kannst du schädliche Keime lokal bekämpfen.
  • Mit Hilfe von Probiotika werden gewünschte Bakterienstämme vermehrt und die Darmflora aufgebaut.
  • Unterstütze den Darmaufbau mit einer Ernährungsumstellung und Präbiotika. Gerne auch mit einer Fastenkur.

Wann ist eine Darmsanierung nötig?

Die Zunahme von Krankheiten wie Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt, Immun-Erkrankungen, Rheuma. Aber auch Übergewicht, Allergien und Depressionen können mit den heutigen Lebensbedingungen in Zusammenhang gebracht werden. Ungesunde Ernährung, weniger Bewegung und zunehmender Stress sind die wichtigsten Faktoren die sich negativ auf das Darmgleichgewicht auswirken.

Es gibt Hinweise das folgende Symptome und Krankheiten auch mit einer geschädigten Darmflora zusammenhängen können und eine Darmsanierung Linderung verschafft:

  • Das Leaky Gut Syndrom (undichter Darm) führt dazu daß z.B. schädliche Keime eindringen können.
  • Das Reizdarmsyndrom (RDS) bewirkt unbestimmte Bauchschmerzen, z.B. Blähungen, Durchfall, Verstopfung oder Völlegefühl.
  • Eine Divertikulitis (entzündliche Ausstülpungen des Darms) kann z.B. zu einer Bauchfellentzündung oder einem Darmverschluss führen.

Eine Darmpflege bzw. Darmsanierung ist ein wichtiger Schlüssel zur Gesundheit und Voraussetzung für wichtige Folgebehandlungen. In einer gesunden Darmflora finden sich insbesondere folgende vier Mikroorganismen und Bakterienstämme:

  • Lactobacillen
  • Bifidobakterien
  • Enterokokken
  • Escherichia Coli

Wenn die Darmflora geschädigt wurde durch z.B.:

  • Ungesunde, bzw. falsche Ernährung
  • Gebrauch von Abführmittel
  • Chemotherapie
  • Antibiotika

dann sollte der Darm mit Hilfe von Darm freundlichen Lebensmitteln und probiotischen Präparaten wieder aufgebaut werden. Es werden lebende Mikroorganismen zugeführt die zugleich das Wachstum gesunder Bakterien fördern.

Hintergründe: Was du über die Darmsanierung nach Einnahme von Antibiotika wissen solltest

Treten Nebenwirkungen z.B. Durchfall oder Blähungen nach einer Einnahme von Antibiotika auf, dann solltest du zunächst deine Ernährung umstellen. Für einen gesunden Darm ist insbesondere die mediterrane Kost (viel Gemüse, etc.) zu empfehlen.

Oftmals ist eine Ernährungsumstellung nicht ausreichend. Dann können Probiotika (spezielle lebende Bakterienstämme) eine gute Methode sein um deine Darmflora wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen. (Quelle: 123rf.com / Wavebreak Media Ltd.)

Ist eine Darmsanierung nach Antibiotika bei Kindern möglich?

Bei einer normalen vaginalen Geburt findet eine erste Übertragung von Mikroorganismen der Mutter auf den Säugling statt. Dadurch wird beim Kind eine erste gesunde Körperflora aufgebaut. Es gibt verschiedene Gründe die bereits bei Säuglingen und Babys zu einem Ungleichgewicht im Darm führen können. Folgende Faktoren können z.B. dafür ausschlaggebend sein:

  • Kaiserschnitt-Kinder fehlt die Übertragung der Bakterienstämme der Mutter
  • Kinder die nicht gestillt werden haben eine weniger differente (unterschiedliche) Darmflora
  • Nach einer Behandlung mit Antibiotika werden neben pathogenen (krankheitsauslösende) Keimen auch die erwünschten (apathogenen) Bakterien vernichtet

Muss ein Baby nach einer Infektion Antibiotika einnehmen führt dies oft zu starken Durchfällen. Die meisten Studien zum Aufbau der Darmflora bei Kindern kommen zu dem Ergebnis, das auch bei kleinen Kindern Probiotika hilft die Darmflora aufzubauen und Beschwerden zu lindern. So empfiehlt z.B. Prof. B. Polk (University of Southern California und dem Kinderkrankenhaus L.A.) die Gabe von probiotischen Mikroorganismen auch bei kleinen Kindern.

