Kindervitamine
Zuletzt aktualisiert: 28. September 2020

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Damit Kinder sich optimal entwickeln können, benötigen sie ausreichend Vitamine. Diese erhalten sie in der Regel über die Nahrung. Doch wenn Kinder krank sind oder keine ausgewogene Ernährung erhalten, können Mangelerscheinungen auftreten. Hierbei empfehlen sich oftmals Nahrungsergänzungsmittel. Diese gibt es in unzähligen Formen – Tabletten, Saft und Sirup, Sprays, Globuli, Pulver, Kautabletten, Fruchtgummis und Tropfen sind nur einige davon.

Unser grosser Kindervitamine Vergleich 2020 soll dir aufzeigen, was für Vitamine für Kinder wichtig sind und was deren respektive Wirkung ist. Ausserdem erfährst du hier, in welchem Alter Kindervitamine zulässig sind und welche Kriterien du beim Kauf beachten solltest. Wir hoffen, dass dir diese Informationen bei der Entscheidung behilflich sind.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Kindervitaminen handelt es sich um Vitamine, die Kindern zusätzlich zur Nahrung verabreicht werden.
  • Kindervitamine gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen. Die häufigsten sind Kautabletten, Säfte beziehungsweise Sirupe, Fruchtgummis und Tropfen.
  • Gesunde Kinder benötigen in der Regel keine Kindervitamine, insofern sie keinen Mangel beziehungsweise ein Mangelrisiko aufweisen. Bei Säuglingen ist jedoch die Verabreichung von Vitamin D und K zu empfehlen.

Kindervitamine Test: Favoriten der Redaktion

Die besten Vitamin Kautabletten für Kleinkinder

Die Multivitamin Kinderkautabletten von FürstenMed Junior sind vegan, frei von Gentechnik, glutenfrei und enthalten weder Geschmacksverstärker noch Farbstoffe oder Konservierungsmittel. Zudem werden sie in Deutschland hergestellt und sind spezifisch für Kinder entwickelt. Enthaltene Nährstoffe sind die Vitamine C, E, A, B1, B2, B6, B12 sowie Niacin, Folsäure und Biotin. Daneben ist das Spurenelement Zink enthalten. Bei einer täglichen Einnahme hält 1 Packung 2 Monate.

Wenn dein Kind Probleme damit hat, Tabletten zu schlucken, sind die Multivitamin FürstenMed Junior Kautabletten ideal. Dein Kind braucht bei der Einnahme nämlich nur zu kauen. Der Erdbeergeschmack sollte ausserdem den meisten Kindern schmecken. Die Dosis der Vitamine ist mit Ausnahme der 113% Vitamin C zudem nicht überdosiert und reicht von 40% bis 72%. Das ist ideal, um deinem Kind mit einigen wichtige Nährstoffen unter die Arme zu greifen.

Der beste Vitamin Saft für Kleinkinder

Der 460ml Sanostol Multivitamin Sirup beinhält 9 Vitamine: Niacin, Pantothensäure sowie die Vitamine A, D, E, C, B1, B2 und B6. Die Altersempfehlung liegt bei 3 Jahren; der Sirup kann allerdings auch von Jugendlichen und Erwachsenen eingenommen werden. Dank des mitgelieferten Messlöffels lässt sich die Menge gut dosieren. Der Sirup ist ausserdem auch ohne Zuckerzusatz erhältlich.

Wenn es schnell gehen soll oder wenn dein Kind wählerisch ist bezüglich Essen, eignet sich dieser Sirup für sich. Dank des Messlöffels ist die Einnahme für Kinder äusserst einfach und zudem zügig. Die empfohlene Einnahme von 10ml pro Tag ist ausserdem eine optimale Ergänzung zur Ernährung deines Kindes. Dies vor allem im Winter oder wenn dein Kind nicht viel Gemüse und Früchte essen mag. Bei weniger Bedarf kann die Menge einfach reduziert werden.

