pflanzliche Potenzmittel
Zuletzt aktualisiert: 15. September 2020

Probleme mit der Erektion sind für Männer oft sehr unangenehm und frustrierend. Dagegen gibt es eine große Anzahl von Potenzmitteln, die dabei helfen sollen, die sexuelle Leistungsfähigkeit zu verbessern. Viele dieser Mittel sind auf pflanzlicher Basis und jedes verspricht, das neue Wundermittel zu sein. Oft bekommst du die pflanzlichen Potenzmittel ohne Rezept als Nahrungsergänzungsmittel in der Apotheke oder im Internet.

Im Folgenden zeigen wir dir, was hinter einigen pflanzlichen Potenzmitteln steckt und was sie im Körper bewirken. Zudem erklären wir dir, worauf du bei der Einnahme unbedingt achten solltest, um dich nicht selbst zu gefährden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Oftmals werden pflanzliche Potenzmittel als Wundermittel beworben. Einige können gegen erektile Dysfunktionen auf unterschiedliche Weise helfen. Die Wirkung ist jedoch nicht so gut erwiesen, wie bei rezeptpflichtigen Medikamenten.
  • Pflanzliche Potenzmittel sind meist rezeptfrei zu kaufen. Es sollte trotzdem Vorsicht geboten sein, da es zu Nebenwirkungen kommen kann. Zudem sind viele pflanzliche Wirkstoffe noch nicht sehr umfassend wissenschaftlich untersucht.
  • Auch Lebensmittel haben Einfluss auf die Potenz. Dabei gilt es vor allem, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Das bringt langfristig mehr, als sich nur auf einzelne Lebensmittel zu fokussieren.

Definition: Was sind Potenzmittel?

Potenzmittel helfen dabei, erektile Dysfunktionen zu behandeln und diesen entgegenzuwirken. Von einer erektilen Dysfunktion wird gesprochen, wenn der Mann Probleme bei der penalen Erregung hat. Das bedeutet, dass er keine Erektion bekommen kann, oder diese nicht lang genug aufrechterhalten kann, um sexuell aktiv zu sein.

Potenzmittel enthalten Wirkstoffe, welche die Erektion anregen oder einen Mangel von bestimmten Substanzen im Körper ausgleichen mit demselben Effekt. Hierbei wird oft die Durchblutung angeregt  oder Stresssymptome werden gemindert. Das wohl bekannteste Potenzmittel ist Viagra, das synthetisch hergestellt wird und ist in der Regel verschreibungspflichtig ist. Potenzmittel können jedoch auch aus bestimmten Pflanzen hergestellt werden, die entsprechende Wirkstoffe enthalten.

Hintergründe: Was du über pflanzliche Potenzmittel wissen solltest

Neben synthetischen Potenzmitteln, wie Viagra, gibt es zahlreiche pflanzliche Mittel. Diese versprechen, eine ähnliche Wirkung zu haben. Um deine wichtigsten Fragen zu diesem Thema zu klären, haben wir dir hier alles zusammengestellt, was du über Potenz und pflanzliche Potenzmittel wissen musst.

Wann brauche ich Potenzmittel?

Potenzmittel wirken einer erektilen Dysfunktion des Mannes entgegen. Von einer erektilen Dysfunktion spricht man, wenn ein Mann in mehr als zwei Dritteln aller Versuche keine Erektion bekommen oder aufrechterhalten kann. Dies bedeutet, dass er keinen Geschlechtsverkehr vollziehen kann, da der Penis nicht hart genug ist, oder vorzeitig erschlafft. Umgangssprachlich wird auch von einer Potenzstörung gesprochen.

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Mit 70 Jahren ist jeder dritte Mann von Potenzstörungen betroffen.

Jedoch kennt auch unter jüngeren Männern zwischen 20 und 30 bereits jeder zehnte das Problem.

Diese Potenzstörungen kommen vermehrt mit fortschreitendem Alter vor. Mit 70 Jahren ist jeder dritte Mann von Potenzstörungen betroffen. Jedoch kennt auch von jüngeren Männern zwischen 20 und 30 bereits jeder zehnte das Problem.

Oftmals ist ein Gang zum Arzt bei diesen Problemen sinnvoll, da Erektionsstörungen auf andere Probleme im Körper hinweisen können. Dann brauchst du unbedingt eine Behandlung für diese Probleme.

Teilweise können die zugrunde liegenden Probleme jedoch nicht so leicht therapiert werden, oder lassen sich nicht eindeutig feststellen. Dann kannst du auf Potenzmittel zurückgreifen, welche sich auf die Funktion beschränken, Erektionen zu erleichtern.

