Histamin Intoleranz Test
Zuletzt aktualisiert: 15. April 2020

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Du hast nach dem Essen von bestimmten pflanzlichen, sowie tierischen Produkten Bauchschmerzen und fühlst dich unwohl? Du hast schon mal was von einer Histamin Intoleranz gehört und bist auf der Suche nach Möglichkeiten, um deine Vermutung anhand eines Tests zu untermauern? Dann bist du hier genau richtig.

Wir freuen uns, dass du zu unserem großen Histamin Intoleranz Test 2020 gefunden hast. Im Folgenden werden wir dir alle nötigen Informationen über den Eiweißstoff Histamin und die Pseudoallergie Histamin Intoleranz geben. Du wirst nicht nur erfahren, was Histamin in unserem Körper für Aufgaben hat, sondern auch, was bei einer Histamin Unverträglichkeit passiert und wie du diese testen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Histamin ist ein Eiweißstoff, der in unserem Körper produziert wird oder durch die Einnahme von histaminhaltigen Lebensmitteln in unseren Organismus gelangt.
  • Die Enzyme Diaminooxidase (DAO) und Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) sind für den Abbau von Histamin im Darm verantwortlich.
  • Bei einem gestörten Abbau von Histamin im Darm wird von einer sogenannten Histamin Intoleranz gesprochen. Verschiedene Tests können auf diese Histamin Unverträglichkeit hinweisen, die mit einer passenden Ernährungsumstellung behandelt werden kann.

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Histamin-Intoleranz Test

Dieser unkomplizierte Selbsttest kann dir von zu Hause aus Aufschluss darüber geben, ob du eventuell an einer Histamin Intoleranz leidest.

Mit diesem Histamin Intoleranz Test von cerascreen kann bequem von zu Hause aus getestet werden, ob man möglicherweise an einer Histamin Intoleranz leidet. Das Testkit besteht aus einer mehrseitigen, bebilderten Anleitung, welche Schritt für Schritt die Probenentnahme und den Testablauf erläutert, einer Aktivierungskarte mit Test-ID zur Registrierung, einem Desinfektionstuch, Tupfer, Pflaster, Auffangröhrchen, Transportröhrchen, sowie einem Rücksendeumschlag, mit dem die Probe kostenlos per Post an das Labor zurückgesendet werden kann. Im Anschluss erhält man einen Bericht mit Messergebnis, Hintergrundinformationen zu Histamin, Histaminintoleranz, DAO-Wert sowie individuellen Handlungsempfehlungen.

Verspürst auch du Symptome, wie Kopfschmerzen, Herzrasen, Bauchschmerzen, Blähungen, Hautausschlag und Juckreiz, so können diese Anzeichen einer Histamin Intoleranz sein. Dieser Histamin Intoleranz Selbsttest ist genau der richtige für dich, wenn du testen möchtest, ob auch bei dir eine Histamin Unverträglichkeit in Frage kommt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Histamin Intoleranz Test Kit kaufst

Um dich umfassend über das Thema Histamin Unverträglichkeit zu informieren und dich auf den neusten Stand der Wissenschaft zu bringen, haben wir dir hier alle wissenswerten Informationen in den folgenden Abschnitten zusammengefasst.

Welche Rolle hat Histamin im Körper und was passiert bei einem Histamin Überschuss?

Histamin ist ein Eiweißstoff, der von unserem Körper in den Mastzellen im Darm selbst produziert wird. In unserem Organismus hat diese biologisch aktive Substanz eine Vielzahl an Aufgaben. Sie stimuliert die Magensaftproduktion, reguliert den Blutdruck, sorgt für einen geregelten Schlafrhythmus und bringt unsere Verdauung in Schwung.

Auch durch die Aufnahme von Histamin-haltigen Lebensmitteln kann dieser Stoff in unseren Körper gelangen. Pflanzliche Lebensmittel mit diesem Eiweißstoff sind zum Beispiel Spinat und Tomaten. Bei tierischen Produkten findet man Histamin vor allen in leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fisch, aber auch Lebensmittel, wie Käse, die durch Fermentation gewonnen werden.