Die besten Vitamin Fruchtgummis für Kleinkinder

Die Nature Rocket Multivitamin Softgums schmecken nach Mango und enthalten 11 Nährstoffe: die Vitamine A, E, K, B6, B12, C, Biotin, Folsäure und Niacin. Des Weiteren gehören Jod und Zink zu den Inhaltsstoffen. Die Fruchtgummis eignen sich für Kinder ab 4 Jahren und halten 1 bis 2 Monate. Sie sind ebenfalls für Erwachsene geeignet.

Ernährst du dein Kind vegan oder glutenfrei, eignen sich die Nature Rocket Mutivitamin Softgums optimal für dich. Sie sind nämlich vegan, glutenfrei und frei von Gentechnick sind. Der süsse Mangogeschmack macht sie zudem zu einer Süssigkeit, die vielen Kindern schmecken wird. Ein Fruchtgummi täglich stellt – mit Ausnahme der 25% Vitamin A – die Versorgung der beinhalteten Vitamine zu 50% sicher. Wenn dein Kind nicht viel essen mag oder krank ist, können auch 2 Fruchtgummis eingenommen werden.

Die besten Vitamin Tropfen für Säuglinge

Carson Lab Baby’s Super Daily D3 enthält 365 Tropfen mit jeweils einer Einheit von 400 IE. Das Glasfläschchen ist mit seinem 10ml Fassvermögen äusserst handlich und kann einfach mitgenommen werden. Das Vitamin D ist mit Palm- und Kokosöl vermengt. Zwar enthält das Fläschchen keine Pipette, der Inhalt ist jedoch aufgrund der Langsamen Tropfgeschwindigkeit sehr gut zu dosieren.

Wenn du nach einem Vitamin D Ergänzungsmittel für dein Neugeborenes suchst, eignen sich die Carlson Lab Baby’s Super Daily D3 ideal für dich. Denn sie enthalten mit einer Einheit von 400 IE pro Tropfen die empfohlene Tagesdosis für das erste Lebensjahr. Darüber hinaus verfügt das Glasfläschchen über eine Jahresration – das Produkt muss bei einem Baby also lediglich einmal gekauft werden. Ausserdem sollte die Einnahme aufgrund der Tropfenform kein Problem für Säuglinge darstellen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Kindervitamine kaufst

Was sind Kindervitamine?

Kindervitamine bezeichnen Nahrungsergänzungsmittel für Kinder. Dabei handelt es sich um dieselben Vitamine, welche auch Erwachsene zu sich nehmen sollten. Dies sind also (1, 2):

Fettlösende Vitamine 

  • Vitamin A (Retinol)
  • Vitamin D (Cholecalciferol)
  • Vitamin E (Tocopherol)
  • Vitamin K (Phyllochinon)

Wasserlösliche Vitamine

  • Vitamin C (Ascorbinsäure)
  • Vitamine B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin), B6 (Pyridoxin), B12 (Cobalamin)
  • Biotin (B7)
  • Folsäure (Folat, B9)
  • Niacin (B3)
  • Pantothensäure (B5)

Wasserlösliche Vitamine werden mit Ausnahme von B12 nicht vom Körper gespeichert – sie müssen also täglich eingeführt werden (2). Fettlösende Vitamine werden hingegen vom Körper verwendet, wenn sie gebraucht werden – zu diesem Zweck werden sie gespeichert (2).

Wie wichtig sind Vitamine für Kinder?

Vitamine sind für Kinder genauso wichtig wie für Erwachsene. Sie sind essentiell für den menschlichen Körper und sorgen dafür, dass dieser so funktioniert, wie er soll. Im Normalfall können alle vom Körper benötigten Vitamine mit der Nahrung aufgenommen werden (3).

Kindervitamine-1

Die Mehrheit der Kinder in Deutschland verzehrt nicht genügend Gemüse und Obst.
(Bildquelle: pexels.com / Snapwire)

Die erste Welle der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen von 2013 ergab, dass lediglich 12,2 % der 3- bis 17-jährigen Mädchen, und 9,4% der gleichaltrigen Buben genügend Obst und Gemüse pro Tag zu sich nehmen (4). Dabei sind gerade Obst und Gemüse essentielle Vitaminlieferanten (5). Der Vitaminbedarf wichtiger Vitamine für Kinder wird in der nachfolgenden Tabelle kurz erfasst (1, 6).

