Wir alle wissen, Obst und Gemüse sind gesund und liefern Vitamine und Mineralstoffe. Vergleichsweise wenig Beachtung schenken wir völlig zu Unrecht den sekundären Pflanzenstoffen. Diese Stoffe werden von den Pflanzen gebildet, um sich für Schädlingen und Krankheiten zu schützen.

In sekundären Pflanzenstoffen steckt auch für unsere Gesundheit ein hohes Potenzial. Wer vermehrt sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nimmt, besitzt ein geringeres Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen und verschiedene Krebsarten. Was in sekundären Pflanzenstoffen steckt, welche Wirkung die Stoffe besitzen und wie du diese für deine Gesundheit nutzen kannst, erfährst du im Folgenden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pflanzen bilden sekundäre Pflanzenstoffe, um sich gegen Fressfeinde zu wappnen und ihr Wachstum zu regulieren. Pflanzliche Nahrungsmittel enthalten 5.000 bis 10.000 sekundäre Pflanzenstoffe.
  • Den sekundären Pflanzenstoffen werden unterschiedliche Wirkungsweisen zugeschrieben. So sollen die Abwehrstoffe der Pflanzen entzündungshemmend und antibakteriell wirken, den Blutdruck senken und möglicherweise auch gegen Krebs helfen.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe umfassen einen Sammelbegriff, welcher unterschiedlich strukturierte Substanzen bezeichnet. Bislang konnten circa 100.000 unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe nachgewiesen werden.

Definition: Was sind sekundäre Pflanzenstoffe?

Bei sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um chemische Verbindungen. Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe werden nicht im Stoffwechsel der Pflanzen hergestellt, sondern in speziellen Zelltypen produziert. Für die Pflanzen selbst sind diese Phytochemikalien nicht essentiell.

Sekundärmetaboliten sind Naturstoffe, welche besonders nützlich für uns Menschen sind. Aufgrund der chemischen Beschaffenheit und der Eigenschaften lassen sich sekundäre Pflanzenstoffe in verschiedene Gruppen einteilen. Diese Unterteilung werden wir später noch genauer besprechen.

Sekundäre Pflanzenstoffe werden in speziellen Zelltypen produziert und sind daher in vielen Gemüse- und Obstsorten enthalten (Bildquelle: unsplash.com / Katie Smith)

In der jüngsten Vergangenheit waren sekundäre Pflanzenstoffe häufig Gegenstand von Forschungen und Studien. Die Naturheilkunde bezeichnet sekundäre Pflanzenstoffe auch als Phytamine.

Welche pflanzlichen Sekundär-Verbindungen gibt es?

Sekundäre Pflanzenstoffe erfüllen verschiedene Aufgaben. Die Hauptaufgaben bestehen in der Abwehr von Fraßfeinden und dem Schutz vor Krankheiten. Weiterhin fungieren sekundäre Pflanzenstoffe als Farbstoff und regulieren das Pflanzenwachstum.

Derzeit sind etwa 100.000 sekundäre Pflanzenstoffe bekannt. Die wichtigsten Gruppen pflanzlicher Sekundär-Verbindungen sind:

  • Phenolische Verbindungen
  • Isoprenoide Verbindungen
  • Alkaloide
  • Aminosäuren

Phenolische Verbindungen:

Phenole werden zu den wichtigsten pflanzlichen Nährstoffgruppen gezählt.
Zu den bedeutendsten Vertretern dieser Gruppe zählen:

  • Cumarine
  • Flavonoide
  • Cannabinoide
  • Gerbstoffe

Die phenolischen Verbindungen sind nicht nur chemisch unterschiedlich aufgebaut, sondern besitzen auch physikalisch unterschiedliche Eigenschaften. Die Wirkung und gesundheitliche Bedeutung können nicht verallgemeinert werden. Viele Phenole wirken antioxidativ.

Isoprenoide Verbindungen

Diese chemischen Verbindungen zählen zu den Lipiden. Zu den bekanntesten Vertretern gehören die Terpene und die Terpenoide. Isoprenoide sind in der Umwelt nur schwer abbaufähig und dienen daher häufig als Indikator für das Alter von Stoffen und deren möglichen Abbauzeitraum in der Umwelt.

Alkaloide

Alkaloide sind organische Verbindungen, welche sich mit Säuren und Salzen verbinden können. Den Alkaloiden werden tausende meist pflanzliche Verbindungen zugeordnet. Häufig handelt es sich um farblose und kristalline Stoffe, welche sich nur schwer zu anderen stickstoffhaltigen Verbindungen abgrenzen lassen.