Histamin Intoleranz Test-1

Histamin ist von Eiern über Käse bis hin zu Fleisch in einer ganzen Reihe von Lebensmitteln enthalten.
(Bildquelle: monicare / pixabay.com)

Normalerweise wird Histamin von speziellen Enzymen im Darm reguliert und abgebaut. Dabei agieren in unserem Körper zwei Histamin-abbauende Enzyme.

Das Abbauenzym Diaminooxidase (DAO) wird von den Darmschleimhautzellen produziert und baut freies Histamin ab, welches sich im Darm, Gewebe und Blut befindet.
Das zweite Enzym, Histamin-N-Methyltransferase (HNMT) hingegen baut Histamin ab, welches sich in den Zellen der Leber, Niere, Bronchialschleimhaut, sowie im Zentralnervensystem befindet. (1)

Bei manchen Leuten führt zu viel Histamin jedoch zu einer allergischen Reaktion, da es nicht ausreichend vom Körper abgebaut werden kann. Dabei spricht man von einer Histamin Unverträglichkeit, welche als Nahrungsunverträglichkeit eingestuft wird (2). Ursachen für die sogenannte Histamin Intoleranz sind:

  • Mangelhafte oder verminderte Aktivität der abbauenden Enzyme
  • Erhöhte Aufnahme von Histamin über Lebensmittel

Mittlerweile gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit denen du herausfinden kannst, ob auch du von einer Histamin Intoleranz betroffen bist. Dazu zählen Histamin Intoleranz Selbsttests, sowie Untersuchungen, die beim Arzt durchgeführt werden.

Was sind Indizien für eine Histamin Intoleranz?

Histamin-empfindliche Menschen reagieren bereits bei einer geringen Menge an Histamin. Die Beschwerden betreffen häufig den Magen-Darm-Trakt, können sich aber auch auf der Haut oder in Gemütsschwankungen zeigen. Ein einheitliches Symptom, welches alle Patienten auf die selbe Art und Weise trifft, gibt es bei einer vorliegenden Histamin Intoleranz jedoch nicht.

Eine wissenschaftliche Studie belegt außerdem, dass Patienten zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Symptome verspüren, wodurch genaue Symptome für die Histamin Intoleranz nicht festgelegt werden können. (3)

Einige Symptome, die bei diesem Missverhältnis zwischen der Menge an zugeführtem Histamin und jener, die durch die Enzyme abgebaut werden kann, auftreten können, sind:

  • im Magen-Darm-Trakt: Blähungen, Schmerzen, Durchfall, Verstopfung
  • auf der Haut: Juckreiz, Ausschlage, Rötung
  • an den Atemwegen: verstopfte Nase, Fließschnupfen
  • am Herz-Kreislauf-System: Blutdruckschwankungen, Herzrhythmusstörungen, erhöhter Puls
  • Weitere: Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Müdigkeit
Histamin Intoleranz Test-2

Wird zu viel Histamin über die Nahrung in den Körper aufgenommen, so machen sich die ersten Symptome einer Histamin Intoleranz im Verdauungssystem bemerkbar. Dazu zählen Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, sowie Verstopfung.
(Bildquelle: mohamed_hassan / pixabay.com)

Was unterscheidet die Histamin Intoleranz von einer Allergie?

In vielen Fällen wird die Histamin Intoleranz mit einer sogenannten Allergie verwechselt. Doch da die Histamin Intoleranz zu den sogenannten Pseudoallergien gehört, lässt sie sich von einer typischen Allergie durchaus unterscheiden.

In der folgenden Tabelle erfährst du was die Unterschiede zwischen einer Pseudoallergie bzw. Intoleranz und einer Allergie sind. (4)

Intoleranz Allergie
Immunsystem ist unbeteiligt Immunsystem reagiert
Reaktion meist erst nach einigen Stunden Sofortige allergische Reaktion
Körper hat zu wenig Enzyme, um Stoff abzubauen Körper bildet Antikörper gegen Fremdstoff
Reaktion durch große Menge des Stoffes ausgelöst Bereits kleinste Mengen führen zu Reaktion
Symptome: Durchfall, Bauchschmerzen und Blähungen Symptome: Jucken, Brennen bis hin zu allergischem Schock
Unangenehm und lebenseinschränkend Lebensbedrohlich

Wie hoch sollte der Histamin Wert im Blut sein?