Welche Bakterienstämme und wie groß die Anzahl an Mikroorganismen im Probiotika für Kinder enthalten sein sollte muss dein Kinderarzt entscheiden. Die meisten für Kinder verwendete Präparate enthalten vor allem die Bakterienstämme Lactobacillus (L.) reuteri und  L. acidophilus. Für kleine Kinder eignet sich Probiotika insbesondere in Pulverform das mit ihrer Nahrung gut vermischt werden kann.

Vorsicht ist insbesondere geboten bei immungeschwächten Kindern. Es sollte jedoch in  jedem Fall vor einer Darmsanierung des Kleinkindes mit dem behandelnden Arzt Rücksprache gehalten werden. Er wird dich über die Art und Dauer der Behandlung aufklären.

Ist eine Darmsanierung nach Antibiotika bei Hunden möglich?

Die Darmflora eines Hundes setzt sich aus Millionen Bakterien zusammen. Nach einer bakteriellen Infektion (z.B. nach einer eitrigen Bissverletzung) hat dein Hund Antibiotika erhalten. Dies tötet die schädlichen Bakterien ab. Leider sterben dabei auch die hilfreichen Bakterien die in den Schleimhäuten leben.

Mit Hilfe einer Darmsanierung (Symbioselenkung) kannst du den Hundedarm wieder in Balance bringen. Hier die zwei wichtigsten Möglichkeiten:

Maßnahme Wirkung
Gute Bakterien zuführen lebende Darmbakterien (Probiotika) unter das Futter mischen. Diese erhalten z.B. gute Bakterien wie Laktobazillen) sie vernichten die schlechten Keime
Füttere die guten Bakterien mit Präbiotika ernährst du die guten Bakterien. Das sind Nahrungsbestandteile wie sie in faserreicher Nahrung, z.B. Karotten vorkommen.

Daneben gibt es auch natürliche Hilfsmittel zur Darmsanierung beim Hund. Zum Beispiel:

  • Bindung von Giftstoffen durch Flohsamen, Heilerde oder Heilmoor
  • Futterumstellung (aber langsam) und besser parallel zur Darmsanierung, oder besser noch danach.

Eine Darmsanierung nach einer Antibiotikakur beim Hund ist nicht nur sinnvoll, sondern ratsam. Aber frage vorher deinen Tierarzt um eventuelle Nebenwirkungen etc. auszuschließen.

Wie lange Darmsanierung nach Antibiotika Behandlung?

Mit Antibiotika lassen sich lebensbedrohende Krankheiten heilen. Sie bekämpfen Krankheitsverursachende Keime und Bakterien. Doch sie haben auch unerwünschte Nebenwirkungen. So tritt nach Einnahme von Antibiotika oft starker Durchfall auf (Antibiotika assoziierte Diarrhö oder AAD).

Eine AAD tritt je nach Dauer und Antibiotikum unterschiedlich auf. Typische Symptome bei AAD sind z.B.:

  • starker Durchfall
  • Blähungen
  • leichte Übelkeit und Bauchschmerzen
  • verminderter Appetit

Wenn du nach einer Antibiotikabehandlung eine Darmsanierung planst brauchst du ein wenig Geduld. Von Mensch zu Mensch unterschiedlich solltest du deinem Darm Zeit geben um wieder eine gesunde Darmflora aufzubauen.

