Eine gesunde und ausgewogene Ernährung liefert dem Körper in der Regel ausreichend Magnesium. Magnesiummangel ist daher in Deutschland vergleichsweise selten.

Tritt die Mineralstoffmangel-Erkrankung auf, kann sie schwerwiegende Folgen haben. Daher solltest du erste Anzeichen erkennen und deinen Körper ausreichend mit Magnesium versorgen.

Dieser Artikel verrät dir, warum Magnesium nicht nur für Knochen und Gelenke so wichtig ist und warum du schnell handeln solltest, wenn ein Magnesiummangel eintritt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Magnesium ist im Körper an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt. Der Stoff entspannt die Muskeln, sorgt für gesunde Knochen und hält die Zellen, das Gewebe und die inneren Organe intakt.
  • Magnesium gilt als vierthäufigstes Mineral im menschlichen Körper. Hunderte von Stoffwechselprozessen kommen nicht ohne Magnesium aus. Der Stoff aktiviert mehr als 300 Enzyme.
  • Laut der Nationalen Verzehrstudie II nehmen 29 Prozent der Frauen und 26 Prozent der Männer weniger als die empfohlene Menge Magnesium zu sich

Hintergründe: Was du über das Thema Magnesiummangel wissen solltest

Dem Stoff wird vielleicht nicht immer die nötige Aufmerksamkeit geschenkt, doch jeder Mensch benötigt Magnesium. Der Mineralstoff entspannt die Muskeln, fördert den Muskelaufbau, wirkt gegen Entzündungen und unterstützt die Körperfunktionen in verschiedenster Weise.

Magnesium ist für den Körper notwendig und wirkt sich positiv entspannend auf deine Muskeln aus. (Bildquelle: pixabay.com / Irina Logra)

Nicht immer ist es möglich, ausreichend Magnesium aufzunehmen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und werden nachfolgend genannt. Weiterhin klären wir darüber auf, wie der Körper Magnesium aufnimmt und an welchen Symptomen ein Magnesiummangel deutlich wird.

Was ist Magnesiummangel?

Liegt ein Magnesiummangel vor, kommt es zu einer verminderten Konzentration des Mineralstoffes im Blut. Die wissenschaftliche Bezeichnung hierfür lautet Hypomagnesiämie.

Ein Magnesiummangel kann über einen gewissen Zeitraum symptomlos verlaufen und damit unerkannt bleiben. Es können sich aber auch eine Reihe von Beschwerden einstellen.

Ein Mangel an Magnesium kann folgende Körperfunktionen beeinträchtigen:

  • Herz
  • Nervensystem
  • Muskeln
  • Körperzellen
  • Stoffwechsel

Durch Zufuhr magnesiumhaltiger Nahrungsergänzungsmittel und einer angepassten Ernährung ist ein Magnesiummangel gut zu behandeln.

Wie nimmt unser Körper Magnesium auf?

Der menschliche Körper kann viele Stoffe selbst produzieren, Magnesium zählt nicht dazu. Es ist folglich notwendig, ausreichend Magnesium über die Nahrung aufzunehmen.

Einen gewissen Magnesium-Vorrat hat der Körper angelegt. Etwa 26 Gramm des Stoffes hat dein Organismus in Reserve. Mehr als die Hälfte davon ist in den Knochen gespeichert. In den Muskeln und Organen sind circa 45 Prozent eingelagert.

Der tägliche Bedarf an Magnesium unterscheidet sich je nach Lebensalter:

Lebensalter Bedarf an Magnesium in mg/Tag
0 bis 4 Jahre 24 – 80
5 bis 15 Jahre 120 – 310
ab 15 Jahre 300 – 400

Dabei haben Studien gezeigt, dass der Körper Magnesium in kleineren Dosen besser aufnehmen kann. So macht es Sinn, magnesiumhaltiges Wasser über den Tag verteilt zu trinken, statt in einer großen Portion zu verabreichen.

Es kann nur eine begrenzte Menge an Magnesium vom Darm in den Körper gelangen. Wird Magnesium in zu hoher Konzentration aufgenommen, wird es ungenutzt ausgeschieden.

Inwieweit es möglich ist, Magnesium über die Haut aufzunehmen ist noch nicht hinreichend erforscht. Es existieren diverse Forschungsarbeiten, welche im weiteren Verlauf des Textes noch genannt werden.

