Muskelkater. Wer kennt ihn nicht? Viele erleben ihn jedes Mal nach dem Sport, manche nur, wenn sie schon länger keinen Sport mehr gemacht haben oder sich nicht gut gedehnt haben.

Manche Menschen lieben den Muskelkater, wogegen andere wünschten, es würde ihn nicht geben.

Abgesehen von den Ursachen, interessieren sich die meisten Menschen aber dafür, wie man ihn so schnell wie möglich wieder los wird oder für das nächste Mal sogar verhindern kann.

Und so mysteriös der Begriff „Muskelkater“ auch klingen mag, mindestestens genauso mysteriös ist die Effektivität der verschiedenen Behandlungsmethoden.

In diesem Ratgeber wollen wir verschiedenen Behandlungsmethoden auf den Grund gehen und dich darüber aufklären, was wirklich gegen Muskelkater hilft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Magnesium ist eines der wichtigsten Mineralstoffe, um Muskelfaser zu regenerieren.
  • Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Muskelkater zu beseitigen. Allerdings musst du schauen, welche Methoden wirklich sinnvoll sind. Bei einigen Methoden handelt es sich zwar um bekannte und beliebte Mythen, die jedoch nicht effektiv gegen Muskelkater wirken.
  • Magnesium kannst du in vielen Lebensmitteln finden. Mit der richtigen Ernährung kannst du allein durch das Essen, was du zu dir nimmst, genug Magnesium erhalten.

Hintergründe: Was du über Magnesium gegen Muskelkater wissen solltest

Was ist Magnesium?

Magnesium ist ein Erdalkalimetall, welches sehr häufig in Mineralen und Pflanzen aufzufinden ist. Für den Menschen ist Magnesium besonders wichtig, da er eine große Rolle beim Muskelaufbau spielt.

Liegt ein Magnesiummangel vor, können Symptome wie Nervosität, Müdigkeit, Schwächegefühl oder Kopfschmerzen aufkommen.

Was ist ein Muskelkater?

Ein Muskelkater ist eine Verletzung im Muskelgewebe. Hier entstehen, zum Beispiel durch Überanstrengung, kleinste Risse in den Muskelfasern.

In diese Risse sammelt sich Wasser an. Dies sorgt dafür, dass der Muskel anschwillt und Schmerzen aufkommen. Dieser Schmerz wird dann als Muskelkater bezeichnet.

Bei starken Schmerzen helfen oftmals nur Schmerztabletten. Das ist aber nicht nötig, wenn man Muskelkater vorbeugen oder verringern kann. (unsplash.com / Amanda Jones)

Wie entsteht Muskelkater?

Muskelkater entstehen entweder durch Überanstrengung oder durch ungewohnte Bewegungsmuster.  Dadurch können die Muskelfasern reißen.

Dies sorgt wiederum dafür, dass sich dort Wasser ansammeln kann, was eine Schwellung des Muskels bewirkt.

Der Muskel ist somit entzündet. Wird der Muskel daraufhin gedehnt, ist ein Schmerz spürbar. Dieser wird dann als Muskelkater bezeichnet.

Was sind die Anzeichen von Muskelkater?

Je nach Person können sich Muskelkater ganz unterschiedlich auswirken. Wichtig ist zunächst zu wissen, dass Muskelkater nur in Verbindung mit Bewegung auftauchen kann.

Hast du also besipielsweise den ganzen Tag nur im Bett rumgelegen und dich kaum bewegt, ist die Möglichkeit einen Muskelkater zu haben sehr gering.

Wenn du dich also bewegt hast und die Vermutung hast, einen Muskelkater zu haben, so sind mögliche Symptome:

  • Starke Gliederschmerzen
  • Muskeln reagieren empfindlich auf Druck
  • Muskeln regagieren empfindlich auf Dehnung
  • Leichte Schwellungen
  • Unbeweglichkeit (im Vergleich zu vorher)

Was sind die Folgen von Muskelkater?