Vitamin Nährstoffbedarf 4 – 11 Monate Nährstoffbedarf 1 – 3 Jahre Nährstoffbedarf 4 – 6 Jahre
Vitamin A 350 µg 400 µg 500 µg
Vitamin B1 200 – 300 µg 500 µg 700 µg
Vitamin B2 400 µg 600 µg 800 µg
Vitamin B6 300 – 400 µg 700 µg 700 µg
Vitamin B12 0,4 µg 0,5 µg 1 µg
Biotin 5 µg  8 µg 12 µg
Vitamin C 25 mg 30 mg 30 mg
Vitamin D 280 IE 280 IE 600 IE
Vitamin E 4 mg 4 mg 7 mg
Folsäure 50 µg 150 µg 200 µg
Vitamin K 10 µg 10 µg 10 µg
Niacin 4-5 mg 8 mg 8 mg
Pantothensäure 1,7 mg 1,7 mg 3 mg

Wann und ab welchem Alter sind Vitamine für Kinder sinnvoll?

Vitamine haben viele wichtige Funktionen für den Körper. Welche dies jeweils sind erfährst du in der nachstehenden Tabelle (7):

Vitamin Funktion
Vitamin A Gesundheit von Augen, Haar und Schleimhaut
Vitamin B1 Energiegewinnung. Funktion des Nervensystems
Vitamin B2 Schutz von Nägeln, Haut und Augen. Körperwachstum
Vitamin B6 Eiweissverdauung und Entgiftung
Vitamin B12 Bildet rote Blutkörperchen und Zellkerne
Biotin Schutz von Haar und Haut. Unterstützung gewisser Stoffwechselvorgänge
Vitamin C Wundheilung und Immunsystem
Vitamin D Starke Knochen und Zähne durch die Verwaltung des Phosphat- und Kalziumhaushalts
Vitamin E Entzündungshemmung, Stärkung des Immunsystems. Wirkt dem Abbau der Vitamine A und D entgegen
Folsäure Blutbildung. Entwicklungs- sowie Wachstumsprozesse
Vitamin K Blutgerinnung
Niacin Auf- sowie Abbau von Eiweiss, Fett und Kohlenhydraten
Pantothensäure Schutz der Schleimhaut sowie Eiweiss-, Kohlenhydrat- und Fettabbau

Säuglingen wird in den Tagen nach der Geburt häufig Vitamin K gegeben, da sie dieses im Mutterleib und durch die Muttermilch nur spärlich erhalten (8). Zudem sollten ihnen zusätzliches Vitamin D zugeführt werden, da dieses vor allem mittels Sonnenlicht eingenommen wird (9, 10).

Säuglinge erhalten in der Regel die Vitamine K und D.

Gesunde Kinder können wie bereits erwähnt alle notwendigen Vitamine über die Nahrung einnehmen. Bei der veganen Verkostung sollte eine Einnahme von B12 stattfinden.

Wie kann der Vitamin-Spiegel bei Kindern gemessen werden?

Der Vitamin-Spiegel kann je nach Vitamin im Blut, im Serum oder im Urin nachgewiesen werden. Dafür ist ein Labortest notwendig. Inzwischen gibt es auch Heimtests für bestimmte Vitamine; deren Deutung ist jedoch mit Vorsicht zu geniessen (11).

Oben haben wir bereits erwähnt, was für Vitaminwerte Kinder haben sollten. Sind die Vitaminwerte jedoch zu hoch, kann dies Konsequenzen nach sich ziehen. Zwar werden überschüssige wasserlösliche Vitamine wie etwa Vitamin C vom Körper wieder ausgeschwemmt (2). Allerdings kann eine Überdosierung zu Durchfall, Erbrechen, Leberschäden und weiteren Nebenwirkungen führen (12). Näheres dazu erfährst du weiter unten.

Nicht nur ein Vitaminmangel, sondern auch eine Überdosierung führt zu Nebenwirkungen.