Was beeinflusst die Potenz?

Die Potenz von Männern kann von vielen Faktoren beeinflusst werden. Der erste wichtige Faktor ist das Alter. Die sexuelle Potenz nimmt mit dem Alter ab, besonders bei Männern ab 50. Dazu kommen vielerlei Faktoren der Gesundheit und des Lebensstils.

Gute allgemeine Gesundheit kann mit einer höheren sexuellen Aktivität einhergehen. Männer ohne chronische Gesundheitsbeschwerden haben ein deutlich geringeres Risiko für erektile Dysfunktionen.

Alter   Anteil mit Erektionsstörungen
20-30 Jahre ca. 10 %
40 Jahre ca. 15 %
70 Jahre ca. 30 %

Allgemein haben Männer, die physisch aktiv sind, weniger Probleme mit Potenzstörungen. Männer mit Übergewicht haben dagegen ein höheres Risiko. Auch Rauchen, Alkoholkonsum und viel Zeit vor dem Fernseher können die Potenz negativ beeinflussen.

Pflanzliche Potenzmittel-1

Eine gesunde Ernährung und ein gesunder Lebensstil können die sexuelle Leistungsfähigkeit steigern.
(Bildquelle: We-Vibe WOW Tech / unsplash)

Häufige Probleme, die zu erektiler Dysfunktion führen können, sind Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen, aber auch Herz-Kreislaufprobleme und andere Beschwerden. Auch einige Medikamente können zu erektiler Dysfunktion führen (2, 3).

Welche pflanzlichen Potenzmittel gibt es?

Pflanzliche Potenzmittel werden, wie der Name verrät, aus Pflanzen gewonnen und nicht synthetisch hergestellt, wie andere Potenzmittel. Zu den einfachsten pflanzlichen, oder natürlichen Potenzmittel kann man Lebensmittel zählen.

Einigen Lebensmitteln wird nachgesagt, dass sie die Potenz anregen können, meist durch Stoffe, die unser Körper für seine Gesundheit benötigt.

Dies passiert meist durch bestimmte Stoffe, die wir zu uns nehmen, welche die Potenz beeinflussen können. Zudem ist auch eine gesunde Ernährung wichtig für die Gesundheit und damit indirekt auch für die Potenz.

Abgesehen von Lebensmitteln, gibt es einige Wirkstoffe, die aus Pflanzen gewonnen werden und als pflanzliche Potenzmittel erhältlich sind. Zu den bekanntesten pflanzliche Potenzmitteln zählen Yohimbin, Ginseng, Maca und Arginin. Diese wirken unterschiedlich und sind teilweise nur dürftig wissenschaftlich untersucht. Welches dieser Mittel für welche Ursachen von Potenzstörungen empfohlen werden kann, findest du weiter unten im Artikel (1).

Wie wirksam sind pflanzliche Potenzmittel?

Die Wirksamkeit von pflanzlichen Potenzmitteln ist nur von wenigen Studien belegt. Pflanzliche Potenzmittel sind also leider nicht so gut erforscht, wie synthetische Potenzmittel, beispielsweise Viagra. Oftmals werden sie als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und nicht als Medikament. Das bedeutet jedoch auch, dass die Wirkung nicht nachgewiesen werden muss, wie bei verschreibungspflichtigen Mitteln.

Als besonders vielversprechend gilt der Wirkstoff Ginseng.

Andere Mittel, wie Yohimbin wirken eher bei psychischen Ursachen. Arginin dagegen soll nur einen Mangel der entsprechenden Aminosäure im Körper ausgleichen und dadurch bei Potenzproblemen helfen (1).

Lebensmittel haben meist nur geringe direkte Wirkungen auf die Potenz. Zink- oder selenhaltige Lebensmittel regen die Testosteronproduktion an, Vitamine verringern die Müdigkeit oder helfen dem Energiestoffwechsel. Die Wirkung dieser Lebensmittel lässt sich am besten bei einer langfristig gesunden Ernährung erkennen, da sie gleichzeitig die allgemeine Gesundheit stärkt (7).

Kann ich pflanzliche Potenzmittel rezeptfrei kaufen?

In der Regel bekommst du pflanzliche Präparate rezeptfrei in der Apotheke. Viele Potenzmittel können auch im Internet bestellt werden. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, da diese weniger gut überwacht werden. Es können nicht deklarierte Stoffe in den Potenzmitteln enthalten sein, die unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen, wie die Verbraucherzentrale warnt (7).

Generell ist es ratsam zuerst mit deinem Arzt zu sprechen, bevor du pflanzliche Potenzmittel einnimmst, auch wenn diese rezeptfrei verkäuflich sind. Potenzbeschwerden können auch Symptome von Krankheiten sein, besonders für Probleme mit den Blutgefäßen.

