Eisen Überdosierung
Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2021

Die Eisenaufnahme ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn man nicht genug Eisen aufnimmt, riskiert man eine Anämie, aber die Nebenwirkungen einer Eisen Überdosierung sind vielfältig: erhöhtes Risiko für Krebs, Herzkrankheiten und eine Reihe von Entzündungen. Der Körper ist nicht in der Lage, Eisen selbst zu produzieren und muss es über die Nahrung aufnehmen. Manchmal reicht dies nicht aus und es werden Eisenpräparate eingesetzt.

In unserem Artikel bekommst du umfassende Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Eisen-Überdosierung und deren Symptome. Wir klären dich darüber auf, welche Folgen eine Eisen Überdosierung für deinen Körper haben kann und wie du diese rechtzeitig erkennen kannst.

Außerdem zeigen wir dir, wie du einem Eisenüberschuss vorbeugen und einige Tricks in deinen Alltag einbauen kannst, um unnötige Risiken für deine Gesundheit zu vermeiden.




Das Wichtigste in Kürze

  • Eisen ist ein lebensnotwendiges Makromolekül. Es wird für den Sauerstofftransport im Blut und dessen Speicherung in den Muskeln, für die zelluläre Atmungsaktivität, die Zellreplikation und den Aufbau von Geweben und Organen benötigt. Andererseits ist Eisen, wenn es im Übermaß vorhanden ist, giftig und kann tödlich sein.
  • Die Hauptursachen für eine Überdosierung von Eisen im Körper sind übermäßiger Konsum von Eisenpräparaten, zu häufige Bluttransfusionen oder das Vorliegen einer Krankheit, die die Bildung von roten Blutkörperchen nicht effizient zulässt.
  • Die häufigste Erkrankung bei einer Eisen Überdosierung ist die Hämochromatose. Die primäre Hämochromatose ist genetisch bedingt und kann nicht geheilt werden. Dennoch kann bei primären und sekundären Hämochromatose der Eisengehalt im Blut durch Phlebotomie (Blutentnahme) oder durch Medikamente (Chelationstherapie) stabilisiert werden.

Definition: Was ist Eisen?

Eisen ist ein Spurenelement, da es für eine adäquate erythropoetische Funktion, den oxidativen Stoffwechsel und die zelluläre Immunantwort benötigt wird. (1)  Im Gegensatz zu Zink ist Eisen ein auf der Erde reichlich vorhandenes Element und ist ein biologisch essentieller Bestandteil jedes lebenden Organismus. (2)

Die Hauptfunktion von Eisen ist die Synthese von Hämoglobin und Myoglobin. Hämoglobin ist das Protein, das den Sauerstoff von der Lunge zum Rest des Körpers transportiert. Myoglobin ist das Protein, das die Muskeln mit Sauerstoff versorgt. Eisen ist auch für die Aktivität einiger Enzyme und für die Produktion mehrerer Hormone unerlässlich.

Eisen Überdosierung

Spinat sowie andere grüne Blattgemüse ist reich an Eisen. 100 Gramm frischer roher Blattspinat enthalten 2,9 mg Eisen. Um die Aufnahme von Eisen in den Körper zu erleichtern, sollte Spinat gekocht werden. (Bildquelle: Louis Hansel / Unsplash)

Unser Körper ist nicht in der Lage, Eisen zu synthetisieren. Deshalb erfolgt die Aufnahme dieses Minerals über die Ernährung. Die Lebensmittel, die Eisen in größeren Mengen enthalten, sind: rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, Fisch, grünes Blattgemüse, Trockenfrüchte und dunkle Schokolade.

Hintergründe: Was du über Eisen Überdosierung wissen solltest

Eine Eisenüberdosierung kommt häufiger vor, als die meisten Menschen denken. Obwohl sie mehr Männer als Frauen betrifft, ist es für jeder ratsam, über die Risiken informiert zu sein, die ein Eisenüberschuss für den Körper darstellen kann. Im Folgenden findest du Antworten auf allen deine Fragen zur Eiseneinnahme und deren Nebenwirkungen.

Welche Funktion hat Eisen im Körper?