Sind die Werte hingegen zu niedrig, treten Mangelerscheinungen wie etwa Sehstörungen oder geschwächte Abwehrkräfte auf (12).

Was kosten Kindervitamine?

Die Kosten für Kindervitamine gehen sehr weit auseinander. Dabei spielen viele Einflüsse wie etwa die Anzahl Vitamine oder die Packungsgrösse eine Rolle. Die nachfolgende Tabelle sollte also nicht als Richtlinie, sondern eher als Tendenz verstanden werden.

Darreichungsform Preis / ml bzw. Stück
Kautabletten 1 – 60 € / 15 – 180 Stk.
Saft / Sirup 5 – 25 € / 30 – 500 ml
Fruchtgummies 5 – 20 € / 60 – 100 Stk.
Tropfen 20 – 30 € / 10 – 50 ml

Welche Nebenwirkungen kann die Einnahme von Kindervitaminen mit sich bringen?

Die Einnahme von Kindervitaminen kann zu einer sogenannten Hypervitaminose führen – einer Überdosierung von Vitaminen (12). Dies hat je nach Vitamin unterschiedliche Nebenwirkungen zur Folge und kann sogar zum Tod führen. Im Nachfolgenden stellen wir dir die möglichen Symptome einer Überdosierung für die jeweiligen Vitamine vor (12).

Vitamin Symptome bei Überdosierung
Vitamin A Erbrechen, Durchfall, Müdigkeit, Leberprobleme, Haarausfall, Schwindel, Juckreiz, Sehstörungen
Vitamin B1 Kopfschmerzen, Atemnot, Magenprobleme, Schweissausbrüche
Vitamin B2 Unbekannt
Vitamin B6 Neurologische Störungen
Vitamin B12 Allergische Überreaktion, Akne
Biotin Unbekannt
Vitamin C Durchfall, Erbrechen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen
Vitamin D Nierenprobleme aufgrund von zu viel Kalzium im Blut (Hyperkalzämie)
Vitamin E Verdauungsstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, erhöhte Blutungsneigung
Folsäure Mögliches Herabsetzen der Wirkung von Medikamenten
Vitamin K Erbrechen, Thrombose, Auflösung der roten Blutkörperchen
Niacin Kopfschmerzen, Übelkeit, Blutdruckabfall, Gefässerweiterung, Schwindel
Pantothensäure Unbekannt

Diese Nebenwirkungen treten in der Regel nur durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ein. Eine Überdosierung von Vitaminen durch die herkömmliche Nahrung ist praktisch unmöglich (5).

Welche Alternativen gibt es zu Kindervitaminen?

Die beste Alternative zur Einnahme von Vitaminpräparaten ist eine ausgewogene Ernährung (5). Die Verabreichung von Kindervitaminen wird noch immer diskutiert. Grundsätzlich kann jedoch gesagt werden, dass Kinder nur zusätzliche Vitamine einnehmen sollten, wenn sie einen nachgewiesenen Mangel aufweisen oder anfällig dafür sind.

Entscheidung: Welche Arten von Kindervitaminen gibt es und welche sind die richtigen für mein Kind?

Kindervitamine gibt es in vielen unterschiedlichen Formen. Hier möchten wir dir die häufigsten vorstellen:

  • Kautabletten
  • Saft bzw. Sirup
  • Fruchtgummis
  • Tropfen

Worum handelt es sich bei Kindervitaminen in Kautablettenform und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Kautabletten werden, wie ihr Name vermuten lässt, nicht etwa geschluckt, sondern im Mund zerkaut. Dies ist vor allem für Kinder von Vorteil, da diese oftmals Probleme beim Schlucken von Tabletten haben. Des Weiteren weisen Kautabletten für Kinder häufig unterschiedliche Geschmacksrichtungen auf.

Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Tabletten deinem Kind schmecken und sie somit ohne grossen Widerstand konsumiert werden. Ausserdem ist kein Wasser zur Einnahme nötig; Kautabletten können also auch gut unterwegs eingenommen werden.