Ist dies der Fall, kann der Arzt andere Therapiemöglichkeiten verschreiben. Auch wenn du bereits andere Medikamente nimmst, solltest du die Einnahme von Potenzmitteln mit deinem Arzt absprechen. Einige Wirkstoffe haben Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die zu unangenehmen Nebenwirkungen führen können.

Welche Nebenwirkungen haben pflanzliche Potenzmittel

Wie die meisten Medikamente haben auch pflanzliche Potenzmittel diverse Nebenwirkungen. Wie stark diese ausgeprägt sind und welche es sind, hängt von dem jeweiligen Mittel ab. Es können einige Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten, was zu ungewollten Reaktionen führt. So kann Yohimbin den Blutdruck steigern und Wechselwirkungen mit Blutdrucksenkern hervorrufen. Eine genauere Auflistung der Nebenwirkungen zu den einzelnen Potenzmitteln findest du weiter unten im Artikel.

Da Wechselwirkungen zwischen pflanzlichen Potenzmitteln und anderen Medikamenten auftreten können, ist es essenziell, dass der Arzt von der Einnahme weiß.

Auch wenn die meisten pflanzlichen Präparate frei verkäuflich sind, solltest du die Anwendung auf jeden Fall deinem Arzt bei Behandlungen mitteilen.

Auch wenn du dich wegen erektiler Dysfunktion behandeln lässt, musst du deinen Arzt von den bereits eingenommenen Präparaten informieren. Besonders falls dieser weitere Potenzmittel verschreibt, muss er unbedingt darüber informiert sein, da es unter Umständen zu Nebenwirkungen kommen kann.

Relativ ungefährlich sind dagegen potenzsteigernde Lebensmittel, solange sie in Maßen eingenommen werden. Der Körper ist die Aufnahme dieser natürlichen Stoffe gewöhnt und solange du nicht zu viel von einem Lebensmittel isst, solltest du in der Regel kaum Probleme haben. Allergien oder ähnliches können natürlich immer auftreten, in diesem Fall solltest du dich an deinen Arzt wenden (3).

Pflanzliche Potenzmittel: Anwendung von natürlichen Potenzmittel und potenzsteigernde Lebensmittel

Im Folgenden werden wir dir einige typische pflanzliche Potenzmittel vorstellen. Dabei gehen wir auf die erwiesenen Wirkungen, sowie potenzielle Nebenwirkungen ein. Zusätzlich erklären wir dir, welche Lebensmittel Einfluss auf die sexuelle Leistungsfähigkeit haben. Natürlich ist bei der Einnahme jeglicher Wirkstoffe Vorsicht zu wahren und am besten stimmst du die Einnahme mit deinem Arzt ab.

Pflanzliche Potenzmittel

Insgesamt ist die Studienlage zu pflanzlichen Potenzmitteln eher dürftig. Viele sind auf ihre Wirkungen und Nebenwirkungen nicht ausreichend erforscht. Oftmals werden sie als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und nicht in ihrer Reinform, sondern mit anderen Stoffen, wie Vitaminen gemischt. Im Folgenden sind einige gängige pflanzliche Potenzmittel aufgeführt und die bisherigen Erkenntnisse zu ihrer Wirkung  erläutert.

Yohimbin

Der Wirkstoff Yohimbin wird aus der Rinde eines zentralafrikanischen Baumes gewonnen und wirkt im zentralen Nervensystem. Er kommt vor allem bei psychisch bedingten Erektionsstörungen zum Einsatz. Die Wirkung ist aktuell jedoch nicht ausreichend belegt.

Mit dem Yohimbin Extrakt kommen jedoch auch einige Nebenwirkungen. Es kann den Blutdruck steigen lassen oder Kopfschmerzen, Angstzustände oder Verdauungsbeschwerden hervorrufen. Außerdem könnte die Wirkung anderer Medikamente, wie Blutdrucksenker oder Antidepressiva, beeinträchtigt werden (1).

Vorteile
  • Wirkt bei psychisch bedingten Erektionsstörungen
  • Indizien auf tatsächliche Wirksamkeit
  • Mehr medizinische Vor- als Nachteile
Nachteile
  • Blutdruck kann steigen
  • Kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen

Trotzdem gibt es einige klinische Studien, die belegen, dass Yohimbin wirksam gegen psychologisch bedingte erektile Dysfunktionen ist. Mit seiner Wirkung, auch in Verbindung mit anderen Medikamenten, hat es insgesamt mehr Vorteile als Nachteile. Die damit verbundenen Risiken sind laut den Studien kein genereller Grund, Yohimbin nicht einzunehmen (5, 6).