Je nachdem wie stark deine Darmflora bereits zuvor angegriffen war musst du im Schnitt mit mindestens vier Wochen (bis 3 Monate) rechnen. Erst dann stellt sich wieder ein gesundes Darmmilieu ein. Verbesserungen solltest du jedoch schon nach ca. zwei Wochen feststellen.  Von Blitzkuren zum Darmaufbau ist jedoch abzuraten.Sie können den geschwächten Organismus sehr belasten.

Wer darf keine Darmsanierung machen?

Eine Darmreinigung vor einer Darmsanierung ist für einen ansonsten gesunden Organismus i.d.R. nicht gefährlich. Aber es können Nebenwirkungen auftauchen wie z.B.

  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Hautunreinheiten

Durch die anschließende Darmsanierung (mit Hilfe von probiotischen Lebensmitteln oder probiotischen Präparaten) kann es manchmal zu Nebenwirkungen kommen. Hier solltest du abklären ob es sich um eine Erstverschlimmerung handelt. Dann verschwinden die Beschwerden nach ein paar Tagen. Treten jedoch starke, ungewöhnliche Nebenwirkungen auf, dann sollte das verwendete Präparat sofort abgesetzt werden. Frage deinen Arzt um Rat.

Bei folgenden schweren Nebenwirkungen sollte die Darmsanierung sofort beendet werden:

Ursache Nebenwirkungen
Fehlbesiedlung des Darms durch Überdosierung des Präbiotikas. starke Bauchschmerzen, starker Durchfall, Verwirrtheit, psychiatrische Probleme, Übelkeit
Verstopfung bei eingeschränkter Darmbewegung oder in Zusammenhang mit Medikamenten. z.B. bei Entwässerungsmedikamenten, bei Parkinson Medikamente, bei Antidepressiva, bei Diabetes
Bei Resistenzen gegen manche Antibiotika. Probiotische Bakterien nehmen deren Resistenzgene auf. Sie reichen sie danach als Krankheitserreger weiter. Entwicklung weiterer Resistenzen und Unverträglichkeiten.

Personen mit den oben genannten Beschwerden sollten auch auf keinen Fall eine Darmsanierung auf eigene Faust durchführen. Zur Risikogruppe gehören auch folgende Personen:

  • immungeschwächte Säuglinge, Babys und Kinder
  • Menschen z.B. nach einer Krebstherapie
  • Personen mit einem zu kurzen Dünndarm (z.B. nach einer operativen Verkürzung aufgrund einer Morbus-Crohn-Erkrankung)

Für alle anderen und das ist eine große Mehrheit hat eine Darmsanierung viele positive Aspekte. Dazu gehören ein sehr gutes Allgemeinbefinden durch z.B. eine bessere Verdauung.

Was tun gegen Darmprobleme: Produkte zum Aufbau der Darmflora

Zum Aufbau des Darms eignen sich neben alternativen Methoden (z.B. Homöopathie) auch Probiotika. Sie enthalten ausgewählte lebende Bakterienstämme. Diese sollten mit einer entsprechender Ernährung (u.a. wenig Zucker, mehr Ballaststoffe) kombiniert werden. Alternativ lassen sich auch präbiotische Nahrungsergänzungsmittel einsetzen. Sie “füttern” die probiotische Mikroorganismen und unterstützen somit den Aufbau der Darmschleimhaut.

Daneben gibt es Synbiotika, das sind Präparate die Präbiotika und Probiotika enthalten.

Du solltest medizinisch abklären welche Produkte für dich geeignet sind.

Präbiotika sind in manchen Lebensmittel natürlicherweise vorhanden oder können als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Insbesondere folgende drei Nahrungsergänzungsmittel gelten als sehr hilfreich:

Fruktane Galaktane Inuline
Fructo-Oligosaccharide Galakto-Oligosaccharide Untergruppe der Fruktane
Topinambur (roh), Knoblauch, Artischocke, Zwiebel (roh), Banane, Weizen befinden sich in menschlicher Muttermilch und können industriell aus Laktose hergestellt werden Chicoreé, Yaconwurzel, Schwarzwurzel, Spargel, Löwenzahn, Pastinaken

Alle drei Beispiele haben einen positiven Effekt auf die Darmflora. Sie sind u.a. für das Wachstum der erwünschten Bifidobakterien im Darm mit verantwortlich. Und somit beim Aufbau des Darms nach z.B. starkem Durchfall sehr nützlich.