Es wird angenommen, dass Magnesium auch in Form von Sprays oder Fußbädern ins Körperinnere gelangt. Unklar ist, ob und in welcher Konzentration der Stoff die Hautbarriere überwindet und tatsächlich im Körper ankommt.

Welche Ursachen hat ein Magnesiummangel?

Zu einem Mangel an Magnesium kann es kommen, wenn der Stoff in zu geringen Dosen zugeführt wird oder in erhöhtem Maße verlorengeht. Schätzungen zufolge sind etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung mit Magnesium unterversorgt. Darunter befinden sich viele Jugendliche.

Die Ursachen von Magnesiummangel in der Übersicht:

Gesundheitliche Defizite Krankheiten Medikamente Äußere Faktoren und Lebenssituationen
Essstörungen, Durchfall, Erbrechen, Verbrennungen Magnesium-Verwertungsstörung (Malabsorption), Nierenleiden, Leberleiden, Diabetes Krebs-medikamente, Kortison, Anti-Baby-Pille, Abführmittel, Antiasthmatika Stress, Leistungssport, Schwangerschaft, Stillzeit, Mangelernährung, Alkoholismus

Eine weitere Ursache kann ein Parathormonmangel darstellen. Der Stoff wird in der Nebenschilddrüse gebildet und verhindert, dass nicht zu viel Magnesium über den Urin ausgeschüttet wird.

Auch Calcium kann dazu führen, dass Magnesium vermehrt ausgeschieden wird. Wenn du Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium einnimmst, ist die gleichzeitige Supplementierung mit Magnesium ratsam.

Welche Folgen hat ein Magnesiummangel?

Ein Magnesiummangel sollte möglichst schnell behoben werden. Bleibt das Defizit unerkannt, kann auch der übrige Mineralhaushalt aus der Bahn geworfen werden.

Muskelkrämpfe sind die bekanntesten Folgen von Magnesiummangel, aber wie Weitem nicht die einzigen Symptome:

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Konzentrationsschwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Unruhe
  • Reizbarkeit
  • Lustlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Depressionen

Magnesium ist für die normalen Körperfunktionen und die Herztätigkeit unentbehrlich. Wenn du die genannten Symptome bemerkst, solltest du einen Magnesiummangel ins Auge fassen.

Eine frühzeitige Diagnose verhindert mögliche Langzeitschäden an Knochen, Herz oder Nerven. So kann ein ausgeprägter Mangel an Magnesium besonders bei älteren Menschen zu Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelinsuffizienz führen. Auch ein starker Gewichtsabfall kann eintreten.

Ist der Zellstoffwechsel nachhaltig gestört, drohen Muskelzittern und Bewegungsstörungen. Schwangeren Frauen drohen sogar Fehlgeburten.

Diagnose einer Mangelerscheinung – wie erkenne ich einen Magnesiummangel

Über die Symptome hast du bereits einen ersten Überblick bekommen. Diese können besonders vielfältig sein und gehen weit über die bekannten Wadenkrämpfe und das gelegentliche Zucken des Augenlids hinaus.

Hast du einen Wadenkrampf, sollte nicht vorschnell zu Magnesium-Präparaten gegriffen werden. Häufig rühren diese Beschwerden auch von einer schlichten Überanstrengung oder Fehlbelastung der Muskeln und Gelenke her.

Meist sind es eher unspezifische Symptome, welche auf einem Magnesiummangel hindeuten:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Erbrechen
  • Nervosität
  • Herzrasen
  • Durchblutungsstörungen
  • Taubheitsgefühle in Händen und Füßen

Hast du den Verdacht, an einem Magnesiummangel zu leiden, solltest du einen Arzt aufsuchen. Dieser kann einen Bluttest durchführen und eine mögliche Behandlung einleiten.

