Um zu überleben, benötigt der Mensch täglich gewisse Stoffe, um Energie bereitzustellen, Prozesse zu organisieren und die Herausforderungen des täglichen Lebens zu schaffen. Hierfür verwendet er sehr unterschiedliche Nährstoffe, die er sowohl aus seiner Umwelt zieht, sie selbst herstellt und aus dem, was er tagtäglich über Lebensmittel aufnimmt. Mit dazu gehören Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Sie alle übernehmen viele Aufgaben im menschlichen Körper, ergänzen sich jedoch auch gleichzeitig und sind für den Organismus des Lebewesens überlebensnotwendig. Damit Vorgänge jedoch reibungslos ablaufen, sind bestimmte Stoffe notwendiger als andere. Mineralstoffe stellen neben Vitaminen ein Element dar, das sehr vielschichtig ist.

In dem nachfolgenden Ratgeber beschäftigen wir uns gezielt mit Mineralstoffen, führen auf, wieso sie für jedes Lebewesen wichtig sind und wozu ein Mangel führen kann. Wir möchten darauf eingehen, welche Mineralstoffe und Spurenelemente es gibt, in welchen Lebensmitteln sie vorkommen und inwiefern Nahrungsergänzungsmittel und ihre Einnahme zur Mineralstoff-Zuführung sinnvoll sind.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Mineralstoffen spricht man von anorganischen Nährstoffen, zu deren Herstellung der Organismus nicht in der Lage ist. Sie müssen über die Ernährung zugeführt werden und stecken in zahlreichen Lebensmitteln.
  • Im menschlichen Körper sind insgesamt 26 Mineralstoffe und Spurenelemente vertreten. Letztere in einer solch geringen Menge, dass sie auch als Mikronährstoffe bezeichnet werden. Dagegen ist der Mengenbedarf an Mineralstoffen erheblich größer.
  • Ein Mineralstoffmangel lässt sich mittels der Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen. Allerdings ist die Einnahme nicht immer zwingend sinnvoll und eine Eigenmedikation daher abzuwägen.

Definition: Was sind Mineralstoffe?

Der menschliche Körper funktioniert wie ein Wunderwerk unterschiedlicher Vorgänge, die alle ineinandergreifen wie ein tadellos arbeitendes Uhrwerk. Jeder Handlung, jedem Gedanken geht ein Prozess voraus, der durch verschiedenste Stoffe ausgelöst wird. Um hierbei einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, braucht der Mensch täglich gewisse Substanzen, die ihm faktisch gesehen als Treibstoff dienen.

Die wohl bekanntesten Stoffe hierfür sind die sogenannten Vitamine. Mineralstoffe hingegen sind ebenso wichtig und übernehmen gleichwohl einige Aufgaben, damit gewisse Prozesse im Körper vorangetrieben werden. Generell spricht man bei Mineralstoffen von anorganischen Nährstoffen, die der Körper selbst nicht herstellen kann und die er über Lebensmittel zu sich nehmen muss.

Bemerkenswert hierbei ist, dass Mineralstoffe regulär in feststofflicher Form verfügbar sind und ihnen Bedingungen wie Hitze, Feuchtigkeit und Luft diesen keinen Schaden zufügt. Der menschliche Körper nutzt Mineralstoffe aufgrund ihrer chemischen Verbindungen, die in unterschiedlichsten Prozessen des täglichen Lebens eingesetzt werden.

Ein weiterer Punkt, der hier noch erwähnt werden sollte: Mineralstoffe kommen ebenso in der Erdkruste vor und können gesteinsbildend sein. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Mineralstoff Magnesium.

In welchen Lebensmitteln sind welche Mineralstoffe?

Da der Mensch die Mineralstoffe grundsätzlich nicht selbst herstellen kann, muss er sie über einen anderen Weg zu sich nehmen. Dies geschieht in der Regel über die Ernährung, da Mineralstoffe in zahlreichen Lebensmitteln vorkommen. Eine weitere Quelle hierfür ist Mineral- oder Leitungswasser, welches im Idealfall sogar mit diversen Mineralstoffen angereichert ist.