Ein Nachteil vieler Kautabletten ist allerdings, dass sie eine nicht zu vernachlässigende Menge an Zusatzstoffen beinhalten. Meist sind nämlich mehr Füllstoffe in den Tabletten als Vitamine. Ausserdem sind Kautabletten erst ab einem Alter von 4 Jahren geeignet. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Vitamin Kautabletten oftmals zu hoch dosiert sind und dadurch bei längerem Verzehr zu Nebenwirkungen führen können.

Vorteile
  • Kein Schlucken notwendig
  • Viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen
  • Kein Wasser nötig
Nachteile
  • Grosse Menge Füllstoff
  • Erst ab einem Alter von 4 Jahren geeignet
  • Häufig überdosiert

Worum handelt es sich bei Kindervitamin Saft und was sind seine Vor- und Nachteile?

Kindervitamine sind auch als Saft oder Sirup erhältlich. Das Empfehlungsalter liegt hier bei circa 3 bis 4 Jahren. Die Säfte sind in der Regel nicht sehr lange haltbar – meist wird 1 Monat nach Anbruch als maximales Haltbarkeitsdatum angegeben. Daher sollte der Saft auch im Kühlschrank gelagert werden.

Ein weiterer Nachteil bei Säften ist, dass die meisten sehr viel Zucker enthalten. Ausserdem wird oftmals angegeben, dass sie mit Wasser verdünnt werden sollten. Somit ist eine Einnahme unterwegs schwieriger.

Andererseits wird die Einnahme der Säfte wenig Schwierigkeiten für Kinder bereiten, da sie oftmals einen guten Geschmack aufweisen. Zudem entspricht die Dosierung in der Regel den Vorgaben des täglichen Nutritional Reference Value (NRV).

Vorteile
  • Einfache Einnahme
  • Oftmals guter Geschmack
  • Gute Dosierung
Nachteile
  • Nicht sehr lange haltbar
  • Zuckerfalle
  • Sollte oftmals mit Wasser verdünnt werden

Worum handelt es sich bei Kindervitamin Fruchtgummis und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Bei Fruchtgummis werden die Vitamine in die Softgums hineingegeben. Dies hat zum Vorteil, dass sich die Einnahme von Vitaminen für die Kinder gleich dem Verspeisen einer Süssigkeit verhält. Zudem haben die Fruchtgummis oftmals die ansprechende Form von Bären. In der Regel überschreitet die Dosierung der Vitamine auch nicht den täglichen Empfehlungswert. Die Fruchtgummis können gemäss Herstellerangaben bereits ab 2 Jahren eingenommen werden.

Ein Nachteil der Fruchtgummis ist, dass sie einen hohen Zuckeranteil aufweisen und daher auch süchtig machen können. Wir empfehlen dir daher, sie an einem Ort aufzubewahren, den dein Kind nicht erreichen kann. Du solltest ebenfalls wissen, dass Vitamin Fruchtgummis häufig Gelatine enthalten und daher für Veganer nicht geeignet sind.

Vorteile
  • Wie eine Süssigkeit für die Kinder
  • Ansprechende Form
  • Gute Dosierung
Nachteile
  • Hoher Zuckeranteil
  • Suchtfaktor
  • Enthalten oftmals Gelatine

Worum handelt es sich bei Kindervitaminen  in Tropfenform und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Kindervitamine in Tropfenform eignen sich sehr gut für Babys, da sie von diesen leicht eingenommen werden können. Das Schlucken sollte hier nämlich keine Probleme darstellen. Ausserdem können die Vitamine dank der Tropenform äusserst präzise portioniert werden. Somit kann die Menge verabreichter Vitamine leicht angepasst werden. Zudem können die Tropfen auch noch benutzt werden, wenn die Babys grösser werden und mehr Vitamine benötigen.

Zu den Nachteilen von Vitaminen in Tropfenform gehört, dass die Glasfläschchen einfach zerbrechen können. Ausserdem bieten Tropfen optimale Vermehrungsmöglichkeiten für Bakterien. Des Weiteren sind Tropfen sehr anfällig auf Luft und Licht, weshalb sie sich oftmals in dunkeln Gasbehältern befinden.