Der Körper benötigt Eisen für die Synthese seiner Sauerstofftransport Proteine, insbesondere von Hämoglobin und Myoglobin, sowie für die Bildung von Häm-Enzymen und anderen eisenhaltigen Enzymen, die an der Elektronenübertragung und Oxidations-Reduktionen beteiligt sind. (3)

Eisen ist im Körper in verschiedenen Formen vorhanden (das wichtigste ist das Hämoglobin-Eisen, das 65 % des Gesamteisens ausmacht: Jedes Hämoglobinmolekül kann bis zu 4 Eisenatome enthalten, die jeweils ein Sauerstoffatom tragen) und wird durch Transferrin vom Plasma zu den Speicherorganen transportiert.

Die Menge an Eisen im Blut, die nicht an Hämoglobin gebunden ist, wird Sideremie genannt. Die Normalwerte variieren je nach Alter und Geschlecht.

Schließlich gibt es noch zwei weitere sehr wichtige Proteine, die mit dem Vorhandensein von Eisen im Blut zusammenhängen: Transferrin und Ferritin. Ferritin ist das Eisenspeicherprotein und zeigt den Eisengehalt im Körper an. Jedes Molekül Ferritin kann bis zu 500 Eisenatome enthalten. Normale Werte sind 20-120 Nanogramm/ml für Frauen und 20-200 Nanogramm/ml für Männer.

Transferrin ist ein Plasmaprotein, das für den Transport von Eisen im Blut verwendet wird. Es kann nur dreiwertiges Eisen aufnehmen und ist normalerweise zu etwa 50 % mit Eisen gesättigt. Normale Werte reichen von 200 bis 400 Milligramm pro dL.

Wo wird das Eisen im Körper gespeichert?

Fast zwei Drittel des Eisens befindet sich im Hämoglobin, das in den zirkulierenden Erythrozyten vorhanden ist;25 % sind in einem leicht mobilisierbaren Eisenspeicher enthalten, und die restlichen 15 % sind an Myoglobin im Muskelgewebe und in einer Vielzahl von Enzymen gebunden. Diese sind am oxidativen Stoffwechsel und vielen anderen Zellfunktionen beteiligt. (4)

Leber

Die Leber ist zusammen mit dem retikulo-endothelialen System der Hauptort der Eisenspeicherung. Das an Transferrin gebundene Eisen erreicht die Leber, nachdem es aus dem Darm aufgenommen wurde.

Von der Leber kann das Eisen bei Bedarf wieder an Transferrin abgegeben werden. Gerade wegen ihrer primären Funktion als Eisenspeicher ist die Leber das erste beteiligte Organ bei Eisenüberschuss Erkrankungen.

Darm

Der erste Trakt (Duodenum und Jejunum) des Darms ist der Hauptort der Eisenresorption. Dabei handelt es sich um einen komplexen Mechanismus, an dem zahlreiche Proteine beteiligt sind. Diese regulieren die Absorption von Nahrungseisen und den Übergang von Eisen aus der Darmschleimhaut ins Blut.

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Eisen?

Ob über die Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel, die täglich einzunehmende Menge an Eisen ist durch genaue medizinische Parameter festgelegt. Dank der folgenden Tabelle (5) kannst du deine Zielgruppe und den jeweiligen täglichen Eisenbedarf leicht ermitteln:

Zielgruppe mg / Tag - männlich mg / Tag - weiblich
Säuglinge bis 4 Monate 0,5 0,5
Kinder 4 Monate bis Jahre 8 8
Kinder 7 bis 10 Jahre 10 10
Jugendliche bis 19 Jahre 12 15
Erwachsene bis 50 Jahre 10 15
Erwachsene ab 50 Jahre 10 10
Schwangere / 30
Stillende / 20

Wie du aus der Tabelle entnehmen kannst, variiert der tägliche Eisenbedarf je nach Geschlecht und Alter. Frauen benötigen tendenziell mehr Eisen als Männer, wenn sie ihre Menstruation bekommen. Dadurch kommt es zu einem Blut- und damit Eisenverlust, der über die Ernährung ausgeglichen werden muss.

Während der Schwangerschaft ist der Eisenbedarf einer Frau am höchsten und sie braucht die Nährstoffe für sich und den Fötus. Bei Männer bleibt der Bedarf von 10 mg Eisen pro Tag ab dem Ende der Pubertät stabil.

Wann findet eine Eisen Überdosierung statt?