Ginseng

Ginseng ist ein Wirkstoff aus Korea, der je nach Verarbeitung unterschiedliche Wirkungen und Funktionen hat. Dem sogenannten Roten Ginseng wird nachgesagt, die sexuelle Potenz zu steigern und wird somit als Potenzmittel verkauft.

Zu Ginseng gibt es, wie zu den meisten pflanzlichen Potenzmitteln nur wenige Studien. Diejenigen, die durchgeführt wurden, sind jedoch sehr vielversprechend. Es gibt also einige Indizien dafür, dass Ginseng tatsächlich hilft bei erektiler Dysfunktion indem es die Durchblutung der Gefäße im anregt. Zusätzlich stärt Ginseng das Immunsystem und hilft gegen Stresssymptome. Der Wirkstoff wird zudem als vergleichsweise sicher eingestuft.

Vorteile
  • Vielversprechende Studien
  • Vergleichsweise sicherer Wirkstoff
Nachteile
  • Kann zu Blutungen führen (besonders mit anderen Medikamenten)

Ginseng kann im Zusammenspiel mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten, wie beispielsweise Aspirin Blutungen hervorrufen. Zudem solltest du vor Operationen unbedingt den Arzt über die Einnahme von Ginseng informieren, da es zu Blutungen kommen kann (8).

Arginin

L-Arginin Präparate sind besonders bei leichten Störungen ein effektives Mittel zur Anregung der Potenz. Es handelt sich bei L-Arginin um eine natürliche Aminosäure, die in unserem Körper hergestellt wird. Die Präparate, die eingenommen werden, erhöhen lediglich die Dosis, die wir durch unsere normale Ernährung zu uns nehmen. L-Arginin ist rezeptfrei in Apotheken zu erhalten (4).

Vorteile
  • Effektiv bei leichten Potenzstörungen
  • Natürliche Aminosäure
Nachteile
  • Wirksamkeit nicht ausreichend bestätigt

Es ist jedoch nicht wissenschaftlich bestätigt, dass eine zusätzliche Einnahme von L-Arginin zu einer gesteigerten Potenz führt. Durch Lebensmittel wird reichlich L-Arginin aufgenommen und es wird sogar im Körper gebildet. Zudem fehlen Beweise, dass die Aminosäure tatsächlich gegen erektile Dysfunktion erfolgreich helfen kann (7).

Maca

Maca ist eine Pflanze aus den peruanischen Anden. Sie soll ausgleichend auf das Hormonsystem wirken und damit Männern und Frauen bei sexuellen Problemen helfen, darunter Erektionsstörungen. Maca wird in vielen der am meistverkauften Präparaten verwendet.

Vorteile
  • Ausgleichende Wirkung auf das Hormonsystem
  • Auch bei hohen Dosierungen ungefährlich
Nachteile
  • Wirksamkeit nicht ausreichend bestätigt

Da die Studienlage zu Maca jedoch äußerst dürftig ist, kann nicht genau gesagt werden, ob das Präparat wirklich bei Erektionsstörungen hilft. Auch mögliche Nebenwirkungen sind wenig erforscht, auch dazu kann also keine eindeutige Aussage getroffen werden. Studien deuten jedoch darauf hin, dass von Maca auch in höheren Dosierungen kaum Gefahr ausgeht (9).

Lebensmittel

Eine gesunde Ernährung ist essenziell für eine gesunde Potenz. Durch sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide) können Gefäße erweitert werden. Dadurch wird die Durchblutung verbessert.

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Scharfen Gewürzen wird eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt.
(Bildquelle: Pratiksha Mohanty / unsplash)

Zudem sollen scharfe Speisen die sexuelle Lust anregen, genau wie einige Körner und Nüsse. Ein paar Beispiele von Wirkstoffen, die natürlicherweise in Lebensmitteln vorhanden sind, findest du in der folgenden Übersicht.

Vitamine

Einige Vitamine wirken sich indirekt auf die sexuelle Leistungsfähigkeit und Potenz aus. Vitamin B2, B6, B12 tragen zu Verringerung der Müdigkeit bei, Vitamin C regt den Energiestoffwechsel an. Vitamine werden oft als Zusatzstoffe für pflanzliche Potenzmittel verwendet.

Dabei wird oft versprochen, dass sie sich direkt auf die Potenz auswirken. Die Effekte von Vitaminen sind wie oben genannt jedoch hauptsächlich indirekt. Sie helfen dem ganzen Körper gesund und leistungsfähig zu bleiben. Das hat auch eine positive Wirkung auf die Potenz (7).