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❌Hattest du schon einmal Muskelzucken? Falls ja, wo?❌ Diese Frage wurde mir in der Story gestellt #Fragestunde. "Was könnte gegen Muskelzucken helfen?" ℹUm diese Frage ein bisschen ausführlicher zu erklären ist dieser Post da.  Was ist dies überhaupt ?  Muskelzucken ist eine unwillkürliche und plötzlich einsetzende Kontraktion der Muskulatur. Das Muskelzucken kann verschiedene Intensitäten haben und beinahe alle Muskelgruppen des Körpers betreffen. Besonders häufig tritt es jedoch in den Extremitäten und im Gesicht auf. Muskelzucken ist meist harmlos, beeinträchtigt jedoch die Lebensqualität der Betroffenen. Die Zuckungen sind rhythmisch oder arhythmisch, sie können einmalig oder in regelmäßigen Abständen auftreten. Muskelkontraktionen, die sich rhythmisch wiederholen, bezeichnen Mediziner auch als Tremor. Es können verschiedene Muskeln und Muskelgruppen betroffen sein: Gesichtsmuskulatur, Muskulatur in Armen und #Beinen, seltener auch die Rumpfmuskulatur.  Oft haben diese "Zuckungen" harmlose Ursachen. Auf Krankheiten, die Muskelzucken auslösen einzugehen würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen und einen Nocebo-Effekt unnötig auslösen – Thema des nächsten Beitrags. Ein paar Ursachen die Muskelzucken auslösen könnten wären zum Beispiel:  Seelisches Ungleichgewicht, Liebeskummer,Stress,Stimulierende Substanzen wie #Koffein,#Alkohol und Drogen,Kälte und Unterkühlung,#Magnesiummangel,Unterzuckerung etc. welche uns alle betreffen könnten. Was kannst du dagegen tun ? Entweder diese Faktoren beseitigen und oder wie zum Beispiel zugeführte Substanzen verringern oder erhöhen. Im oder nach dem #Sport kann dies oft der Faktor "zu viel Koffein" oder "zu wenig Magnesium" auslösen.  ℹDu möchtest wissen wie viel Magnesium du zu dir nehmen solltest ? In den Storyhighligts unter "Supplemente" findest du einen Beitrag der über 5 Posts zum Thema "Magnesium-Citrat". ❌ℹHast du allgemein Fragen zu Supplementen? Alle wichtigen #supplemente findest du in meinem e-book "ALLES WAS DU WISSEN MUSST"welches du auf www.andi-lieb.de findest. Ich wünsche dir einen schönen Abend !  #fitdurch2019 #muscle #physiotherapeut #regensburg #schmerztherapie #schmerzfrei #knie #kalorienarm #kalorie

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Welche Blutwerte in einem Test deuten auf einen Magnesiummangel hin?

Der Bestimmung der Blutwerte sollte der Mediziner eine ausführliche Anamnese voranstellen. Es ist für den Arzt wichtig, das genaue Beschwerdebild zu kennen. Die Magnesiumkonzentration im Blut ist dabei nicht das alleinige Parameter.

Ausschlaggebend ist auch, wie viel Magnesium noch in den Knochen und Zellen eingelagert ist. Die Blutwerte werden sich erst negativ verändern, wenn die Depots im Körper erschöpft sind. Du kannst also theoretisch bereits an einem Magnesiummangel leiden, auch wenn das Blutbild in Ordnung scheint.

In der Regel werden der Magnesiumgehalt im Blut und zusätzlich auch im Urin überprüft.

Folgende Magnesium-Werte gelten als normal:

Personengruppe Magnesiumgehalt in Millimol pro Liter
Säuglinge 0,48 bis 1,05
Kinder 0,60 bis 0,95
Frauen 0,77 bis 1,03
Männer 0,73 bis 1,06

Von einem Magnesiummangel wird gesprochen, wenn:

  • Der Magnesiumgehalt im Blut unter 0,65 Millimol pro Liter sinkt.
  • Die Konzentration an Magnesium im Urin unter drei Millimol pro Liter liegt.

Was entzieht dem Körper Magnesium?

Dein Körper benötigt täglich circa 350 Milligramm Magnesium. Dabei ist eine gewisse Reserve vorhanden. Wie bereits besprochen, können etwa 26 Gramm in den Knochen eingelagert werden.

Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass dem Körper unbemerkt Magnesium entzogen wird und ein Mangel eintritt.

Sport

Besonders bei Ausdauer- und Leistungssport vollbringt der Körper Höchstleistungen. Dies bedeutet Mehrarbeit für den Stoffwechsel und es wird automatisch mehr Magnesium ausgeschieden.

Alkoholkonsum

Verstärkter Alkoholkonsum führt ebenfalls zu einem Defizit an Magnesium. Über die Nieren wird der Stoff vermehrt ausgeschieden.

Stress

Werden vermehrt Stresshormone produziert, verengen sich gleichzeitig die Blutgefäße. Der Körper arbeitet nun dagegen und schickt vermehrt Magnesium in die Blutbahn, damit die Gefäße sich weiten können. Der entstandene Überschuss an Magnesium wird über die Nieren wieder ausgeschieden.