Vorteile
  • Auch für Babys geeignet
  • Leichtes Schlucken
  • Gut portionierbar
Nachteile
  • Glasfläschchen kann zerbrechen
  • Bakterienrisiko
  • Luft- und Lichtempfindlichkeit

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Kindervitamine vergleichen und bewerten

Enthaltene Vitamine

Was für Vitamine sich für dein Kind am besten eignen beeinflusst natürlich, was für Vitamine du kaufst. Benötigt dein Kind beispielsweise mehr Vitamin B12, müssen B12-Kindervitamine her. Im Idealfall achtest du darauf, dass du deinem Kind nur die von ihm benötigten Vitamine verabreichst, da sonst die Gefahr der Überdosierung besteht.

Kindervitamine-2

Durch die genaue Auswahl des benötigten Vitamins kann eine Überdosierung anderer Vitamine verhindert werden.
(Bildquelle: pexels.com / ready made)

Des Weiteren solltest du darauf achten, dass es sich bei den Vitaminen um natürliche Vitamine handelt, da diese am effektivsten sind (5). Im Labor hergestellte, synthetische Vitamine sind nämlich nicht an den menschlichen Körper angepasst und können daher zu Nebenwirkungen führen (5).

Dosierung

Hat dein Kind einen akuten Mangel an einem bestimmten Vitamin, wird häufig eine Therapie verschrieben. Bei Vitaminen, die vom Körper gespeichert werden, wird zunächst eine höhere Dosierung als die empfohlene Tagesdosis verabreicht, damit es dem Körper deines Kindes möglich wird, seinen Vitaminspiegel zu erhöhen. Im Normalfall werden die Kindervitamine danach abgesetzt.

Bei einem akuten Mangel wird das entsprechende Vitamin höher dosiert als die täglich notwenige Dosis.

Besteht allerdings weiterhin die Gefahr, dass sich der Spiegel erneut senken könnte – beispielsweise wenn sich dein Kind vegan ernährt oder aufgrund einer Krankheit – so werden in der Regel Kindervitamine mit der täglichen Dosis des entsprechenden Vitamins verschrieben.

Bei wasserlöslichen Vitaminen wird empfohlen, statt auf Nahrungsergänzungsmittel auf eine ausgewogene Nahrung zu setzen (11). Zu Beginn der Umstellung können Kindervitamine jedoch als Unterstützung dienen.

Darreichungsform

Die Darreichungsform sollte in deiner Entscheidung ebenfalls eine Rolle spielen. Dabei solltest du zuerst das Alter deines Kindes in Erwägung ziehen. Handelt es sich dabei um einen Säugling, kommen nur Tropen in Frage.

Ab 2 Jahren können zudem Fruchtgummis verabreicht werden. Saft beziehungsweise Sirup kann ab dem dritten Jahr zugeführt werden. Kautabletten sind erst ab 4 Jahren zulässig.

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Abgesehen von diesen Empfehlubgen solltest du die Darreichungsform individuell an dein Kind anpassen. Manche Kinder haben auch noch mit 4 Jahren Mühe mit Kautabletten, anderen kann bereits ab dem zweiten Jahr Saft gegeben werden.

Inhaltsstoffe

Abgesehen von den enthaltenen Vitaminen solltest du bei Nahrungsergänzungsmittel stets auf die weiteren Inhaltsstoffe achten. Viele Säfte weisen beispielsweise sehr viel Zucker auf. Daneben solltest du die Zusatzstoffe genau unter die Lupe nehmen. Ausserdem sind einige Süssungsmittel wie beispielsweise Aspartam nach wie vor kontrovers (5). Daneben sind weitere individuelle Faktoren zu beachten. Darunter listen sich zum Beispiel biologische oder vegane Produkte.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Kindervitamine

Wann sollten Kindervitamine eingenommen werden?

Idealerweise werden Vitamine tagsüber zu sich genommen, da in dieser Zeit der Stoffwechsel am aktivsten ist. Dies ist für eine effektive Verarbeitung wichtig. Die meisten Vitamine können zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Dies hilft bei der Aufnahme der Vitamine und mildert allfällige Nebenwirkungen. Dabei können die Vitamine problemlos untereinander kombiniert werden.