Vitamin Wirkung
Vitamin B2, B6, B12 Verringerung von Müdigkeit und Ermüden
Vitamin C Anregung des Energiestoffwechsels

Für diese Vitamine musst du jedoch nicht zwingend zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen. Wenn du eine ausgewogene Ernährung hast, wirst du in der Regel ausreichend mit allen benötigten Vitaminen versorgt. Solltest du einen Mangel an bestimmten Vitaminen haben, sollte die Vorgehensweise am besten mit dem Arzt besprochen werden.

Meeresfrüchte

Auch wenn Meeresfrüchte wohl nicht als pflanzlich gelten, gehen wir kurz darauf ein, da man sie zu gesunder Ernährung zählen kann. Besonders Austern zählen zu den sogenannten Aphrodisiaka, die mit viel Zinkgehalt die Testosteronproduktion im Körper begünstigen. Dadurch wird die Durchblutung des Genitalbereichs angeregt. Ein regelmäßiger Fisch- und Meeresfrüchtekonsum kann also durchaus die sexuelle Leistungsfähigkeit positiv beeinflussen, wenn auch nur in geringem Maße.

Nüsse

Einige Nüsse, wie Paranüsse, enthalten Zink und Selen, die mit der Testosteronproduktion im Körper in Verbindung stehen. Die Einnahme dieser Nüsse kann also den Testosteronspiegel leicht erhöhen und damit auch die Potenz steigern. Auch die allgemeine Leistungsfähigkeit wird dadurch erhöht.

Nüsse sind zudem eine gute Quelle für Eiweiß und helfen damit bei der Bildung von Aminosäuren, wie L-Arginin, dem eine potenzsteigernde Wirkung nachgesagt wird. Auch unabhängig von der direkten potenzsteigernden Wirkung sind Nüsse und zum Beispiel Hülsenfrüchte als Eiweißlieferanten wichtig für eine ausgewogene Ernährung. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und damit auch indirekt auf die Potenz.

Fazit

Es gibt zahlreiche pflanzliche Präparate, die versprechen die Potenz anzuregen. Diese Versprechen sind mit Vorsicht zu genießen, da es bei vielen pflanzlichen Mitteln an aussagekräftigen medizinischen Studien mangelt. Einige Wirkstoffe, wie Ginseng oder Yohimbin können eine entsprechende Wirkung zeigen. Das Vorgehen sollte jedoch mit dem Arzt abgesprochen werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Auch einige Lebensmittel können die Potenz anregen. Hier musst du jedoch beachten, dass die Effekte vergleichsweise gering sind. Kein Lebensmittel ist ein Wundermittel und ernsthafte erektile Dysfunktionen sollten ärztlich behandelt werden. Eine gesunde Ernährung und ein allgemein gesunder Lebensstil sind jedoch die beste Basis dafür, die sexuelle Leistungsfähigkeit und Potenz auch mit zunehmendem Alter aufrechtzuerhalten.

Bildquelle: Galiullin/ 123rf.com

Einzelnachweise (9)

1. Kerschner, B (2015): Erektionsstörungen: Was können pflanzliche Potenzmittel?
Quelle

2. Bacon, C.G. et al. (2003): Sexual function in men older than 50 years of age: results from the health professionals follow-up study
Quelle

3. Lindau, S.T. et al. (2010): Sex, health, and years of sexually active life gained due to good health: evidence from two US population based cross sectional surveys of ageing
Quelle

4. Potenzstörungen - Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion – ED-Impotenz)
Quelle

5. Montorsi, F et al. (1994): Effect of yohimbine-trazodone on psychogenic impotence: a randomized, double-blind, placebo-controlled study
Quelle

6. Ernst, E. et al. (1998): Yohimbine for erectile dysfunction: a systematic review and meta-analysis of randomized clinical trials
Quelle

7. Verbraucherzentrale (2020): Arginin - eine Aminosäure mit Potenz?
Quelle

8. Jang, D.-J. et al. (2008): Red ginseng for treating erectile dysfunction: a systematic review
Quelle

9. Kerschner, B. et al. (2019): Maca: Nutzen fraglich für sexuelle Lust und Potenz
Quelle

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Jan ist zertifizierter Fitnesstrainer & Ernährungsberater. Er arbeitet in diversen Fitnessstudios als Personal Trainer. In seiner Freizeit schreibt er über sportliche Themen und hilft mit seiner Expertise den Leser bei ihrem sportlichen Fortschritt weiter.
Wissenschaftlicher Artikel
Kerschner, B (2015): Erektionsstörungen: Was können pflanzliche Potenzmittel?
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Klinische Studie
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