In der nachfolgenden Liste findest du einige Lebensmittel, die reich an Mineralstoffen sind und vor allem, welcher Bedarf mit ihnen gedeckt werden kann:

Lebensmittel enthaltene Mineralstoffe
Linsen Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Zink
getrocknete Aprikosen Kalium
Fisch Jod, Selen, Fluor
Buchweizen Eisen, Magnesium, Zink, Mangan
Steinpilze Selen, Zink
Kakaopulver Kalium, Eisen, Kupfer, Chrom, Zink, Mangan
Nüsse Selen, Kalium, Mangan, Fluorid
Emmentaler Kalzium, Zink
Soja Eisen, Kalium, Kupfer, Mangan, Zink
Milchprodukte Calcium
Bananen Magnesium
Vollkornbrot Magnesium, Eisen

Die hier genannten Lebensmittel sind nur ein Beispiel für die Vielfalt, die man dazu nutzen kann, um seinen täglichen Bedarf an Mineralstoffen zu decken. Der Gehalt variiert stark, weswegen es immer sinnvoll ist, nicht nur eine Mineralstoffquelle zu nutzen.

Um noch einmal kurz auf das Thema Mineral- oder Leitungswasser zurückzukommen: Generell ist der Verzehr von Leitungswasser kein Problem, da es sowohl geklärt als auch mit verschiedenen Mineralstoffen angereichert ist. Besteht jedoch ein besonderer Bedarf, sind unterschiedliche Mineralwasser im Handel erhältlich. Die typischen Stoffe, die einem Mineralwasser zugesetzt werden, sind:

Die Konzentration dieser Stoffe variiert, je nach Hersteller und Sorte.

Was ist der Unterschied zwischen Mineralstoffen und Spurenelementen?

Wie wir bereits erläutert haben, bestehen Mineralstoffe aus anorganischen Verbindungen, die der Organismus dazu nutzt, bestimmte Prozesse zu unterstützen. Von jedem Stoff benötigt er hierfür eine unterschiedlich hohe Menge an Rohmaterialien.

Mineralstoffe und Spurenelemente sind im Grunde identisch. Von einigen dieser Stoffe benötigt der menschliche Organismus pro Tag einen oder mehrere Gramm, um richtig zu funktionieren. Von Spurenelementen hingegen benötigt er täglich nur kleinste Spuren, was ihnen auch ihren Namen verleiht.

Daher werden beide Gruppen auch in Mikro- und Makronährstoffe unterteilt.

Hintergründe: Was du über Mineralstoffe wissen solltest

Was Mineralstoffe sind, haben wir dir bereits in der Definition erklärt, sowie in welchen Lebensmitteln du sie finden kannst. Nachfolgend gehen wir ein wenig näher auf die Aufgaben der unterschiedlichen Stoffe ein und erörtern, welche Dosis der Mensch täglich benötigt.

Ferner nehmen wir das Thema Mineralstoffmangel unter die Lupe, wie man ihn feststellt und ob es Maßnahmen gibt, die man abseits des Verzehrs bestimmter Lebensmittel in Anspruch nehmen kann.

Welche Funktion haben Mineralstoffe?

Jeder Mineralstoff und jedes Spurenelement wird im Organismus für eine oder mehrere Aufgaben eingesetzt. Einige davon spielen sogar gemeinsam bei der Bewältigung einer Aufgabe eine Rolle. Daher möchten wir nachfolgend einmal in einer Tabelle aufführen, welche Aufgaben die jeweiligen Mineralstoffe ausführen, um einen Überblick zu erlangen.