Im Normalfall ist Muskelkater nicht schädlich für die Gesundheit und somit auch nicht mit ersnthaften Folgen verbunden.

Ohne Behandlung sind die meistens Muskelkater nach spätestens 1 Woche von alleine wieder verschwunden.

Sollte dies nicht der Fall sein, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen, da die Möglichkeit besteht, dass die Muskelschmerzen andere, schwerwiegende Ursachen haben.

Was hilft gegen Muskelkater?

Es gibt unzählig viele Theorien, was alles gegen Muskelkater helfen kann. Manche Menschen beharren auf bestimmte Methoden, manche wiederum sind allen Vorschlägen gegenüber skeptisch.

Im Folgenden werden wir 5 beliebte Fragen zum Thema „Muskelkaterkur“ beantworten:

Helfen Dehnübungen bei Muskelkater?

Nicht unbedingt. Viele Menschen raten einem immer dazu, sich nach dem Sport, insbesondere bei einem Muskelkater, zu dehnen. Dies kann aber auch Gefahren mit sich bringen:

Ein Muskelkater liegt nämlich vor, wenn die Muskelfaser gerissen sind.

Dehnübungen können die Risse deswegen zunehmend strapazieren und weitere oder noch größere Muskelfaserrisse verursachen.

Nichtsdestotrotz solltest du die Dehnübungen beim Auslauftraining nicht vergessen. Es geht nur darum, dass dir bewusst sein sollte, dass sich Dehnübungen selbst nicht unbedingt positiv auf Muskelkater auswirken.

Hilft Sport bei Muskelkater?

Hier kommt es stark auf den Sport an, aber eher nein. Wie bei den Dehnübungen verschlimmert Sport den Muskelkater.

Besonders Krafttraining kann bei einem Muskelkater sehr gefährlich sein. Deshalb ist es empfehlenswerter, dich gut auszuruhen und deinen Muskeln Zeit zu geben, sich zu regenerieren.

Möchtest du dich trotzdem sportlich betätigen, um nicht aus deiner Routine herauszukommen, empfehlen wir dir, deinen Trainingsschwerpunkt umzuschwenken.

Es kommt selten vor, dass man nach dem Sport Muskelkater am gesamten Körper verspürt. Oftmals sind es nur die Arme, nur die Beine oder nur der Bauch.

Wenn du also starken Muskelkater an den Beinen hast, versuch dein Augenmerkmal bei der nächsten Trainingseinheit auf die Arme zu legen.

So musst du kein Training ausfallen lassen und überstrapazierst deinen Muskelkater nicht.

Helfen Massagen bei Muskelkater?

Definitiv! Massagen sorgen für eine bessere Durchblutung. So werden die Muskelgewebe mit mehr Energie versorgt, was wiederum dazu führt, dass sich die Muskelgewebe schneller regenerieren können.

Desweiteren können Massagen entzündungshemmend wirken. Wenn du die Massage während des Sports durchführst, kannst du so einen Muskelkater sogar verhindern.

Massagen können den Heilungsprozess von Muskelkater beschleunigen. (unsplash.com / Jesper Aggergaard)

Hilft Wärme bei Muskelkater?

Wärme hilft hervorragend bei Muskelkater. Ähnlich wie bei der Massage, sorgt Wärme für eine bessere Durchblutung des Körpers. So können sich die Muskeln entspannen und sich besser regenerieren.

Du kannst Wärme in Form eines heißen Bades, mithilfe von Wärmekissen oder in einer Sauna genießen.

Hilft Magnesium bei Muskelkater?

Auch Magnesium kann bei Muskelkater helfen. Wie bereits vorher erwähnt entsteht Muskelkater durch kleine Risse in den Muskelfasern.

Ziel bei einer Behandlung des Muskelkaters ist es also, die Risse so schnell wie möglich wieder verheilen zu lassen.

Dabei kann Magnesium eine große Rolle spielen, da dieses Mineral die Regenerierung der Muskelgewebe anregt.