Die Ursachen für einen Eisenüberschuss sind in der Regel erblich oder durch äußere Faktoren bedingt, die in den meisten Fällen eine Krankheit namens Hämochromatose signalisieren. Die Mechanismen der erblich bedingten oder erworbenen Anomalien einer Eisen Überdosierung sind recht unterschiedlich:

  • Primäre Hämochromatose: Bei der hereditären Hämochromatose (auch als primäre oder idiopathische Hämochromatose bezeichnet) führt eine erhöhte intestinale Eisenabsorption zu einer übermäßigen Anhäufung von Eisen im gesamten Körper, insbesondere in parenchymatösen Zellen.
  • Sekundäre Hämochromatose: Bei sekundären Formen einer Eisen Überdosierung kommt es schließlich zu übermäßigen Eisenablagerungen in parenchymatösen Zellen im ganzen Körper, was zu einem Bild führt, das von der hereditären Hämochromatose nicht zu unterscheiden ist. Eine sekundäre Eisen Überdosierung wird durch übermäßigen Verzehr von Nahrungsergänzungsmitteln, zu viele Bluttransfusionen oder das Vorliegen einer Krankheit verursacht, die eine effiziente Bildung roter Blutkörperchen nicht zulässt. (6)

Patienten, die am meisten einem Eisenüberschuss im Körper ausgesetzt sind, sind diejenige, die bereits genetisch für primäre Hämochromatose vorbelastet sind, sowie anämische Menschen, die regelmäßig Transfusionen erhalten und Eisenpräparate verwenden.

Welche Symptome treten bei einer Eisen Überdosierung auf?

Die ersten Anzeichen eines Eisenüberschusses im Körper treten auf, wenn das angesammelte Eisen etwa 5 Gramm überschreitet. Im Allgemeinen treten die ersten Symptome einer Eisenüberdosierung um das 40. Lebensjahr auf, vor allem bei Männern, die anfälliger als Frauen sind. Seltener treten sie etwa im Alter von 20 Jahren auf. Die häufigsten Symptome sind folgende:

  • Übermäßige Müdigkeit: Ein Eisenüberschuss im Gewebe äußert sich bei Patienten oft durch Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein. Diese Symptome führen wiederum zu Reizbarkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.
  • Gelenkschmerzen: Verdachte auf Gelenkschmerzen können helfen, eine Eisenüberdosierung rechtzeitig zu erkennen. Um die Schmerzen nicht zu verstärken, wird eine Bluttherapie benötigt.
  • Unterleibsschmerzen: Schmerzen im rechten oberen Quadranten des Unterleibs können ein Hinweis auf eine fortgeschrittene Leberzirrhose sein. Diese Lebererkrankung ist sehr schleichend und zeigt nicht immer leicht erkennbare Symptome. Lebererkrankungen werden durch eine Eisen Überdosierung verursacht und sind die häufigste Todesursache bei Eisenüberschüsse.
  • Impotenz: Bei erwachsenen Männern kann eine Eisenüberdosierung zu dessen übermäßiger Einlagerung in den Hoden führen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Männer, die an einer Eisenspeicherkrankheit leiden, Erektionsstörungen und Libidoverlust aufweisen. Dies ist eines der Zeichen, die in der Diagnosephase nicht übersehen werden sollten.
  • Hautverfärbungen: die Bildung von Melanin in den Zellen der Epidermis ist eng mit dem Vorhandensein von Eisen im Körper verbunden. Daher kommt es häufig vor, dass ein Überschuss an Eisen eine unkontrollierte Melaninproduktion verursacht. Ein hoher Melaningehalt bewirkt daher eine bräunliche Färbung der Haut. Im Sommer wird es schwieriger, sich auf diese Arten von Symptomen zu verlassen, da die Bräunung durch die Sonneneinstrahlung verursacht wird.

Die Folgen einer Eisen Überdosierung können sehr schwerwiegend sein: Leberkrebs, Unfruchtbarkeit, akute Leberzirrhose und erhöhter Risikofaktor für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer. (7)

Ein Eisenüberschuss ist oft asymptomatisch. In vielen Fällen sind sich die Patienten ihres Zustandes nicht bewusst.

Es ist entscheidend, die sekundäre Hämochromatose in einem ihrer frühen Stadien zu erkennen.

Deshalb ist es hilfreich zu wissen, welche Symptome bei einem Eisenüberschuss auftreten können. Nach dem Feststellen von Symptomen einer Eisen Überdosierungist ist es wichtig, sich sofort mit dem Arzt in Verbindung zu setzen.