Darmsanierung nach Antibiotika mit Ernährung

Wer keine Fastenkur machen möchte kann seinen Darm trotzdem sehr effektiv durch die richtige Ernährung unterstützen. Oftmals benötigt es eine Ernährungsumstellung. Es gilt auf ungesunde Ess- und Trinkgewohnheiten zu verzichten und mehr gesunde Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

Darmsanierung durch die richtige Ernährung, z.B.:

Verzichte/Meide Esse/Trinke mehr
zu viele Kohlenhydrate (Nudeln, Reis, etc.), Zucker, Alkohol, Nikotin, Ungesunde Fette (Transfettsäuren wie Palmöl, etc.), zuckerhaltige Getränke (Limonaden, Säfte, etc.) frisches Obst, frisches Gemüse, z.B Artischocke, Brokkoli, fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut, Joghurt und andere Sauermilchprodukte, viel Wasser und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, gesunde Fette (Nüsse, Lachs, Olivenöl, etc.)

Neben einer ausgeglichenen gesunden Ernährung können viel Bewegung, Massagen oder Leberwickel eine  Darmsanierung unterstützen.

Darmsanierung nach Antibiotika mit Homöopathie

In der Naturheilkunde wird zumeist eine Darmreinigung vor der Darmsanierung empfohlen.  Dafür eignen sich u.a. folgende Methoden:

  • Leinsamen und Flohsamen (binden schädliche Stoffe)
  • Mineralerde (kann Schadstoffe wie ein Schwamm aufsaugen)
  • Kümmel und Oregano (wirken gegen schädliche Keime)
  • Colon Hydro Therapie (Darmspülung mittels Einlauf)

Um nach einer Antibiotikakur wieder ein gesundes Darmklima herzustellen benötigt es Bakterienkulturen die den Darm dabei unterstützen. Hier spielen insbesondere folgende zwei  Mikroorganismen eine wichtige Rolle:

  • Lactobacillus rhamnosus
  • Bifidobakterien animalis subsp.

Du kannst diese auch über die Ernährung (Kefir, Sauerkraut, u.a.) aufnehmen. Einige Homöopathen empfehlen zudem das Verfahren der Autovakzine. Das sind individuelle Heilmittel die wie ein Impfstoff wirken. Im Fall einer Darmsanierung werden körpereigene Bakterien aufbereitet und zu einer individuellen Arznei (z.B. Tropfen) verarbeitet.