Fettlösliche Kindervitamine wirken besonders effektiv, wenn sie mit fettreichen Lebensmitteln verzehrt werden (13).

Kindervitamine-3

Normalerweise können Vitamine zu den Mahlzeiten eingenommen werden.
(Bildquelle: unsplash.com / Tanaphong Toochinda)

In der Regel stehen die optimalen Einnahmezeiten und -vorgehen in der Packungsbeilage. Lese sie dir also gut durch und verstau sie an einem Ort, wo du sie wieder findest.

Wie lange sollten Kindervitamine eingenommen werden?

Kinder benötigen Vitamine, wenn sie krank sind oder sich vegetarisch oder vegan ernähren.

Gemäss der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) benötigen gesunde Kinder bereits ab eineinhalb Jahren keine Vitamin-D Zusätze mehr (14). Eine Ausnahme bilden Kinder, welche vegetarisch oder vegan ernährt werden. Diese haben einen zusätzlichen Bedarf an Vitamin D sowie Vitamin B12 (15).

Wie oben bereits erwähnt benötigen gesunde Kinder keine weiteren Vitamine. Sie sollten alle Vitamine über eine ausgewogene Ernährung einnehmen.

Wie lange sind Kindervitamine haltbar?

Wie lange Kindervitamine haltbar sind, hängt von der Darreichungsform ab. Säfte sind mit durchschnittlich 1 Monat nach Anbruch beispielsweise weniger lang haltbar als Tabletten oder Tropfen. Hier solltest du also das jeweilige Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung beachten.

In welchen Lebensmitteln kommen Vitamine für Kinder natürlich vor?

Vitamine sind vor allem in Gemüse und Obst, aber auch in Getreide, Nüssen, Milchprodukten, Fisch und Fleisch enthalten. Im Internet findest du viele Listen, welche die Nährwerte der jeweiligen Lebensmittel beschreiben.

Bildquelle: Pelikh/ 123rf.com

Einzelnachweise (15)

1. Leaf, A.A. 2007. "Vitamins for babies and young children." Ars Dis Child, 92:2, 160-4. doi: 10.1136/adc.2006.109066 (25.3.2020).
Quelle

2. Elmadfa, Ibrahim. 2004. "Vitamine." Ernährungslehre. S. 119. Eugen Ulmer: Stuttgart.
Quelle

3. Manson, JoAnn E. 2018. "Vitamin and Mineral Supplements: What Clinicians Need to Know." JAMA, 319:9, 859-860. doi: 10.1001/jama.2017.21012 (25.3.2020).
Quelle

4. "Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS)." 2014. Robert Koch-Institut: Berlin.
Quelle

5. Widmer, Melanie. "Gefährliche künstliche Vitamine." Zentrum für Gesundheit. Stand: 5.3.2020 (25.3.2020).
Quelle

6. Elliott, Charlene. 2019. "Assessing Vitamins, Minerals and Supplements Marketed to Children in Canada." International Journal of Environmental Research and Public Health, 16:22. doi: 10.3390/ijerph16224326 (25.3.2020).
Quelle

7. Kraemer, Klaus et al. 2012. "Introduction: The Diverse and Essential Biological Functions of Vitamins." Annals of Nutrition and Metabolism, 61:3, 185-91. doi: 10.1159/000343103 (25.3.2020).
Quelle

8. DGKJ. 2013. "Vitamin-K-Prophylaxe bei Neugeborenen." Monatsschrift Kinderheilkunde, 4, 351-3. doi: 10.1007/s00112-012-2827-x (25.3.2020).
Quelle

9. Aghajafari, Fariba. 2018. "Both Mother and Infant Require a Vitamin D Supplement to Ensure That Infants' Vitamin D Status Meets Current Guidelines." Nutrients, 10:4. doi: 10.3390/nu10040429 (25.3.2020).
Quelle