Natürlich lindert Magnesium nicht den Schmerz und wirkt sich auch nicht direkt auf den Muskelkater aus. Dennoch kann Magnesium den Erholungsprozess von einem Muskelkater unterstützen.

Was bewirkt Magnesium bei Muskelkater?

Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff für Sportler, da er die Regenerierung von Muskelfasern anregt. So können Muskelfaserrisse möglicherweise schneller verheilen als ohne die Einnahme von Magnesium.

Was tun gegen Muskelkater: 3 Tipps wie Magnesium dir dabei helfen kann

Tipp Nummer 1: Magnesium in die Ernährung einbauen

Neben dem regelmäßigen Training ist die Ernährung auch ein wichtiger Bestandteil des Alltags eines jeden Sportlers. Ernähren sich Sportler falsch, kann man selbst mit dem härtesten Training keine sichtbaren Erfolge erzielen.

Natürlich gibt es sehr viele verschiedene Nährstoffe, die wichtig für Sportler sind. Und eines davon ist Magnesium, da es für einen angemessenen Muskelaufbau sorgt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Magnesium in die Ernährung mit einzubauen. Am einfachsten ist es magnesiumhaltige Lebensmittel zu sich zu nehmen, bevor man Tabletten oder Nahrungsergänzungsmittel zu sich nimmt.

Lebensmittelkategorie Lebensmittel
Getreide Amaranth, Buchweizen, Haferflocken, Quinoa, Naturreis, Weizenkleie
Nüsse und Kerne Cashew, Erdnüsse, Chiasamen, Mandeln, Sonnenblumenkerne, Mandeln
Hülsenfrüchte Erbsen, Kichererbsen, Kidneybohnen, Sojabohnen
Obst und Gemüse Avocado, Bananen, Himbeeren, Kiwi, Kohlrabi, Rote Beete

Wenn du regelmäßig eines dieser Lebensmittel zu dir nimmst, kannst du deinen Magnesiumhaushalt auf Trapp halten und Muskelkater besser entgegenwirken.

Tipp Nummer 2: Magnesium nach dem Sport

Durch das Schwitzen verliert man während des Sports besonders viele Mineralstoffe, insbesondere auch Magnesium.

Um das wieder auszugleichen, sollte man nach dem Sport Magnesium zu sich nehmen zum Beispiel in Form von Mineralwasser oder Brausetabletten.

Direkt lässt sich der Muskelkater damit zwar nicht beseitigen oder vorbeugen, helfen tut es aber trotzdem.

Ein weiteres Mittel gegen Muskelkater ist das sogenannte MSM. Was es bewirkt und was MSM überhaupt ist, kannst du hier nachlesen:

Tipp Nummer 3: Magnesiumsalbe benutzen

Magnesiumsalbe kannst du in vielen Apotheken oder Onlineshops finden. Obwohl Magnesiumsalben noch relativ unerforscht sind und somit nicht sicher ist, inwiefern sie effektiv gegen Muskelkater sind, kann man dennoch sagen, dass sie bei Muskelkater helfen.

Die Wirkung mag zwar gering sein und von Mensch zu Mensch anders sein, aber Magnesiumsalben können dennoch den Heilungsprozess der Muskelfaserrisse bei einem Muskelkater unterstützen.

Trivia: Was du sonst noch über Magnesium gegen Muskelkater wissen solltest

Kann man Magnesium vorbeugend gegen Muskelkater nehmen?

Magnesium hilft zwar bei der Regenerierung von Muskelfasern, kann jedoch nicht zur Vorbeugung von Muskelkater verwendet werden.

Möchtest du Muskelkater vorbeugen sind gute Aufwärmübungen und kurze Massagen während der Trainingseinheiten deutlich effektiver.

In welcher Form kann man Magnesium zu sich nehmen?