Bei Symptomen, die bei mehr als einem Familienmitglied auftreten, ist es sinnvoll, Familientests durchzuführen.

Welche Folgen hat eine Eisen Überdosierung während der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft muss der Eisenbedarf erheblich ansteigen, damit sowohl Mutter als auch Kind mit ausreichend Eisen versorgt sind. (8) Aus diesem Grund wird eine Eisensupplementierung während der Schwangerschaft oft empfohlen.

Eisen Überdosierung

Die Einnahme von Eisenpräparaten wird für diejenigen empfohlen, die einen zu niedrigen Eisengehalt im Blut haben. Man sollte Eisentabletten nicht überziehen, um keine Eisenüberdosierung zu riskieren. (Bildquelle: es75 / 123rf)

Dennoch leiden in den Industrieländern mehr schwangere Frauen an Störungen, die eher durch einen Eisenüberschuss als durch einen Eisenmangel verursacht werden. Um diesen Eisenbedarf zu decken, steigt sowohl die diätetische Eisenaufnahme als auch die Mobilisierung von Eisen aus den Speichern.

Dieser Mechanismus ist zu einem großen Teil von dem eisenregulierenden Hormon Hepcidin abhängig. Bei gesunden Schwangerschaften werden die mütterlichen Hepcidin-Konzentrationen im zweiten und dritten Trimester unterdrückt, wodurch eine erhöhte Zufuhr von Eisen in den Kreislauf ermöglicht wird. (9)

Eisen Überdosierung: 3 effektive Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung

Wir haben die Risiken und Folgen von einer Eisen Überdosierung untersucht. Jetzt wirst du herauszufinden, wie man einen Eisenüberschuss und die daraus resultierenden Krankheiten verhindern kann und, wenn die Hämochromatose bereits fortgeschritten ist, welche Therapien zum Einsatz kommen.

Ernährung umstellen

Eisen ist in vielen Lebensmitteln enthalten, vor allem in rotem Fleisch, Brot und Getreideprodukten. Gesunde Menschen nehmen etwa 10 Prozent des mit der Nahrung aufgenommenen Eisens auf, wobei der Darm zwischen 2 und 10 Prozent des pflanzlichen Eisens und 10 bis 35 Prozent des Eisens aus tierischen Nahrungsquellen absorbieren kann.

Menschen mit Hämochromatose nehmen zu viel Eisen auf, so dass der Körper den Eisenüberschuss nicht ausscheiden kann. Die Wahrscheinlichkeit an Gewebe- und Organschäden wird dann sehr hoch. Die folgenden Hinweise helfen, die Eisenmenge in deinem Körper regelmäßig zu halten:

Lebensmittel zu vermeiden zu aufnehmen
Fleisch Rindfleisch, Pferdefleisch, Innereien /
Eier Eigelb Eiweiß
Fisch Krustentiere, Muscheln, Sardinen, Thunfisch, Seelachs Lachsöl, Fischöl
Gemüse Grünes Blattgemüse, Spinat, Petersilie, Erbsen, Linsen, Bohnen /
Getreide Raffiniertes Getreide, raffiniertes Mehl Vollkörniges Getreide, Vollkornmehl

(10)

Um eine ausreichende Zufuhr von Eisen zu erhalten und das Krankheitsrisiko zu verringern, kann man sich gesund ernähren, indem man sowohl Obst und Gemüse als auch Vollkornprodukte zu sich nimmt und den Verzehr von Fleisch (vor allem von rotem Fleisch), Vitamin C und Alkohol einschränkt.

Es ist empfehlenswert, frische eisenhaltige Lebensmittel zu konsumieren als Nahrungsergänzungsmittel. Der Körper kann keine hohen Dosen von Eisen aufnehmen, da dies die Leber belasten würde, was auch zu Ungleichgewichten bei anderen Nährstoffen führen würde. Die übermäßige Einnahme von Eisenpräparaten ist in der Tat eine der Hauptursachen für eine Eisenüberdosierung.