Folgende Lebewesen enthalten Alkaloide:

  • Mohngewächse
  • Schmetterlingsblütler
  • Nachtschattengewächse
  • Hahnenfußgewächse
  • Fische
  • Kröten
  • Würmer

Die meisten Alkaloide sind giftig, werden, entsprechend dosiert, aber meist auch als Heilmittel verwendet. Alkaloidhaltige Pflanzenextrakte werden bereits seit Tausenden von Jahren als Drogen genutzt. Das berühmteste Beispiel hierfür ist Opium.

Aminosäuren

Aminosäuren sind chemische Verbindungen, welche aus einer Aminogruppe und einer Carbonsäuregruppe aufgebaut sind. Aminosäuren sind wichtige Proteinbausteine und wichtig für die Lebensvorgänge im Organismus.

Aminosäuren enthalten Stickstoff und können damit Gewebe, Muskeln, Haare und Haut bilden. Alle Lebewesen besitzen Aminosäuren. Der Körper kann Aminosäuren nicht selbst herstellen. Die Aufnahme mit der Nahrung ist folglich notwendig.

Grob lassen sich Aminosäuren in essentiell, semi-essentiell und nicht essentiell unterscheiden:

Essentielle Aminosäuren Semi-essentielle Aminosäuren Nicht essentielle Aminosäuren
L-Lysin, L-Isoleucin, L-Leucin, L-Threonin, L-Valin, L-Tryptophan, L-Methionin, L-Phenylalanin L-Tyrosin, L-Histidin, L-Cystein, L-Arginin L-Glutamin, L-Alanin, L-Asparagin, L-Glutaminsäure Glycin, L-Asparaginsäure, L-Prolin

Folgende Tabelle schafft eine Unterteilung hinsichtlich der essentiellen Aminosäuren und deren Funktion im Körper.

Essentielle Aminosäure Funktion im Körper
L-Lysin Strafft das Muskelgewebe, wird für die Carnitin-Synthese gebraucht
L-Isoleucin Energielieferant, Muskelregeneration
L-Leucin Erhalt von Muskeleiweiß
L-Threonin Vitamin B12-Synthese
L-Valin Energielieferant
L-Tryptophan Serotonin-Bildung
L-Methionin Strafft das Muskelgewebe, wird für die Carnitin-Synthese gebraucht
L-Phenylalanin Proteinbildung

Welches Vorkommen sekundärer Pflanzenstoffe?

Wer sich gesund ernährt und regelmäßig Obst und Gemüse isst, sorgt für eine stabile Versorgung mit sekundären Pflanzenstoffen.

Nun kommen wir zurück auf die bereits erwähnten Gruppen, in die sich sekundäre Pflanzenstoffe aufgrund ihres chemischen Aufbaus einteilen lassen. Anhand dieser Gruppen erläutern wir das Vorkommen in der Nahrung.

Karotinoide

Diese pflanzlichen Farbstoffe finden wir vorwiegend in rotem und gelbem Obst und Gemüse. Aber auch in Spinat, Grünkohl, Brokkoli und anderem grünen Gemüse sind die antioxidativ und krebsvorbeugend wirkenden Farbstoffe enthalten.

Phytosterine

Phytosterine kommen in Pflanzenölen und Pflanzensamen vor. Nüsse, Sojabohnen, Sesam oder Sonnenblumenkerne sind reich an diesen Stoffen, welche den Cholesterinspiegel senken helfen und vor Dickdarmkrebs schützen sollen.

Saponine

Saponine geben Spinat und Hülsenfrüchten Geschmack. Die Stoffe stärken unser Immunsystem und wirken cholesterinsenkend und krebsschützend.

Glucosinolate

Diese Geschmacksstoffe sind in Senf, Kohlrabi, Meerrettich und allen Kohlarten zu finden. Glucosinolate sind ein wirkungsvoller Schutz vor Infektionen und auch eine krebsschützende Wirkung ist belegt.

Polyphenole

Die bekanntesten Vertreter dieser Pflanzenfarbstoffe sind die Flavonoide, welche für die Rotfärbung oder das violette und blaue Aussehen von Obst und Gemüse verantwortlich sind. Durch den Verzehr von ungeschältem Obst und Gemüse nehmen wir besonders viel wertvolle Polyphenole zu uns.