Mineralstoff Aufgabe
Natrium (Na) Diesen Stoff benötigt der Körper, um den Flüssigkeitshaushalt zu organisieren. Zudem wird er dazu eingesetzt, um eine korrekte Signalübertragung im Bereich der Nerven und Muskelkontraktion zu gewährleisten.
Chlorid (Cl) Übernimmt einerseits zusammen mit Natrium das Management des Wasserhaushalts. Dazu ist es im Bereich der Verdauung dafür zuständig, dass genügend Magensäure produziert wird.
Kalium (K) Zusammen mit Chlorid und Natrium ist Kalium mit der wichtigste Stoff bei der Verwaltung des Wasserhaushalts. Mit Chlorid zusammen ist es ferner zuständig für die Signalübertragung im Bereich der Muskeln und Nerven. Beide Stoffe beeinflussen sich dabei gegenseitig und fungieren als Gegenspieler. Daher ist bei diesen Stoffen stets ein ausgewogenes Gleichgewicht wichtig.
Calcium (Ca) Calcium findet man vielfach in Milchprodukten, welche dafür bekannt sind, dass sie wichtig für den Aufbau von Zähnen und Knochen sind. Gleichzeitig wird es dafür eingesetzt, dass Muskeln sich zusammenziehen und wieder entspannen. Calcium spielt außerdem eine Rolle bei der Blutgerinnung und der optimalen Funktion der Nerven. Zuletzt ist es für die Regulierung des Blutdrucks essentiell.
Eisen (Fe) Es wird zu den Spurenelementen gezählt. Der Körper braucht Eisen, um sich mit dem nötigen Sauerstoff zu versorgen. Eisen ist ein wichtiger Teil des Blutes, ebenso ist es im Energiestoffwechsel vertreten.
Zink (Zn) Von Zink profitieren zahlreiche Enzyme, die an der Proteinproduktion beteiligt sind. Es wird beispielsweise bei der Bildung von genetischem Material eingesetzt und beeinflusst gleichzeitig den Geschmackssinn des Menschen. Bei einem genügenden Spiegel sorgt es für ein gesundes Immunsystem und ist ausschlaggebend bei der Entwicklung des Nachwuchses im Mutterleib. Zink spielt außerdem eine Rolle bei der Wundheilung.
Magnesium (Mg) Der Stoff wird vorwiegend bei der Produktion von Proteinen benötigt. Außerdem ist er in punkto Signalübertragung bezüglich der Nerven wichtig, sowie für den Erhalt eines gesunden Immunsystems.
Jod (I) Insbesondere die Schilddrüse benötigt täglich eine Dosis dieses Spurenelements. Innerhalb von Jod kommt das Schilddrüsenhormon Thyroxin vor. Seine Aufgaben: Kontrolle des Wachstums, Stoffwechselfunktion und die generelle Entwicklung.
Selen (Se) Bei Selen handelt es sich um einen Stoff, der den Körper vor freien Radikalen schützt und gleichzeitig den Alterungsprozess beeinflusst. Ein Mangel führt beispielsweise zur schnelleren Hautalterung.
Kupfer (Cu) Ein Stoff, welcher maßgeblich am Eisenstoffwechsel beteiligt ist, der von Sportlern sehr geschätzt wird und der auch im Körper ein Teil vieler Enzyme darstellt.
Mangan (Mn) Ähnlich wie bei Kupfer, ist Mangan in Enzymen enthalten. Dazu übernimmt es gemeinsam mit Selen den Schutz vor Alterungserscheinungen, verbessert die Leistung des Gehirns und hält die Nerven auf Trab.
Fluorid (F) Fluorid übernimmt je nach Altersstufe unterschiedliche Aufgaben. Beim Heranwachsen übernimmt es die korrekte Ausbildung der Zähne und Knochen. Im Erwachsenenalter ist Fluorid vor allem dazu da, um Zähne und Knochen vor dem Verfall zu schützen.
Chrom (Cr) Dieser Stoff hat vor allem die Aufgabe, den Insulinspiegel auf einem moderaten Level zu halten. Es ist somit maßgeblich für den Blutzuckerspiegel verantwortlich und hilft gleichzeitig dabei, dass der Körper Glucose möglichst optimal aufnimmt. In diesem Zusammenhang hat Chrom außerdem die Aufgabe, die Fettverbrennung und Muskelaufbau zu beeinflussen.

In der vorangegangenen Liste werden hauptsächlich die Mineralstoffe und Spurenelemente aufgeführt, die der Körper sehr dringend und in bestimmten Mengen benötigt. Daneben sind auch Stoffe wie Molybdän, Nickel, Silicium, Cobalt und Vanadium wichtig für den menschlichen Körper. Sie helfen vor allem dabei, die anderen Prozesse zu ergänzen und tragen zu einer reibungslosen Funktion bei.

Wie hoch ist der Tagesbedarf für Mineralstoffe?

Wie auch bei den Vitaminen benötigt der Mensch pro Tag eine gewisse Dosierung an Mineralstoffen, um sämtliche Prozesse im Körper zu unterstützen und somit einen gesunden Organismus zu erhalten. Unterschieden wird hier hauptsächlich nach dem Geschlecht. Von manchen Stoffen benötigen Männer (m) beispielsweise eine geringere Dosis als Frauen (f).