Familienscreening

Sobald ein Patient mit hereditärer Hämochromatose identifiziert wurde, sollte ein Familienscreening für alle Verwandten ersten Grades empfohlen werden. Zur Vereinfachung der Gentests sollten sowohl der Genotyp (Eisenmenge-Mutationsanalyse) als auch der Phänotyp (Ferritin und Transferrinsättigung) gleichzeitig bei einem einzigen Besuch durchgeführt werden. (11)

Bei Kindern eines identifizierten Probanden wird in der Regel eine Testung des anderen Elternteils empfohlen, denn wenn die Ergebnisse normal sind, muss das Kind nicht weiter getestet werden, da kein erhöhtes Risiko einer Eisenbelastung besteht.

Eisen Überdosierung

Bluttests sind der erste Schritt zur Diagnose der Hämochromatose. Diese ist die häufigste Erkrankung bei einer Eisen Überdosierung im Blut. (Bildquelle: National Cancer Institute / Unsplash)

Patienten, die positiv auf Hämochromatose getestet wurden, sind anfälliger für Mangelerscheinungen und Krankheiten, insbesondere Lebererkrankungen. Im Falle einer genetischen Eisenüberdosierung genügt es, diese Screenings durchzuführen, um kranke Mitglieder einer Familie zu identifizieren. Anschließend kann die Behandlung durchgeführt werden.

Therapie anwenden

Wenn die Ergebnisse der Blutuntersuchungen bei einem Patienten auf das Vorhandensein von Hämochromatose hinweisen, ist es notwendig, weitere Untersuchungen durchzuführen, um zu prüfen, ob die Eisen Überdosierung Schäden an Organen und Geweben, insbesondere der Leber, verursacht hat. Diese Tests umfassen:

  • Spezifische Bluttests: Tests; um die Funktion der Leber zu beurteilen.
  • Leberbiopsie: Ist zur Überprüfung auf Leberschäden notwendig.
  • Magnetresonanz: Eine nicht-invasive Technik zur Messung des Eisengehalts der Leber. Die ist sehr wichtig, da Leberschäden eine der Hauptkomplikationen der Hämochromatose sind.

Sobald die Tests durchgeführt werden und das Vorhandensein von Hämochromatose im Körper festgestellt wird, wird eine Behandlung durchgeführt. Es gibt keine Heilungsmöglichkeit für die hereditäre Hämochromatose, aber einige Behandlungen sind möglich, um die Menge an Eisen, die sich im Körper ansammelt, zu reduzieren.
Dazu kann man einen Teil der Beschwerden lindern und das Risiko der Entwicklung von Organ- und Gewebeschäden, insbesondere an Herz, Leber und Bauchspeicheldrüse, verringern.

Phlebotomie

Die klassische Therapie zur Entfernung von überschüssigem Eisen ist einfach, gut verträglich und effektiv. Sie besteht in der Entnahme einer variablen Blutmenge (Phlebotomie) je nach Gewicht der Person, meist um die 500 Milliliter.

Zunächst wird ein- bis zweimal wöchentlich eine Phlebotomie durchgeführt, bis der Eisenspiegel und der Eisenanteil im Transferrin normalisiert sind. In weniger schweren Fällen kann die Häufigkeit alle vierzehn Tage oder monatlich sein. Danach wird in regelmäßigen Abständen eine Phlebotomie durchgeführt, um die Eisenspeicher im normalen Bereich zu halten. Das Verfahren ist ähnlich wie bei einer Blutspende.

Chelationstherapie

Auch medikamentöse Therapien, die die Ausscheidung von einer Eisen Überdosierung über den Urin erleichtern, können eingesetzt werden. Die Behandlung wird als Chelat-Therapie oder Chelationstherapie bezeichnet. Die verwendeten Medikamente werden als Chelatbildner bezeichnet.

Die Chelationstherapie wird in wenigen Fällen in Betracht gezogen, nämlich dann, wenn regelmäßige Aderlässe wegen der Schwierigkeit der häufigen Blutentnahme nicht möglich sind, zum Beispiel bei sehr dünnen und brüchigen Venen. Dein Arzt wird diese Art der Therapie gegen Eisen-Überdosierung beurteilen und empfehlen, da das Medikament nicht für die Behandlung der Hämochromatose zugelassen ist.

Es gibt noch keine umfangreichen klinischen Studien zu einer Anwendung bei dieser Art von Krankheit. Der Arzt kann es empfehlen, wenn er der Meinung ist, dass bei einem Patienten der mögliche Nutzen die Risiken überwiegt. (12)

Fazit

Überschüssiges Eisen ist ein oft unterschätzter Störfaktor, der zur Entstehung Krankheiten, Krebs und Funktionsstörungen beitragen kann. Es ist daher ratsam, deine Ernährung unter Kontrolle zu halten und die Anweisungen des Arztes zu befolgen, um eine Eisen Überdosierung zu vermeiden.