Polyphenole wirken gegen Bakterien und Viren und schützen die Zellen vor freien Radikalen. Flavonoide können auch die Blutgerinnung beeinflussen.

Protease-Inhibitoren

Diese Stoffe kommen in den Samen von eiweißreichen Pflanzen wie Getreide, Hülsenfrüchten oder Kartoffeln vor. Diese sekundären Pflanzenstoffe können den Blutzucker regulieren und vor Krebs schützen.

Monoterpene

Monoterpene sich pflanzliche Aromastoffe und in Kräutern und Gewürzen zu finden. Reich an krebsschützenden Terpenen sind Tomaten, Knoblauch, Möhren, Zitronen oder Grünkohl.

Phytoöstrogene

Diese pflanzlichen Hormone sind den Sexualhormonen nicht unähnlich und kommen in Vollkornprodukten, Sojabohnen oder Leinsamen vor. Die Stoffe schützen vor Brust- oder Prostatakrebs.

Sulfide

Sulfide kommen hauptsächlich in Liliengewächsen wie Knoblauch, Zwiebeln oder Spargel vor. Die Stoffe besitzen Bedeutung für den Zellschutz, wirken gegen Bakterien und senken den Cholesterinspiegel.

Phytinsäure

Phytinsäure kommt in Hülsenfrüchten, Getreide und Leinsamen vor. Lange Zeit stand Phytinsäure in Verruf, die Verdauung negativ zu beeinträchtigen. Neuere Forschungsergebnisse haben dies widerlegt und bescheinigen dem Stoff eine antioxidative Wirkung.

Wie viele sekundären Pflanzenstoffe gibt es?

Bisher ist es gelungen, etwa 100.000 sekundäre Pflanzenstoffe nachzuweisen, welche von Pflanzen gebildet werden. Nur etwa 8.000 davon kommen in der Ernährung des Menschen vor.

Sekundäre Pflanzenstoffe können ausschließlich von Pflanzen hergestellt werden. Dies geschieht, um die Pflanzen vor Schädlingen zu schützen, um ihnen Farbe und Duft zu verleihen oder den pflanzeneigenen Hormonhaushalt abzusichern.

Welche Rolle sekundäre Pflanzenstoffe für unsere Ernährung spielen können, wurde erst im Laufe der jüngeren Forschungsarbeit deutlich. Anfänglich ging man davon aus, diese Stoffe wären nur für die Pflanzen selbst von Bedeutung.

Die Wissenschaft wird mit sekundären Pflanzenstoffen noch geraume Zeit beschäftigt sein, denn viele Wirkungen sind bislang noch unbekannt und auch wie hoch der Bedarf an Phytaminen eigentlich ist, bleibt bislang offen.

Hintergründe: Was du über sekundäre Pflanzenstoffe wissen solltest

Warum sind sekundäre Pflanzenstoffe wichtig für den Menschen?

Die Bedeutung sekundärer Pflanzenstoffe für den Menschen wurde deutlich, als damit begonnen wurde, Studien mit isolierten Pflanzenstoffen zu betreiben. Diese liegen jedoch noch in ungenügender Anzahl vor. Damit sind noch lange nicht alle Wirkungen von sekundären Pflanzenstoffen auf den Menschen erforscht.

Sekundäre Pflanzenstoffe werden häufig in Verbindung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Kohlenhydraten genannt. Einen wesentlichen Unterschied gilt es dabei jedoch zu machen. Sekundäre Pflanzenstoffe besitzen für uns Menschen keinen Nährwert.

Der positive Effekt für die Gesundheit ist jedoch nachgewiesen. Wer viele pflanzliche Lebensmittel und damit ausreichend sekundäre Pflanzenstoffe zuführt, kann sich vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und einen Beitrag zum Krebsschutz leisten.

Welche Eigenschaften habenSekundäre Pflanzenstoffe?

Während die Pflanzen nicht ohne sie auskommen, zählen sekundäre Pflanzenstoffe für den Menschen nicht zu den essentiellen Nährstoffen. Dies ist sicher auch der Grund, warum die Bedeutung der Stoffe lange unerkannt blieb und der Einfluss von sekundären Pflanzenstoffen auf den menschlichen Stoffwechsel erst in jüngster Vergangenheit wirklich deutlich wurde.