10. Deutsche Gesellschaft für Ernährung. "Vitamin D (Calciferole)." Referenzwerte.
Quelle

11. Rehberg, Carina. "Vitaminmangel betrifft viele Menschen." Zentrum für Gesundheit. Stand: 14.11.2019.
Quelle

12. Hamishehkar, Hadi. 2016. "Vitamins, Are They Safe?" Advanced Pharmaeutical Bulletin, 6:4, 467-77. doi: 10.15171/apb.2016.061 (25.3.2020).
Quelle

13. Rehbar, Carina. "Nahrungsergänzungsmittel – Die richtige Einnahme." Zentrum für Gesundheit. Stand: 25.11.2019.
Quelle

14. Wilke, Sina. "Mein täglich Vitamin D." Schweriner Volkszeitung. 28.7.2018.
Quelle

15. S. Rudloff et al. "Vegetarische Kostformen im Kindes- und Jugendalter." DGKJ 2018. DOI: https://doi.org/10.1007/s00112-018-0547-6
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Maik ist Chemiker und sein wissenschaftlicher Fokus liegt dabei auf den Vitaminen. Er ist ein wahrer Profi rund um Fragen zu den unterschiedlichen Vitaminen, warum der Körper diese benötigt und was sie alles können.
Artikel
Leaf, A.A. 2007. "Vitamins for babies and young children." Ars Dis Child, 92:2, 160-4. doi: 10.1136/adc.2006.109066 (25.3.2020).
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Buch
Elmadfa, Ibrahim. 2004. "Vitamine." Ernährungslehre. S. 119. Eugen Ulmer: Stuttgart.
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Artikel
Manson, JoAnn E. 2018. "Vitamin and Mineral Supplements: What Clinicians Need to Know." JAMA, 319:9, 859-860. doi: 10.1001/jama.2017.21012 (25.3.2020).
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Brochure
"Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS)." 2014. Robert Koch-Institut: Berlin.
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Artikel
Widmer, Melanie. "Gefährliche künstliche Vitamine." Zentrum für Gesundheit. Stand: 5.3.2020 (25.3.2020).
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Artikel
Elliott, Charlene. 2019. "Assessing Vitamins, Minerals and Supplements Marketed to Children in Canada." International Journal of Environmental Research and Public Health, 16:22. doi: 10.3390/ijerph16224326 (25.3.2020).
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Artikel
Kraemer, Klaus et al. 2012. "Introduction: The Diverse and Essential Biological Functions of Vitamins." Annals of Nutrition and Metabolism, 61:3, 185-91. doi: 10.1159/000343103 (25.3.2020).
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Artikel
DGKJ. 2013. "Vitamin-K-Prophylaxe bei Neugeborenen." Monatsschrift Kinderheilkunde, 4, 351-3. doi: 10.1007/s00112-012-2827-x (25.3.2020).
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Artikel
Aghajafari, Fariba. 2018. "Both Mother and Infant Require a Vitamin D Supplement to Ensure That Infants' Vitamin D Status Meets Current Guidelines." Nutrients, 10:4. doi: 10.3390/nu10040429 (25.3.2020).
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Übersicht
Deutsche Gesellschaft für Ernährung. "Vitamin D (Calciferole)." Referenzwerte.
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Artikel
Rehberg, Carina. "Vitaminmangel betrifft viele Menschen." Zentrum für Gesundheit. Stand: 14.11.2019.
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Artikel
Hamishehkar, Hadi. 2016. "Vitamins, Are They Safe?" Advanced Pharmaeutical Bulletin, 6:4, 467-77. doi: 10.15171/apb.2016.061 (25.3.2020).
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Artikel
Rehbar, Carina. "Nahrungsergänzungsmittel – Die richtige Einnahme." Zentrum für Gesundheit. Stand: 25.11.2019.
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Zeitungsartikel
Wilke, Sina. "Mein täglich Vitamin D." Schweriner Volkszeitung. 28.7.2018.
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Stellungnahme
S. Rudloff et al. "Vegetarische Kostformen im Kindes- und Jugendalter." DGKJ 2018. DOI: https://doi.org/10.1007/s00112-018-0547-6
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