Eine Besonderheit stellen hierbei Schwangere und stillende Frauen dar. Hier einmal eine kleine Tabelle, die für eine bessere Übersicht sorgt (die angegebenen Werte entsprechen dem täglichen Bedarf eines Kindes im Alter zwischen sieben und zehn Jahren und eines Erwachsenen aus der Altersgruppe der 25- bis 51-jährigen):

Mineralstoff täglicher Bedarf bei Kindern täglicher Bedarf bei Erwachsenen Männer/Frauen
Natrium 750 mg 1.500 mg
Chlorid 1.150 mg 2.300 mg
Kalium 2.000 mg 4.000 mg
Calcium 750 mg 1.000 mg
Phosphor 800 mg 700 mg
Magnesium 170 mg 350 mg/300 mg
Eisen 10 mg 10 mg/15 mg
Jod 140 µg 200 µg
Fluorid 1,1 mg 3,8 mg/3,1 mg
Zink 7,0 mg 10,0 mg/7,0 mg
Selen 30 µg 70 µg/60 µg
Kupfer 1,0 - 1,5 mg 1,0 - 1,5 mg
Mangan 2,0 - 3,0 mg 2,0 - 5,0 mg
Chrom 20 - 100 µg 30 - 100 µg
Molybdän 40 - 80 µg 50 - 100 µg

Die angegebenen Werte des Mineralstoffbedarf stammen aus einer Liste, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herausgegeben wurde. Neben den aufgeführten Angaben sind ebenfalls andere Altersklassen abgefasst. Diese hier dienen vor allem der Erschließung, dass ein Kind durchaus einen anderen Bedarf hat als ein Erwachsener.

Welche Mineralstoffe fehlen uns in Deutschland häufiger?

In Berichten der Medien ist es immer wieder zu lesen, dass besonders innerhalb Deutschlands ein Mangel an bestimmten Mineralstoffen besteht. Im Gespräch sind hierbei vorwiegend Eisen und Jod. Die Ursache dieser Unterversorgung liegt meistens am eigenen Lebensstil. So haben beispielsweise Vegetarier meist Probleme, eine ausreichende Versorgung mit Eisen sicherzustellen.

Besondere Risikogruppen für einen Eisenmangel sind:

  • Menschen die bestimmte Medikamente einnehmen
  • Patienten mit Morbus Crohn oder Zöliakie
  • Frauen mit besonders schwerwiegender Regelblutung

Bei den angesprochenen Medikamenten handelt es sich um jene, welche die Produktion von Magensäure reduzieren. Hierbei ergibt sich das Problem, dass für die korrekte Resorption von Eisen ein saures Milieu im Magen erforderlich ist.

In Bezug auf Jod sollte es eigentlich nicht zu einem Mangel kommen, da in der heutigen Zeit viele Salzhersteller damit arbeiten, in ihrer Produktion Jod als Zusatzstoff zu verarbeiten. Betroffen hiervon sind vor allem Menschen, die Jodsalz kategorisch meiden. Auf Dauer kommt es zu einem Mangel, gefolgt von einer Schilddrüsenunterfunktion. Schlimmstenfalls sorgt dies bereits im Mutterleib für Fehlbildungen.

Ein weiterer Stoff, der innerhalb Deutschlands als problematisch gekennzeichnet ist, ist Kalzium. Es befindet sich hauptsächlich in Milchprodukten, allerdings wird im Rahmen von Studien immer wieder festgestellt, dass keine Altersgruppe den Bedarf wirklich deckt. Problematisch ist hierbei die immer häufiger auftretende Laktoseintoleranz, welche es den Betroffenen erheblich erschwert, jegliche Milchprodukte zu sich zu nehmen.

Um bezüglich des Kalziums keinen Mangel zu erzeugen, sind jedoch inzwischen zahlreiche Alternativen erhältlich, die reich an Kalzium sind. Mit dazu gehören beispielsweise Sesam und Produkte, die aus Soja hergestellt sind.

Wie wird ein Mineralstoffmangel festgestellt?

Regulär gilt, dass Mangelerscheinungen sehr unterschiedlicher Natur sein können, je nachdem, welcher Mineralstoffmangel sie verursacht. Anzeichen für einen Mangel zeigen sich beispielsweise in Form von:

  • Haarausfall
  • brüchige Nägel
  • Herzstolpern
  • Muskelschmerzen
  • Kreislaufprobleme
  • Hautveränderungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Abgeschlagenheit
  • Magen-Darm-Probleme
  • ständige Müdigkeit
  • Kopfschmerzen

Die Ursachen für den Mangel können sehr vielfältig sein und lassen sich nicht konkret umreißen. Manchmal ist es auch einfach die Umstellung aufgrund einer anderen Lebenssituation, die Einnahme von Medikamenten, oder aber eine schwerwiegende Erkrankung.

Um eine wirklich fundierte Diagnostik anzustellen, ist es daher immer empfehlenswert, bei einem Verdacht einen Arzt hinzuzuziehen. Dieser unternimmt anhand der Schilderung der Symptome einen Bluttest. Das Ergebnis wird im Labor analysiert. Handelt es sich um einen besonders schwerwiegenden Fall, verabreicht der Arzt meist vor Ort eine intravenöse Versorgung mittels Elektrolytlösung.