Weltweit sind über 250.000 höhere Pflanzenarten bekannt. Die Forschung geht davon aus, dass es mindestens ebenso viele sekundäre Pflanzenstoffe gibt. Der Kalorienbedarf wird beinahe komplett von circa 30 Pflanzen gedeckt. Daher konzentriert sich die Forschung bislang auf diese ausgesuchten Nahrungspflanzen.

Mit einer ausgewogenen Ernährung werden täglich mehrere Gramm an sekundären Pflanzenstoffen aufgenommen. Vegetarier und Veganer nehmen deutlich mehr davon auf. Meist befinden sich die sekundären Pflanzenstoffe direkt unter den Schalen. Daher wird empfohlen, Obst und Gemüse vor dem Verzehr nicht zu schälen.

Es können zwar keine konkreten Einnahmeempfehlungen gegeben werden, laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. sollte eine auf Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte basierende Ernährung den Bedarf an sekundären Pflanzenstoffen aber in jedem Fall sicherstellen.

Sekundärer Pflanzenstoff Funktion Wirkung Vorkommen
Karotinoide Farbstoff entzündungshemmend, antioxidativ, immunstärkend, krebsvorbeugend Paprika, Tomaten, Spinat, Karotten, Kürbis
Phytosterine Membran-Baustoff cholesterinsenkend, Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System Nüsse, Pflanzenöle, Soja, Sesam, Sonnenblumenkerne
Saponine Bitterstoffe antibiotisch, antikanzerogen, entzündungshemmend Hafer, Soja, Hülsenfrüchte, Spargel, Lakritze
Glucosinolate Abwehrstoff antioxidativ, immunstärkend, krebsvorbeugend Senf, Kresse, Rettich, Kohl, Radieschen
Polyphenole Abwehrstoff antioxidativ, krebsvorbeugend, verdauungsfördernd Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse, Kaffee
Protease-Inhibitoren Proteasehemmer blutzucker-regulierend, krebsvorbeugend Getreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte
Monoterpene Duft- und Aromastoff cholesterinsenkend, antikanzerogen Kümmel, Pfefferminze, Zitrone, Limonen, Lavendel
Sulfide Duft- und Aromastoff antioxidativ, blutdrucksenkend, antibiotisch, verhindert Thrombosen Kohl, Knoblauch, Zwiebeln, Lauch, Schnittlauch
Phytoöstrogene Pflanzenhormon, ähnlich Östrogen antioxidativ, immunstärkend, hormonähnliche Wirkung Vollkornprodukte, Sojabohnen, Leinsamen

Was können sekundäre Pflanzenstoffe bewirken?

Sekundäre Pflanzenstoffe sind für unseren Körper nicht essentiell, beeinflussen jedoch eine Vielzahl an Stoffwechselprozessen. Die gesundheitlichen Wirkungen sind unterschiedlich und richten sich häufig gegen Herz-Kreislauferkrankungen. Viel diskutiert werden auch die krebsschützenden Eigenschaften von sekundären Pflanzenstoffen.

Die derzeitige Studienlage erlaubt, die präventive Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen zu bestätigen. Sie reicht aber nicht aus, um konkrete Empfehlungen für die Zufuhr einzelner Stoffe zu geben.

Es wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Tierstudien durchgeführt. Diese Ergebnisse können jedoch nicht unmittelbar auf den Menschen übertragen werden. Es kann generell nicht gesagt werden, zu welchen Anteilen eine bestimmte Wirkung dem entsprechenden Pflanzenstoff zugeordnet werden kann.

Folgende Übersicht listet im Mensch- und Tierversuch bestätigte Wirkungsweisen auf:

Sekundärer Pflanzenstoff Wirkung beim Menschen Wirkung beim Tier
Karotinoide ŸHerz-Kreislauf-System, Krebsentstehung, Augenleiden im Alter Beeinflussung des Immunsystems, antioxidativ
Phytosterine cholesterinsenkend, Herz-Kreislauf-System cholesterinsenkend
Saponine cholesterinsenkend antibiotisch
Glucosinolate Senkung des Krebsrisikos Ÿantioxidativ
Flavonoide Senkung des Krebsrisikos, Herz-Kreislauf-System antioxidativ, immunstärkend
Protease-Inhibitoren Senkung des Krebsrisikos antioxidativ, entzündungshemmend
Phytoöstrogene Herz-Kreislauf, Senkung des Krebsrisikos antioxidativ
Sulfide Senkung des Krebsrisikos antibiotisch
Monoterpene Senkung des Krebsrisikos cholesterinsenkend

Sekundäre Pflanzenstoffe: Praktische Anwendung und Vorteile

Sekundäre Pflanzenstoffe sind in Obst, Gemüse, Nüssen oder Vollkornprodukten enthalten und können damit über die tägliche Ernährung aufgenommen werden. Vor einigen Jahren wurde damit begonnen, mit isolierten Pflanzenstoffen zu forschen.