Medikamente

Auch Medikamente können die Ausscheidung von Magnesium fördern. Dabei spielen besonders im Rahmen der Chemotherapie verabreichte Mittel und entwässernde Präparate eine Rolle.

Was tun gegen Magnesiummangel: Die besten Behandlungsmethoden

Magnesiummangel ist nicht einfach zu diagnostizieren. Viele der genannten Symptome können auch auf andere Befindlichkeitsstörungen hinweisen und selbst der simple Wadenkrampf ist kein sicheres Indiz.

Besteht der Verdacht auf Defizite im Magnesiumhaushalt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann mögliche Ursachen ausschließen und Wege aufzeigen, den Magnesiummangel zu beheben.

Die Behandlung eines Magnesiummangels sollte immer mit einem Arzt abgesprochen werden. Er kann die Wurzel des Problems erkennen und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. (Bildquelle: pexels.com / rawpixel.com)

Besteht nachweislich ein Mehrbedarf an Magnesium, wird der Arzt entsprechende Medikamente verordnen. Magnesium kann in unterschiedlichen Darreichungsformen zugeführt werden.

Dabei gilt, dass organische Magnesiumsalze wie Magnesiumcitrat besser vom Körper aufgenommen werden können als Magnesiumoxid und andere anorganischen Magnesiumverbindungen.

Präparate, die einen Mangel an Magnesium ausgleichen sollen, zählen meist nicht zu den Arznei-, sondern zu den Nahrungsergänzungsmitteln. Die Übergänge können jedoch als beinahe fließend angesehen werden. Auch mit Nahrungsergänzungsmitteln kann ein Magnesiummangel therapeutisch behoben werden.

Magnesiummangel mit Tabletten behandeln

Magnesium Tabletten sind eine gängige Darreichungsform. Diese Nahrungsergänzungsmittel werden unzerkaut mit Wasser eingenommen. Die Präparate sind genau dosiert und können so dem individuellen Bedarf angepasst werden.

Die Dosis sollte von einem Mediziner festgelegt werden. Auf eigene Faust hohe Dosen an Magnesium einzunehmen, ist nicht ratsam. Es kommt zwar selten zu einer Überdosierung, der Wirkstoff wird aber ungenutzt wieder ausgeschieden.

Wenn es dir schwerfällt, die Magnesium Tabletten unzerkaut zu schlucken, kann auch auf Lutschtabletten ausgewichen werden. Diese sind einfach einzunehmen und häufig als Kombipräparate mit weiteren Vitaminen und Spurenelementen erhältlich.

Magnesiummangel mit Tropfen behandeln

Die Behandlung mit Magnesium Tropfen und Magnesium Öl besitzt den Vorteil, dass der Körper den Stoff viel besser aufnehmen kann, als dies bei Tabletten der Fall ist. Tropfen eignen sich auch für eine hochdosierte Einnahme. Allerdings muss die Dosis mithilfe der Pipette selbst bestimmt werden.

Magnesium Öl ist gut für unterwegs geeignet und kann mit Wasser oder Saft gemischt eingenommen werden. Es handelt sich zwar um kein Öl im eigentlichen Sinne, die Konsistenz erinnert jedoch daran.

Magnesium Tropfen sind auch zur äußerlichen Anwendung geeignet und können beispielsweise als Badezusatz verwendet werden. Magnesium Öl wird auch als praktischer Pumpspray angeboten und kann direkt auf die Haut aufgetragen werden.

Magnesiummangel mit Depotspritzen behandeln

Wer unter einem fortgeschrittenen Magnesiummangel leidet, benötigt eine schnelle Hilfe und muss Magnesium hochdosiert einnehmen. Die beste Form für diese Behandlung sind Injektionen in Form von Depotspritzen.

Ist der Bedarf nachgewiesen, wird der Arzt ein Rezept ausstellen. Die genaue Dosis ist wichtig, damit es nicht zu einem Magnesiumüberschuss im Körper kommt. Es werden meist mehrere Spritzen verabreicht. Begonnen wird dabei mit einer niedrigen Dosis. Der Arzt wird den Magnesiumwert im Blut regelmäßig überprüfen und die Dosis ggf. anpassen.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für Depotspritzen meist nicht. Private Kassen bestätigen häufig die Kostenübernahme. Eine Spritze kostet etwa 20 Euro.

Magnesiummangel mit Lebensmitteln ausgleichen

Ein leichter Magnesiummangel lässt sich gut durch eine Ernährungsumstellung beheben.