Sobald feststeht, welcher Mineralstoffmangel vorliegt, wird in Abstimmung mit dem Arzt eine Behandlung angestrebt. Die Art der Behandlung hängt von der Schwere des Mangels ab. In vielen Fällen liegt beispielsweise nur ein kleinerer Mangel vor, der sich mittels einer Ernährungsumstellung oder einem anderen Trinkverhalten behandeln lässt.

Liegt hingegen ein schwerwiegender Mangel vor, verschreibt der behandelnde Arzt für gewöhnlich ein geeignetes Präparat, um den Mangel auszugleichen. Zwar gibt es im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel einige Produkte, die man hierfür zur Rate ziehen kann, doch ist die Dosierung in vielen Fällen nicht ausreichend.

Das verordnete Produkt wird vom Betroffenen meist über einen gewissen Zeitraum regelmäßig eingenommen, um der Unterversorgung entgegenzuwirken. Zum Abschluss wird in der Regel erneut ein Bluttest vorgenommen und die Behandlung entweder beendet, oder – sofern erforderlich – fortgeführt.

Mineralstoffe als Nahrungsergänzung: Praktische Anwendung und Vorteile

Auf dem Markt gibt es ein breit gefächertes Angebot unterschiedlicher Produkte zur Nahrungsergänzung. Hierbei unterscheidet man vor allem nach:

  • Monopräparaten
  • Kombinationspräparaten

Monopräparate enthalten, wie der Name schon vermuten lässt, einen einzelnen Mineralstoff. Sie lassen sich gezielt zur Behandlung eines bestimmten Mangels einsetzen. Kombinationspräparate hingegen sind eine Mischung aus mehreren Mineralstoffen, die zumeist zusätzlich Vitamine enthalten. Ob sich der Einsatz solcher Produkte empfiehlt oder nicht, hängt vom jeweiligen Mangel ab.

Eine große Rolle bei der Wahl des richtigen Nahrungsergänzungsmittels ist vor allem die Dosierung der Inhaltsstoffe. Laut verschiedener Medien ist diese entweder zu gering, oder sogar überdosiert. Daher ist es stets empfehlenswert, bei einem ernsthaften Mangel den Rat eines Arztes einzuholen, um das richtige Produkt zu ermitteln.

Nahrungsergänzungsmittel sind außerdem in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Diese nehmen wir uns in den nachfolgenden Absätzen einmal etwas genauer vor.

Mineralstoffe als Tabletten einnehmen

Die wohl häufigste Darreichungsform von Mineralstoffpräparaten ist die Tablette. Sie sind im Grunde aus einem Pulver gefertigte Presslinge, die einfach mit etwas Wasser eingenommen werden können. Sie sind sowohl als Monopräparate als auch in Kombination mit anderen Wirkstoffen erhältlich.

Ein großer Vorteil von ihnen besteht darin, dass sie bei Bedarf geteilt werden können und so eine bessere Dosierung anzustellen ist. Ein kleiner Nachteil besteht bei jenen, die ohnehin schon unter Schluckbeschwerden leiden, da die Tabletten für sie nicht leicht einzunehmen sind.

Mineralstoffe als Kapseln einnehmen

Eine Alternative für die Tabletten sind Kapseln. Hierbei ist das Pulver mit einer Ummantelung aus Cellulose oder Gelatine versehen, die sich im Magen auflöst und so die Wirkstoffe freigibt. Derlei Kapseln enthalten meist mehrere Vitamine und Mineralstoffe, lassen sich von vielen jedoch leichter schlucken als Tabletten. Die Einnahme erfolgt in der Regel ebenfalls mit etwas Wasser.

Mineralstoffe als Pulver einnehmen

Für diejenigen, die Beschwerden beim Schlucken von Tabletten oder Kapseln aufweisen, ist Pulver eine willkommene Alternative. Die angebotenen Produkte werden entweder als Granulat, ohne den Zusatz von Wasser eingenommen, oder in Flüssigkeit aufgelöst und getrunken. Für welche Variante man sich hier entscheidet, hängt von den eigenen Vorlieben ab.

Ein Vorteil von Granulat besteht darin, dass es sehr alltagstauglich ist, da die Einnahme auch ohne das Vorhandensein von Wasser möglich ist. Zudem ist es möglich, eine individuelle Dosierung anzuwenden, sofern dies erforderlich ist.