Der Histaminspiegel im Blut kann von einem Arzt gemessen werden. In der folgenden Übersicht kannst du die Normalwerte erkennen, welche vom Alter und Geschlecht der Patientinnen und Patienten abhängen.(5)

Referenzbereich Normalwert
Frauen bis 18 Jahre weniger als 1 ng/ml
Männer bis 18 Jahre weniger als 1 ng/ml
Frauen über 18 Jahre weniger als 1 ng/ml
Männer über 18 Jahre weniger als 1 ng/ml

Beachte, dass du diese angeführten Referenzwerte nicht für eine Eigeninterpretation des Laborbefundes verwenden solltest. Wende dich für eine genauere Auskunft an deinen behandelnden Arzt.

Welche Risikogruppen gibt es?

Zur Risikogruppe einer Histamin Intoleranz zählen vor allem Frauen mittleren Alters. Weshalb das so ist, ist noch ungeklärt.

Auch Vorerkrankungen spielen eine extrem wichtige Rolle bei einer Histamin Unverträglichkeit. Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, sowie Leberzirrhose oder chronisches Nierenversagen werden oft von einer Histaminintoleranz begleitet und machen Betroffene zu Risikopatienten.

Es wird auch vermutet, dass eine Histamin Intoleranz genetisch bedingt sein kann. Ob dem so ist, wird zurzeit noch erforscht und ist daher nicht hinreichend wissenschaftlich bestätigt.

Histaminspiegel selbst messen: Worauf du bei Selbsttests achten solltest

Verspürst auch du nach dem Essen oft Bauchschmerzen, Übelkeit oder Durchfall, so kann es sein, dass du von der Histamin Intoleranz betroffen bist. Im folgenden Abschnitt gehen wir auf wichtige Informationen ein, die du beachten solltest, wenn du herausfinden willst, ob auch du an dieser Pseudoallergie leidest.

Für wen ist ein Histamin Intoleranz Test sinnvoll?

Solltest du nach dem Verzehr gewisser Lebensmittel Beschwerden verspüren, so könnte es auf eine Histamin Unverträglichkeit hindeuten. Oft werden die bereits weiter oben genannten Symptome mit jenen anderer Krankheiten in Verbindung gebracht, was die Diagnose ziemlich erschwert.

Mittlerweile wirst du bei genauerer Recherche schon bald auf eine mögliche Histamin Intoleranz aufmerksam gemacht. Bereits die Vermutung auf eine Histamin Unverträglichkeit ist der erste Schritt, um an eine genauere Diagnose zu gelangen. Anhand eines sogenannten Histamin Intoleranz Selbsttests kannst du bereits zu Hause herausfinden, ob deine Symptome dem Krankheitsbild einer Histaminunverträglichkeit entsprechen.

Wie kann ich meinen Histamin Spiegel messen?

Anhand eines eben genannten Histamin Intoleranz Selbsttests kannst du herausfinden, wie Histamin in deinem Körper abgebaut wird. Dabei wird anhand eines Blutstropfens aus deiner Fingerkuppe analysiert, wie groß der Anteil des Histamin-abbauenden Enzyms DAO in deinem Blut vorhanden ist. Dieser Wert deutet unter anderem darauf hin wie der Histamingehalt in deinem Körper ist.