Der derzeitige Erkenntnisstand ist jedoch nicht ausreichend, um die gesundheitsfördernde Wirkung einzelner Pflanzenstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln zu belegen. Einige Vertreter sekundärer Pflanzenstoffe sind bereits in geringer Dosis giftig. Dazu zählen Morphin oder Nikotin.

Wer sich entscheidet, sekundäre Pflanzenstoffe gezielt zu supplementieren, sollte folgende Dinge beachten:

  • ŸDosierungsanleitung der Hersteller beachten
  • Angebote aus dem Ausland kritisch prüfen
  • ŸProdukt nicht in hohen Dosen und dauerhaft einnehmen
  • Im Zweifelsfall von einem Arzt oder Heilpraktiker beraten lassen

Um die Vorteile der sekundären Pflanzenstoffe für dich nutzen zu können, solltest du möglichst gesund und farbenfroh essen. Rote, grüne, gelbe, violette oder blaue Gemüse- oder Obstsorten erfreuen das Auge und machen Appetit. Täglich sollten fünf Portionen Obst und Gemüse verzehrt werden. Dazu zählen auch Obstsäfte oder Smoothies.

Gibt es sekundäre Pflanzenstoffe als Nahrungsergänzungsmittel?

Obst und Gemüse sind gesund, denn sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Pflanzliche Lebensmittel kommen ebenfalls nicht ohne sekundäre Pflanzenstoffe aus.

Wer zu wenig Vitamine und Mineralstoffe aufnimmt, ist angehalten, durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln seine Depots aufzufüllen, um den Körper vor Mangelerscheinungen zu bewahren.

Die Forschung bezüglich der sekundären Pflanzenstoffe steckt vergleichsweise noch in den Kinderschuhen. Man weiß noch zu wenig darüber, wie die einzelnen Stoffe wirken und wie viel wir davon eigentlich benötigen.

Besonders schwierig gestaltet es sich, einzelne sekundäre Pflanzenstoffe isoliert zu betrachten und dadurch deren Wirkung zu verstärken. Daher wirst du keine Nahrungsergänzungsmittel finden, welche auf einzelnen sekundären Pflanzenstoffen aufbauen.

Die Wissenschaftler sind sich einig – es kommt auf das Zusammenspiel zwischen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen an. Frisches Obst und Gemüse enthalten damit alle notwendigen Nährstoffe.

Für eine gezielte Nahrungsergänzung bieten sich Präparate an, welche verschiedene Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Neben Kapseln oder Tabletten sind flüssige Extrakte aus Obst und Gemüse besonders beliebt.

Diese Säfte enthalten sekundäre Pflanzenstoffe in hoher Bioverfügbarkeit. Da es sich um hochkonzentrierte Lösungen handelt, genügen meist einige Esslöffel Konzentrat, welche mit Wasser verdünnt werden.

Ressourcen: Die besten Einstiegsmöglichkeiten für sekundäre Pflanzenstoffe

Es ist faszinierend, sich mit sekundären Pflanzenstoffe zu beschäftigen, zumal es sich um ein Wissensgebiet handelt, welches bislang vergleichsweise wenig erforscht ist und ausreichend Potenzial für neue Erkenntnisse und Ansätze liefert.

Noch vor wenigen Jahrzehnten galten sekundäre Pflanzenstoffe als unbedeutend für die Gesundheit des Menschen. Seit Beginn der 1990er Jahre rückt die Ernährungsforschung sekundäre Pflanzenstoffe mehr und mehr in den Vordergrund.

Dabei werden die gesundheitsfördernden Aspekte deutlich. Willst du dich näher mit sekundären Pflanzenstoffen beschäftigen, verdienen einige in jüngster Zeit durchgeführte Studien Beachtung. Inwieweit sekundäre Pflanzenstoffe bereits Einzug in die moderne Gesundheitsforschung gehalten haben, lässt sich in verschiedenen Publikationen nachlesen.