Es gibt unterschiedliche Arten Magnesium zu sich zu nehmen. Die folgende Tabelle kann dir einen kleinen Überblick darüber verschaffen:

Form Anmerkung
Ernährung Gesündeste Art Magnesium zu sich zu nehmen, da man so nur auf natürliche Art und Weise Magnesium zu sich nimmt
Tabletten Praktisch, wenn man schnell Magnesium zu sich nehmen will. Jedoch besteht die Gefahr einer Überdosierung.
Magnesiumsalbe Kann gezielt auf einer bestimmten Körperstelle angewandt werden. Jedoch noch nicht ausführlich erforscht worden, weshalb die Effektivität unbekannt ist.

Je nach Trainingspensum und den individuellen Bedürfnissen, muss jeder Mensch für sich selbst festlegen, welche Einnahmequelle von Magnesium er oder sie bevorzugt.

View this post on Instagram

Mangnesiummangel kann viele Auswirkungen haben! Recover hilft Dir, mit der empfohlenen Tagesdosis von 375,2 mg reinem Magnesium, in den Formen Bysglycinat, Citrat und Aspartat, Deinen Mangel auszugleichen! Dadurch beseitigst Du vorhandene Probleme, fühlst Dich fitter, regenerierst schneller und schläfst besser. —————————————— Du kennst einige Auswirkungen von Magnesiummangel von Deinem eigenen Körper? Dann ab auf unsere Website und tu was dagegen 👇🏼 http://saarfit.eu/ —————————————— #facts #auswirkungen #magnesiummangel #tieferschlafen #recovery #recover #saarfit #saarfitrecover #bestesprodukt #für #besseren #schlaf #regeneration #wenigerstress #magnesium #aminosäuren #bvitamine #pflanzenextrakte #healthy #supplement #fitnessfood #nutritional #healthyfood #naturalsupplements #healthylifestyle #healthydrink #saarstartup #fitness

A post shared by Saarfit (@saarfit_nutrition) on

Kann man Magnesium nach dem Sport einnehmen?

Es ist sogar empfehlenswert Magnesium direkt nach dem Sport einzunehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper besonders viele Mineralstoffe, die wieder durch die Einnahme von Magnesium ausgeglichen werden müssen.

Hier reicht in der Regel Mineralwasser aus. Im Extremfall kannst du auch eine Brausetablette oder Sportgetränke zu dir nehmen.

Fazit

Wenn du Sport machst, musst du das Risiko eingehen, hin und wieder mal einen Muskelkater zu haben. Komplett vermeiden lässt er sich nicht, aber durchaus erträglicher gestalten.

So solltest du dich vor jeder Trainingseinheit ausgiebig dehnen und auch nach dem Sport zum Auslauf Dehnübungen machen.

Während des Trainings kannst du hin und wieder kurze Massagen machen, um das Risiko auf einen Muskelkater zu verringern.

Nach dem Training solltest du immer genug Mineralwasser zu dir nehmen, um die durch das Schwitzen verlorenen Mineralstoffe wieder auszugleichen.

Normalerweise reicht Mineralwasser vollkommen aus, doch wenn du das Gefühl hast, sehr viele Mineralstoffe verloren zu haben, dann bietet es sich an ab und an zu Brausetabletten oder Sportgetränken zu greifen.

Generell gesagt ist es bei einem Muskelkater jedoch am Wichtigsten, sich auszuruhen und seinen Körper nicht zu belasten.

Es gibt zwar viele Methoden wie Wärme, Massagen oder Magnesium, die helfen, aber nichts kann als Wundermittel gegen Muskelkater gesehen werden.

Weiterführende Quellen und Links

[1] https://www.apotheken-umschau.de/Muskeln/Das-hilft-gegen-Muskelkater-171081.html

[2] https://www.netdoktor.de/symptome/muskelkater/

[3] https://www.ratgeber-muskeln-gelenke-knochen.de/muskeln/muskelkater/

Bildquelle: 123rf.com / 39027577

Bewerte diesen Artikel


46 Bewertung(en), Durchschnitt: 4,50 von 5