Die folgenden Schritte zeigen dir, wie du bei einem solchen Test vorgehen musst, um dir selbst ein wenig Blut abzunehmen:

  1. Vorbereitung: Halte die Hand unter warmes Wasser und mache anschließen große Bewegungen mit deinem Arm, um den Blutfluss anzuregen.
  2. Desinfektion: Um dich vor Krankheitserregern zu schützen, desinfiziere den ausgewählten Finger. Für die Auswertung ist irrelevant, welchen Finger du wählst.
  3. Einstich: Steche nun mit der mitgelieferten Lanzette in deinen Finger. Das Blut wird nun tröpfchenweise an der kleinen Einstichstelle entnommen.
  4. Blutabnahme: Massiere mit der anderen Hand deinen Finger, um den Blutfluss weiterhin anzuregen. Der Behälter sollte bis zum aufgedruckten Strich gefüllt sein.

Zur genaueren Analyse wird diese Probe in ein spezielles Labor geschickt und bereits nach wenigen Tagen bekommst du dein Ergebnis.

Beachte, dass eine aussagekräftiges Ergebnis bei einem solchen Selbsttest nur dann erhalten werden kann, wenn du auch im Vorfeld eine abwechslungsreiche Ernährung beibehältst.

Legst du Wert auf persönliche Betreuung in medizinischen Angelegenheiten wie diesen, so kannst du dich auch an einen Arzt wenden.

Wie aussagekräftig sind die Ergebnisse eines Histamin Bluttests?

Wie bereits erwähnt, bekommst du bereits nach wenigen Tagen das Laborergebnis für deinen Histamin Intoleranz Selbsttest zugeschickt. Dabei erhältst du ein Dokument mit allen Messwerten, sowie weiteren Informationen und nächsten Schritten zurück.

Solche Selbsttests mögen auf den ersten Blick nicht ganz seriös wirken. Dennoch kann dieser simple Selbsttest für Histamin Intoleranz zu Hause Klarheit darüber schaffen, ob Histamin verantwortlich für deine täglichen Beschwerden nach dem Essen ist.

Wo kann ich den Histaminspiegel sonst noch messen lassen?

Setzt du in medizinischen Angelegenheiten auf persönliche Beratung, so kannst du deinen Histaminspiegel auch direkt bei einem Arzt messen lassen. Ob eine Histamin Intoleranz vorliegt, kann laut einer wissenschaftlichen Studie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie und weiteren Forschern (6), folgendermaßen von einem Arzt getestet werden:

  • Bluttest
  • Histamin-50-Pricktest
  • Stuhlanalyse
  • Urinanalyse

Im folgenden Abschnitt erklären wir dir, wie bei den oben genannten Optionen eine eventuelle Histamin Intoleranz annähernd diagnostiziert wird.

Bluttest

Die wohl bekannteste Methode, um Histamin oder das Enzym DAO im Körper nachzuweisen ist ein Bluttest. Dabei wird dir vom Arzt Blut entnommen und ins Labor eingeschickt. Dieses wird dann entweder auf den Histamingehalt oder DAO-Spiegel in deinem Blut getestet. Ein erhöhter Histaminspiegel und ein tiefer DAO-Spiegel deuten auf eine Histaminintoleranz hin.

Histamin Intoleranz Test-3

Zur Diagnostik einer Histamin Intoleranz wird meist ein Bluttest durchgeführt. Dabei wird in speziellen Labors Analyse zum Histamin- und DAO-Gehalt im Blut analysiert.
(Bildquelle: Edward Jenner / pexels.com)

Histamin-50-Pricktest

Der Histamin-50-Pricktest gilt als Schnelltest für eine Histamin Intoleranz. Dabei gibt der Arzt einen Tropfen Histaminlösung auf deine Haut und piekst mit einer kleinen Nadel an dieser Stelle in die Haut. Auf diese Weise gelangt das Histamin unter die Haut, wo es eine Hautreaktion auslöst.

Entsteht innerhalb von 50 Minuten ein Quaddel, der juckt und sich auch vergrößert hat, so ist es durchaus möglich, dass du an einer Histamin Intoleranz leidest. Allerdings muss das Ergebnis dieser Methode eher kritisch gesehen werden, da es keine Aussage darüber gibt, ob eine DAO-Abbaustörung vorliegt.