Besteht dieses Defizit, hast du bislang vermutlich eher weniger an folgenden Lebensmitteln zu dir genommen:

  • Nüsse
  • Kerne und Samen
  • Bananen
  • Beeren
  • Vollkornprodukte

Wie viel Magnesium in unseren Lebensmitteln steckt, verrät dir folgende Übersicht.

Lebensmittel in üblichen Verzehrsmengen Anteil an Magnesium in mg
100 g Kakao 499
30 g Mandeln 80
200 g Spinat 75
50 g Nüsse 110
50 g Mandeln 150
500 g Spinat 145
200 g Kartoffeln 86
200 g Lachs 70
100 g Hühnerfleisch 26
100 g Brokkoli 15
250 g Joghurt 45
100 g brauner Reis 42
1 Banane 30
1 Apfel 10
1 Karotte 8
1 Scheibe Vollkornbrot 25

Wie die Übersicht verdeutlicht, nimmt, wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt, ausreichend Magnesium zu sich.

Welche Magnesium Dosis ist sinnvoll?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat folgende Zahlen herausgegeben:

Personengruppe Dosierung pro Tag
Frauen 300 mg
Männer 350 mg

Für stillende Mütter ergibt sich ein Mehrbedarf und die Dosierung pro Tag liegt bei 390 Milligramm.

Die Nahrungsergänzung mit Magnesium verlangt etwas Geduld. Plötzlich auftretende Muskelkrämpfe bei sportlicher Anstrengung verschwinden nach der Einnahme von Magnesium nicht wie von Zauberhand.

Der Stoff sollte täglich zugeführt werden, um Defizite auszugleichen und den Beschwerden damit vorzubeugen. Wie lange die Einnahme erfolgen sollte, bis eine Wirkung eintritt, ist abhängig von der Schwere des Magnesiummangels.

Bis der Körper wieder ausreichend mit Magnesium versorgt ist, können durchaus mehrere Wochen bis Monate vergehen.

Darf ich Magnesium mit Kaffee einnehmen?

Den Tag mit einer Tasse Kaffee und einer Dosis Magnesium zu starten, erscheint weniger empfehlenswert. Es gibt zwar keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege hierfür, aber Wechselwirkungen zwischen Koffein und Magnesium sind nicht auszuschließen.

Koffein steht in Verdacht, die Aufnahme von Magnesium im Dünndarm zu hemmen. Es ist daher ratsam, Kaffee und Magnesium nicht zusammen einzunehmen. Einige Stunden sollten zwischen dem Morgenkaffee und der Magnesiumeinnahme im Idealfall liegen

Soll ich Magnesium morgens oder abends nehmen?

Zu welchen Tages- oder Nachtzeiten du Magnesium einnimmst, bleibt dir selbst überlassen. Auch auf die Mahlzeiten besitzt die Einnahme keinen Einfluss, abgesehen von der möglichen Wechselwirkung mit Koffein.

Leidest du häufig nachts unter Wadenkrämpfen, ist die Einnahme am Abend empfehlenswert. Der Magnesiumspiegel sinkt meist gegen Morgen ab. In Folge dessen kann sich die Muskulatur verkrampfen.

Eine Einschränkung ist auch gegeben, wenn du Schilddrüsenhormone einnehmen musst. Diese können in Verbindung mit Magnesium vom Körper nicht aufgenommen werden. Während die Hormone bevorzugt am Morgen eingenommen werden, sollte die Magnesiumeinnahme am Abend erfolgen.

Wie lange darf ich Magnesium einnehmen?

Magnesium sollte über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Ist der Mangel durch einen Test bestätigt und wird die Einnahme von einem Arzt überwacht, trifft dies auch auf hoch dosierte Präparate zu.

In der Regel beträgt die Einnahmedauer vier bis sechs Wochen. Ausnahmen sind möglich, sollten jedoch individuell abgeklärt werden.

Besteht die Gefahr einer Magnesium Überdosierung?

Da es sich um einen körpereigenen Stoff handelt, sind Magnesium Präparate meist gut verträglich. Sind die Defizite behoben, kann es gelegentlich zu weicheren Stühlen kommen. Diese Nebenwirkung ist jedoch harmlos und verschwindet, wenn die Dosis angepasst oder mit der Einnahme aufgehört wird.