Die Schwierigkeit, die Hämochromatose zu erkennen, liegt darin, dass sich die Krankheit erst in fortgeschrittenen Stadien durch Symptome bemerkbar macht. Es ist daher notwendig, einen Arzt zu konsultieren, sobald du Symptome bemerkst, die auf eine Eisen Überdosierung im Körper zurückzuführen sind. Im Falle einer genetischen Übertragung der Hämochromatose ist es ratsam, die gesamte Familie des positiven Patienten zu testen.

Bildquelle: Baibakova/ 123rf.com

Einzelnachweise (12)

1. Muñoz M, Villar I, García-Erce JA. An update on iron physiology. World J Gastroenterol. 2009 Oct 7;15(37):4617-26. doi: 10.3748/wjg.15.4617. PMID: 19787824; PMCID: PMC2754509.
Quelle

2. Lieu PT, Heiskala M, Peterson PA, Yang Y. The roles of iron in health and disease. Mol Aspects Med. 2001 Feb-Apr;22(1-2):1-87. doi: 10.1016/s0098-2997(00)00006-6. PMID: 11207374.
Quelle

3. Hurrell RF. Bioavailability of iron. Eur J Clin Nutr. 1997 Jan;51 Suppl 1:S4-8. PMID: 9023471.
Quelle

4. Trumbo P, Yates AA, Schlicker S, Poos M. Dietary reference intakes: vitamin A, vitamin K, arsenic, boron, chromium, copper, iodine, iron, manganese, molybdenum, nickel, silicon, vanadium, and zinc. J Am Diet Assoc. 2001 Mar;101(3):294-301. doi: 10.1016/S0002-8223(01)00078-5. PMID: 11269606.
Quelle

5. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE). D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 2. Auflage (2015).
Quelle

6. McLaren GD, Muir WA, Kellermeyer RW. Iron overload disorders: natural history, pathogenesis, diagnosis, and therapy. Crit Rev Clin Lab Sci. 1983;19(3):205-66. doi: 10.3109/10408368309165764. PMID: 6373141.
Quelle

7. Chifman J, Laubenbacher R, Torti SV. A systems biology approach to iron metabolism. Adv Exp Med Biol. 2014;844:201-25. doi: 10.1007/978-1-4939-2095-2_10. PMID: 25480643; PMCID: PMC4464783.
Quelle

8. Milman N, Taylor CL, Merkel J, Brannon PM. Iron status in pregnant women and women of reproductive age in Europe. Am J Clin Nutr. 2017 Dec;106(Suppl 6):1655S-1662S. doi: 10.3945/ajcn.117.156000. Epub 2017 Oct 25. PMID: 29070543; PMCID: PMC5701710.
Quelle

9. Fisher AL, Nemeth E. Iron homeostasis during pregnancy. Am J Clin Nutr. 2017 Dec;106(Suppl 6):1567S-1574S. doi: 10.3945/ajcn.117.155812. Epub 2017 Oct 25. PMID: 29070542; PMCID: PMC5701706.
Quelle

10. Radford-Smith DE, Powell EE, Powell LW. Haemochromatosis: a clinical update for the practising physician. Intern Med J. 2018 May;48(5):509-516. doi: 10.1111/imj.13784. PMID: 29722188.
Quelle

11. Bacon BR, Adams PC, Kowdley KV, Powell LW, Tavill AS; American Association for the Study of Liver Diseases. Diagnosis and management of hemochromatosis: 2011 practice guideline by the American Association for the Study of Liver Diseases. Hepatology. 2011;54(1):328-343. doi:10.1002/hep.24330
Quelle

12. Abbaspour N, Hurrell R, Kelishadi R. Review on iron and its importance for human health. J Res Med Sci. 2014 Feb;19(2):164-74. PMID: 24778671; PMCID: PMC3999603.
Quelle

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Wissenschaftliche Studie
Muñoz M, Villar I, García-Erce JA. An update on iron physiology. World J Gastroenterol. 2009 Oct 7;15(37):4617-26. doi: 10.3748/wjg.15.4617. PMID: 19787824; PMCID: PMC2754509.
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