Stuhlanalyse

Auch im Stuhl kann ein erhöhter Histaminspiegel nachgewiesen werden. Dies kann verschiedene Ursachen haben. Ist in deinem Darm zu wenig DAO, so kann Histamin nicht abgebaut werden und wird daher über den Darm wieder ausgeschieden.

Ernährst du dich mit vielen histaminhaltigen Lebensmitteln oder kommt es bei der Zersetzung des Nahrungsbreis in deinem Verdauungstrakt zur Bildung von biogenen Eiweißstoffen, kann auch dies ein Indiz von erhöhtem Histamin in deinem Körper sein. Auch diese Methode wird kritisch gesehen.

Urinanalyse

Selbst Urin kann auf eine mögliche Histamin Intoleranz hindeuten. Das histamin abbauende Enzym HNMT bildet nämlich beim Abbau von Histamin Methylhistamin, welches über den Urin ausgeschieden wird. Befindet sich somit viel Methylhistamin im Urin, kann es sein, dass ein Überschuss an Histamin im Körper vorliegt. Isoliert betrachtet kann aber anhand dieser Messung nicht genau festgelegt werden, ob eine HIT vorliegt oder nicht.

Aus der Studie geht hervor, dass die Bestimmung des Histamin Spiegels nur auf eine Histamin Intoleranz hindeutet, aber nicht zu 100 % bestätigt.

Der Histamin Gehalt im Körper unterliegt nämlich ständigen Schwankungen und hängt auch davon ab, was du vor dem Test gegessen hast. Des Weiteren beeinflussen auch Umweltfaktoren den Histaminspiegel.

Wird durch einen solchen Test die Vermutung auf eine Histamin Unverträglichkeit untermauert, so ist es am besten als Nächstes ein Ernährungstagebuch zu führen, in dem du pro Lebensmittel beziehungsweise Gericht aufschreibst, welche Symptome auftreten.

Was kann ich tun, wenn das Testergebnis nicht gut ausfällt?

Untermauert ein durchgeführter Test die Vermutung auf eine Histaminintoleranz, so wird dir empfohlen diese durch eine Ernährungsumstellung zu behandeln. Laut Leitlinie zum Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin (7) soll diese Ernährungsumstellung in folgenden Schritten erfolgen:

  1. Phase (10 bis 14 Tage) – Beschränkung: Setze in dieser Zeit auf histaminarme Kost. Führe gleichzeitig ein Ernährungs- und Symptomtagebuch.
  2. Phase (bis zu 6 Wochen) – Testphase: Führe verdächtige Lebensmittel wieder in deinen Speiseplan ein und achte, wie du auf Histamin-haltige Lebensmittel reagierst.
  3. Phase – Dauerernährung: Ernähre dich weiterhin von Histamin-armen Lebensmitteln und vermeide jene auf die du in der Testphase reagiert hast. Dies wird deine Beschwerden lindern.

Eine Ernährungsberatung kann dir helfen herauszufinden, auf welche Histamin-reiche Lebensmittel du künftig verzichten solltest.

Welche Lebensmittel sollte ich bei einer Histamin Intoleranz meiden?

Lebensmittel, die du während deiner Ernährungsumstellung auf Histamin-arme Lebensmittel vermeiden solltest sind:

Art Beispiel
Länger gelagerte Lebensmittel Rotwein, Champagner, Sauerkraut, Fisch (Thunfisch, Makrele), Wurst und (lange gereifter) Käse
Lebensmittel, die Histamin-abbauende Enzyme hemmen schwarzer Tee, Mate-Tee, Farbstoffe, Alkohol
Histaminliberatoren Zitrusfrüchte, Nüsse, Weizenkeime, Alkohol

Fazit

Histamin Intoleranz ist eine unangenehme Nahrungsunverträglichkeit, die nur wage diagnostiziert werden kann. Nach der Durchführung von verschiedenen Tests kann sie bei bestätigter Vermutung jedoch gut  behandelt werden. In der Regel ist der Weg zur Besserung eine Ernährungsumstellung: weg von einer Histamin-reichen und hin zu einer Histamin-armen Ernährung.