Magnesium kann bei einem gesunden Menschen eigentlich nicht überdosiert werden, denn der Körper scheidet überschüssiges Magnesium über den Urin aus. Ist die Nierenfunktion eingeschränkt, kann sich Magnesium im Körper anreichern.

Dabei können folgende Symptome auftreten:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Lähmungen
  • Muskelschwäche

Die Einnahme von Magnesium sollten Menschen mit Nierenerkrankungen unbedingt mit ihrem Hausarzt abklären. In schweren Fällen kann sich die Herzleistung vermindern und im schlimmsten Fall droht ein Kreislaufstillstand.

Trivia: Was du sonst noch über das Thema Magnesiummangel wissen solltest

Auf Magnesium kann niemand verzichten. Da der Körper Magnesium nicht selbst herstellen kann, ist die ausreichende Aufnahme des Stoffes über die Nahrung notwendig. Damit kennst du dich nun bereits aus.

Im Folgenden erfährst du, was die Wissenschaft zum Thema Magnesiummangel zu sagen hat und ob auch dein Haustier Magnesium benötigt.

Gibt es Studien zum Thema Magnesiummangel?

An der Wirkungsweise von Magnesium wird weltweit geforscht. Ein Pionier auf diesem Gebiet war Norman Shealy. Der amerikanische Mediziner hat über mehrere Jahre unterschiedliche Darreichungsformen von Magnesium untersucht und sich dabei auf die Frage konzentriert, ob Magnesium auch über die Haut in ausreichender Form in den Körper gelangt.

An der Universität in Birmingham haben Wissenschaftler untersucht, wie sich ein Magnesium-Vollbad auf den Körper auswirkt. Bei 16 von 19 Studienteilnehmern war der Magnesiumgehalt nach einer Woche täglichen Vollbades nachweislich angestiegen. Es fehlt bislang an aussagekräftigen Studien mit mehreren Teilnehmern.

In einer Langzeitstudie wurde der Zusammenhang zwischen Magnesiummangel und dem plötzlichen Herztod untersucht. Es wurden 88.000 Frauen in die Studie einbezogen. Bei ausreichend mit Magnesium versorgten Studienteilnehmerinnen sank das Risiko am plötzlichen Herztod um 41 Prozent.

Können Tiere auch unter einem Magnesiummangel leiden?

Auch Tiere müssen Magnesium über die Nahrung aufnehmen, um ausreichend damit versorgt zu sein. Besonders bei Hunden und Pferden wurde in Stress-Situationen Magnesiummangel festgestellt.

Auch Tiere können an einem Magnesiummangel leiden. Bei Hunden und Pferden wurden dieser in Stresssituationen bereits festgestellt. (Bildquelle: pixabay.com / Alexandr Ivanov)

Die Symptomatik ähnelt dem Menschen, es können Muskelkrämpfe, Nervosität und leichte Erregbarkeit auftreten. Pferde bekommen häufig Koliken, da die Darmmuskulatur verkrampft.

Bei Pferden steht ein Mangel an Magnesium in engem Zusammenhang mit Hufrehe und EMS. Besonders häufig sind Sportpferde betroffen. Auch Polizei- oder Rettungshunde besitzen einen Mehrbedarf an Magnesium.

Pferde können gut mit Magnesium Öl behandelt werden auch bei Hunden können schmerzende Körperteile direkt damit versorgt werden. Wurde beim Tier ein Mangel an Magnesium festgestellt, ist auf eine hochwertige Nahrung zu achten, welche ausreichend Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente enthält.

Fazit

Magnesiummangel kann jeden treffen und bleibt dabei häufig über einen längeren Zeitraum unerkannt. Der Körper kann den Stoff nicht selbst herstellen, speichert aber einen bestimmten Vorrat in den Knochen. Erst wenn dieses Depot ausgeschöpft ist, erkennen wir das Defizit beim Bluttest.

Der Magnesiumbedarf kann von Mensch zu Mensch verschieden sein. Daher sollte beim Auftreten der genannten Mangelerscheinungen ein Arzt aufgesucht werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.meine-gesundheit.de/krankheit/krankheiten/magnesiummangel

[2] https://www.magnesium-ratgeber.de/magnesiummangel/

[3] https://www.netdoktor.de/laborwerte/magnesium/magnesiummangel/

[4] https://www.zentrum-der-gesundheit.de/magnesiummangel.html

[5] https://www.magnesium-mangel.info/mangel-symptome/

Bildquelle: unsplash.com / Adrian Swancar

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