Mineralstoffe als Öl einnehmen

Eine weitere Verfahrensweise ist die Zuführung der Mineralstoffe mittels eines geeigneten Öls. Es wird einfach in die Ernährung eingebunden und über Salate, oder generell das Essen gegeben. Es bieten sich hierfür insbesondere Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren an. Diese enthalten oftmals Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Kalzium oder Magnesium.

Welche Mineralstoffe sind wasserlöslich?

Zwar sind Mineralstoffe gegen Hitze, Lufteinwirkung und Feuchtigkeit resistent, doch es gibt einen Weg, sie aus Lebensmitteln zu lösen. Denn im Grunde sind sämtliche Mineralstoffe wasserlöslich. Daher ist es auch sehr sinnvoll, das Wasser, in dem beispielsweise Gemüse gekocht wurde, nicht einfach zu entsorgen. Es findet in einigen Fällen idealen Einsatz in der Herstellung von Soßen, die Mineralstoffe bleiben erhalten.

Generell gilt jedoch, dass entsprechende Lebensmittel nicht zu lange gewässert oder gekocht werden sollten, da sich die Mineralstoffe andernfalls aus ihnen lösen und somit beim Verzehr nicht mehr vertreten sind.

Gibt es Wechselwirkungen bei der Einnahme von Mineralstoffen?

Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist es immer empfehlenswert, auf die richtige Dosierung zu achten. Das ist deshalb so wichtig, weil es unter den Mineralstoffen als auch in Kombination mit Vitaminen sowohl gute Teams als auch Gegenspieler gibt.

Hier ein paar Beispiele, welche Kombinationen du vermeiden solltest und warum:

  • Phosphor und Zink hemmen die Aufnahme von Magnesium. Die Einnahme von Kombinationspräparaten ist hier also nicht zu empfehlen. Ferner ist der gemeinsame Verzehr von magnesiumhaltigen Lebensmitteln und Colagetränken zu vermeiden.
  • Kalzium arbeitet gegen Zink. Sofern eine Steigerung der Zinkaufnahme gewünscht ist, sollten Milchprodukte in jedem Fall vermieden werden, weil sie die Aufnahme von Zink im Darm negativ beeinflussen. Gleiches gilt bei der Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel.
  • Vitamin E stört die Eisenaufnahme, Vitamin C hingegen fördert es. Eine eisenhaltige Mahlzeit darf ohne Bedenken durch ein Glas Orangensaft ergänzt werden, da dieses viel Vitamin C enthält. Bei einer Supplementierung ist darauf zu achten, dass diese nicht gleichzeitig Eisen und Vitamin E enthält.

Ein weiterer Bereich, bei dem man in jedem Fall auf Wechselwirkungen achten sollte, ist die zusätzliche Einnahme von Medikamenten. So kann beispielsweise Magnesium die Aufnahme bestimmter Sorten Antibiotika behindern und die Wirkung stark verlangsamen.

Ähnliches gilt bei manchen Medikamenten gegen Asthma, welche die Aufnahme von Kalzium im Darm behindern. Über kurz oder lang besteht die Gefahr eines Kalziummangels, da gleichzeitig die Ausscheidung über die Nieren in erhöhtem Maß stattfindet.

Fazit

Ohne eine entsprechende Versorgung mit allen notwendigen Mineralstoffen kann ein Mensch langfristig nicht leben, andernfalls entwickelt er zunächst gesundheitliche Probleme. Jeder der im Organismus vertretenen Mineralstoffe ist wichtig, sie müssen aber zwingend über die Ernährung zugeführt werden. Für die korrekte Dosierung gibt es entsprechende Empfehlungen, die mit einer ausgewogenen Ernährung leicht einzuhalten sind.

Sofern es dennoch einmal zu einem Mangel kommt, wird bei entsprechenden Symptomen ein Bluttest beim Arzt unternommen. Dank diesem ist die genaue Bestimmung des Mangels und eine gezielte Behandlung möglich. Hierfür verordnet der Arzt in der Regel geeignete Mineralstoffpräparate, die einen Ausgleich schaffen.

Zwar gibt es auf dem Markt zahlreiche Produkte, die sich für eine Eigenmedikation eignen, doch ist eine eigenmächtige Einnahme eher nicht zu empfehlen, da es hierbei zu Wechselwirkungen mit anderen Mineralstoffen kommen kann, oder einzunehmende Medikamente die Aufnahme im Körper negativ beeinflussen können.