Glücklicherweise gibt es mittlerweile auch den Histamin Intoleranz Selbsttest, den du bequem von zu Hause aus durchführen kannst. Er liefert dir ein erstes zuverlässiges Ergebnis. Danach kannst du immer noch auf die genauere Meinung eines Arztes zurückgreifen und dich bei einem positiven Testergebnis von einem Ernährungsberater über die künftige Ernährungsumstellung beraten lassen.

Bildquelle: Udra/ 123rf.com

Einzelnachweise (7)

1. Müller, Sven-David ; Weißenberger, Christiane: Ernährungsratgeber Histamin-Intoleranz : Genießen erlaubt!. München: Schlütersche, 2015.
Quelle

2. Maintz L., Novak N: Die verschiedenen Gesichter der Histaminintoleranz, Deutsches Ärzteblatt 2006; 103/51: 3477-3483
Quelle

3. Komericki, P., Klein, G., Reider, N. et al. Histamine intolerance: lack of reproducibility of single symptoms by oral provocation with histamine: A randomised, double-blind, placebo-controlled cross-over study. Wien Klin Wochenschr 123, 15–20 (2011). https://doi.org/10.1007/s00508-010-1506-y
Quelle

4. Medizinische Universität Wien, "Was ist der Unterschied zwischen einer Allergie und einer Intoleranz?", unter: https://www.meduniwien.ac.at/hp/nahrungsmittelallergie/nahrungsmittelallergie/was-ist-der-unterschied-zwischen-einer-allergie-und-einer-intoleranz/
Quelle

5. Öffentliches Gesundheitsportal Österreich, " Histamin (HISTA) - Referenzwerte", unter: https://www.gesundheit.gv.at/labor/laborwerte/allergie/histamin-hista
Quelle

6. Reese, Imke et al.,Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin, Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA), des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA) und der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI), Allergo Journal (2012), Nr. 1
Quelle

7. Reese, Imke et al.,Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin, Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA), des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA) und der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI), Allergo Journal (2012), Nr. 1
Quelle

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Antje ist eine Ernährungsmedizinerin. Sie forscht hauptsächlich in den Bereichen Ernährung, Prävention und Leistungssteigerung. Bereits vielen Menschen konnte sie mit ihrer Expertise und ihrem Fachwissen weiterhelfen. Gerne verfasst sie wissenschaftliche Artikel Online in Magazinen.
Buch
Müller, Sven-David ; Weißenberger, Christiane: Ernährungsratgeber Histamin-Intoleranz : Genießen erlaubt!. München: Schlütersche, 2015.
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Wissenschaftlicher Artikel
Maintz L., Novak N: Die verschiedenen Gesichter der Histaminintoleranz, Deutsches Ärzteblatt 2006; 103/51: 3477-3483
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Wissenschaftliche Studie
Komericki, P., Klein, G., Reider, N. et al. Histamine intolerance: lack of reproducibility of single symptoms by oral provocation with histamine: A randomised, double-blind, placebo-controlled cross-over study. Wien Klin Wochenschr 123, 15–20 (2011). https://doi.org/10.1007/s00508-010-1506-y
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Wissenschaftliche Webseite
Medizinische Universität Wien, "Was ist der Unterschied zwischen einer Allergie und einer Intoleranz?", unter: https://www.meduniwien.ac.at/hp/nahrungsmittelallergie/nahrungsmittelallergie/was-ist-der-unterschied-zwischen-einer-allergie-und-einer-intoleranz/
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Wissenschaftliche Webseite
Öffentliches Gesundheitsportal Österreich, " Histamin (HISTA) - Referenzwerte", unter: https://www.gesundheit.gv.at/labor/laborwerte/allergie/histamin-hista
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Wissenschaftliche Studie
Reese, Imke et al.,Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin, Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA), des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA) und der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI), Allergo Journal (2012), Nr. 1
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Wissenschaftliche Studie
Reese, Imke et al.,Vorgehen bei Verdacht auf Unverträglichkeit gegenüber oral aufgenommenem Histamin, Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA), des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen (AeDA) und der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie (SGAI), Allergo Journal (2012), Nr. 1
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