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Unsere Tochter wollte unbedingt mal mit aufs Foto 😅. Heute geht es um meine aktuelle #darmsanierung. Heute ist der 8. Tag meiner ersten Darmsanierung, es folgen insgesamt noch 62 Tage 😉. Wie geht es mir? Den ☕☕ Entzug habe ich sehr gut überstanden und vermisse ihn keinen einzigen Tag. Ich ernähre mich so gesund, wie nie zuvor. Wusste selbst nicht, dass das noch möglich ist 😁. Und es macht einfach nur Spaß! Meine Ernährung ist komplett #basisch und #zuckerfrei. Mit einer Ausnahme: 🍫🍫 mit einem Kakaoanteil von 90%. Ja, ich gebe zu, das brauche ich ab und zu einfach. . Ich trinke täglich drei Shakes bestehend aus je 1 TL Flohsamenpulver und 1 TL Bentonit (Heilerde) mit 300 ml Wasser gemischt. Ich halte vor den Mahlzeiten einen Abstand von mindestens einer Stunde ein und nach dem Mahlzeiten einen Abstand von mindestens zwei Stunden. . Mein Essverhalten hat sich deutlich verändert. Ich esse noch bewusster, noch gesünder und natürlich auch weniger, da die Zeitspanne, in der ich essen kann, geringer ist. Wie eine Art Intervallfasten. . Meine Verdauung hat sich auffallend gebessert. Nicht, dass ich vorher Probleme oder Beschwerden hatte. Doch man merkt einen deutlichen Unterschied. Zum einen – Achtung jetzt wirds 💩💩- gehe ich häufiger zur Toilette, es "fluppt" 🙈 und der Geruch 😷 ist sehr viel angenehmer. Und tatsächlich spüre ich auch generell erste Veränderungen in meinem Alltag. Ich schlafe viel besser und habe eindeutig mehr Energie! Dass ich mich so viel Energiegeladener fühle überrascht mich ganz positiv. ☕ ist völlig überflüssig. . Meine Haut erholt sich – nachdem ich wieder einen ersten Anflug von #neurodermitis hatte -, meine Laune ist besser (ja, wirklich wahr) und ich fühle mich noch wohler in meinem Körper als zuvor schon. Ich fühle täglich, welche Wohltat ich meinem Körper gerade schenke. Und das zum ersten Mal nach 34 Jahren! . Ich werde meine Shakes übrigens noch weitere fünf Wochen trinken und danach vier Wochen lang täglich ein Probiotika einnehmen, um meine Darmflora wieder aufzubauen.

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Die aktuelle Wissenschaft sowie die Naturmedizin setzt heute auch auf die Mehtode des Mikrobiomtransfers. Dabei wird z.B. Stuhlgang eines gesunden Spenders, evtl. aufbereitet mit zusätzlichen Keimen, dem Empfänger transplantiert. Meist geschieht das über eine Darmspiegelung (Koloskopie).

Homöopathen empfehlen als Mittel zur Ansäuerung der Darmflora u.a.:

  • probiotische Sauermilchprodukte
  • Schwefelkuren

Zur Linderung der Symptome und um ein Gleichgewicht im Darm herzustellen raten sie zu folgenden Globulis:

Symptome Wirkstoff Globuli
Übelkeit, Magenkrämpfe, Durchfall, Verstopfung Nux Vomica
Wiederkehrende Koliken Belladonna
starke Blähungen und Magenkrämpfe Chamomilla
Übelkeit und Erbrechen Arsenicum Album
Koliken mit Durchfall Cuprum Metallicum
Unwohlsein nach fettigem Essen Pulsatilla
Morgendliche Durchfälle, Sodbrennen, Blähungen Natrium sulfuricum

Globuli (Streukügelchen) sind in der Homöopathie ein gut wirksames alternatives Heilmittel. Bezüglich der genauen Wahl, Dosierung und Anwendung solltest du dich mit deinem Heilpraktiker besprechen.

Darmsanierung nach Antibiotika mit Probiotika

Neben einer Ernährungsanpassung ist auch die Behandlung mit Probiotika (lebenden Mikroorganismen) nach dem Einsatz von Antibiotika erfolgversprechend.

Bei beiden Therapieansätzen zur Darmsanierung sind folgende positive Effekte bekannt:

  • durch den Einsatz von Probiotika kann einer Fehlbesiedlung im Darm erfolgreich entgegen gewirkt werden
  • positive Effekte auf das Immunsystem
  • Barrierefunktion der Darmwand (Darmwand-Permeabilität) verbessern.

Die Probiotik geht auf den Immunologen Elie Metchnikoff zurück.Mit probiotisch sind u.a. fermentierte Lebensmittel (z.B. Sauermilchprodukte) gemeint. Probiotische Produkte enthalten lebensfähige Bakterien und Mikroorganismen. Um das Darmgleichgewicht wieder aufzubauen werden große Mengen davon benötigt. Die meisten probiotischen Präparate enthalten vorrangig folgende Milchsäurebakterien und Hefen.

Beispiele:

  • Lactobacillus (L.) rhamnosus
  • L. reuteri
  • L. bifidobacteria
  • L. casei
  • Escherichia coli
  • Enterococcus faecium
  • Saccharomyces boulardii

Diese Mikroorganismen bekämpfen schädliche Keime in deinem Darm. Mit Präbiotika kannst du die Probiotika füttern. Sie dienen ihnen als Nahrungsquelle und bestehen meist aus Ballaststoffen und unverdaulichen Pflanzenteilen.

Welche weitere Therapie und Aufbaukur nach Antibiotika?

Was du sonst noch nach einer Antibiotikabehandlung für deine Darmflora tun kannst.

Empfehlung Wirkung
Ausreichend Bewegung fördert die Darmgesundheit und stimuliert das Immunsystem
Ausgewogene gesunde Ernährung Ballaststoffe fördern und regulieren eine gesunde Verdauung.
Vermeide negativen Stress das wirkt positiv auf das “Darm-Hirn” (im Darm befinden sich viele Nervenzellen)
Entspannungstechniken Autogenes Training oder z.B. Yoga entschleunigen.
Ayurveda Darmreinigungskuren entgiften und mit ayurvedische Ernährung kannst du den Darm aufbauen
TCM (Traditionelle chinesische Medizin) z.B. Ingwer, Wärme oder Akupunktur stärken und besänftigen deinen Darm
Hausmittel stabilisieren die Darmflora und wirken teilweise entzündungshemmend (z.B. Aloe Vera, Knoblauch, Schwarzkümmelöl)

Fazit

Um eine gesunde Darmflora aufzubauen sollten ausreichend probiotische Bakterien (z.B. Milchsäurebakterien) im Darm vorhanden sein. Sie sorgen für ein saures und gesundes Milieu in dem schädliche Keime und Pilze nicht gedeihen können. Nach einer Antibiotikakur sind viele nützliche Keime mit den schädlichen Erregern zusammen abgetötet worden.

Ob beim Kind, beim erwachsenen Mensch oder beim Hund. Durch die richtigen Nahrungsmittel oder entsprechenden probiotische Präparate kann die Darmschleimhaut wieder aufgebaut werden. Dadurch wird automatisch das Immunsystem gestärkt.

Ein gesunder Darm schützt vor weiteren Beschwerden oder krankhaften Infektionen. Nicht zuletzt steigert er das Wohlbefinden.

Weiterführende Quellen und Literatur

[1]https://www.tieraerzteverband.de/smile/smile-a-z/antibiotika-behandlung.php

[2] https://www.rat-hund-tat.de/hundeernaehrung/verdauungssystem/verdauungsprozess/

[3] https://www.gesundes-kind-info.de/babys-darmflora-bauchschmerzen-kolik-probiotika

[4] “Der Gute Darm…”, Dr. Justin Sonnenburg und Dr. Erica Sonnenburg, Südwest, 2016

[5] https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/09/12/probiotika-nicht-immer-sinnvoll-und-harmlos

[6] https://www.naturheilkunde.co/naturheilverfahren/darmsanierung/

[7] https://vitalinstitut.net/darmsanierung/

[8]https://www.selbstheilung-online.com/fileadmin/user_upload/Dateiliste_Selbstheilung_online/Downloads/Startseite/Leaky_Gut_-_Mutter_aller_Krankheiten_final_2_.pdf

[9]https://reizdarm.one/behandlung/darmflora-aufbauen/#Welche_Nahrungsmittel_und_Medikamente_bauen_die_Darmflora_auf

Bild: 123rf.com / mitarart

Warum kannst du mir vertrauen?

Anna hat sich auf medizinischen Journalismus spezialisiert und schreibt nicht nur über den menschlichen Körper, sondern kennt sich auch im Bereich Nahrungsergänzungsmittel sehr gut aus. Durch ihr Studium in Sportwissenschaften besitzt sie ein fundiertes theoretisches Hintergrundwissen über die Materie.