Lange Zeit wurden sekundären Pflanzenstoffen wenig Beachtung geschenkt. Mittlerweile, kennt man jedoch die Wichtigkeit der Stoffe. (Bildquelle: unsplash.com / Sven Scheuermeier)

Welche bekannten Bücher gibt es über sekundäre Pflanzenstoffe?

Die Literatur explizit zum Thema sekundäre Pflanzenstoffe ist bislang überschaubar. Da das Thema komplex betrachtet werden sollte, sind allgemein Bücher zu folgenden Themen ein guter Einstieg, sich mit sekundären Pflanzenstoffen vertraut zu machen:

  • Vitamine
  • Obst und Gemüse
  • Lebensmittelkunde
  • Ernährungswissenschaft
  • Nährstoffe
  • Darmsanierung

Speziell zum Thema sind Veröffentlichungen der Autoren Anja Bettina Irmler und Georg Wolz zu empfehlen. Beide Bücher sind im Jahre 2016 erschienen.

„Darm und sekundäre Pflanzenstoffe: Einfluss sekundärer Pflanzenstoffe auf Darm und Mikrobiom“
Das Buch widmet sich vorrangig der Darmflora und der dort vorkommenden Bakterien. Ist das Mikrobiom gestört, sind Darmerkrankungen die Folge. Empfohlen wird eine Darmsanierung mit Präbiotika.

Das nicht nur Bakterien, sondern auch sekundäre Pflanzenstoffe das Mikrobiom beeinflussen, fand bislang wenig Beachtung. Das Buch weist auf neue Studienergebnisse hin und stellt die einzelnen Gruppen von sekundären Pflanzenstoffen vor und nennt die entsprechenden Wirkungsweisen.

Dabei wird deutlich, dass sich die Wirkungsweisen von sekundären Pflanzenstoffen und Präbiotika ähneln. Gelangen sekundäre Pflanzenstoffe in den Dickdarm, werden sie von Mikroorganismen gespalten und können auf das Mikrobiom einwirken.

Damit liefert diese Veröffentlichung neue Erkenntnisse und weckt das Interesse, sich mit sekundären Pflanzenstoffen näher auseinanderzusetzen.

„Sekundäre Pflanzenstoffe: Einsatz in der naturheilkundlichen Therapie“
Dieses Taschenbuch macht deutlich, welche Bedeutung der Ernährung bei der Verhinderung entzündlicher Prozesse im Körper zukommt. Dabei wird auf die antioxidative, antimikrobielle, antientzündliche und immunmodulierende Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen eingegangen.

Es werden Einsatzmöglichkeiten von bestimmten Obst- und Gemüsesorten während der Therapie und Prävention von entzündlichen Erkrankungen vorgestellt. Damit wird der Stellenwert deutlich, den sekundäre Pflanzenstoffe nach neuen Studien-Erkenntnissen besitzen und welche Bedeutung dies für die naturheilkundliche Arbeit der Zukunft haben kann.

Fazit

Bis zu 10.000 sekundäre Pflanzenstoffe kommen in unserer Nahrung vor. Ganze 100.000 Stoffe sind bekannt. Sekundäre Pflanzenstoffe übernehmen unterschiedliche Aufgaben, schützen die Pflanzen vor Fressfeinden oder sorgen für die Färbung von Obst und Gemüse.

Sekundäre Pflanzenstoffe besitzen vielfältige gesundheitsfördernde Eigenschaften, wirken gegen Entzündungen, schützen vor Herz- Kreislauf-Erkrankungen oder sind als Waffe gegen Krebs im Gespräch. Die Forschungsarbeit ist längst nicht abgeschlossen.

Eine gesunde Frischkost ist ein Garant, sich mit sekundären Pflanzenstoffen zu versorgen. Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kombipräparaten aus Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, helfen Ernährungsdefizite auszugleichen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/sekundaere-pflanzenstoffe-und-ihre-wirkung

[2] https://www.5amtag.ch/wissen/sekundaere-pflanzenstoffe

[3] https://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/sekundaere-pflanzenstoffe-in-der-ernaehrung-gesundes-gruen-a-1034746.html

Bildquelle: unsplash.com / Sara Dubler

Warum kannst du mir vertrauen?

Daniela Faller
Daniela ist von der heilenden Wirkung pflanzlicher Stoffe überzeugt. Deshalb hat sie sich dazu entschieden, eine Ausbildung im Fachbereich Homöopathie zu absolvieren. Sie arbeitet freiberuflich als Homöopathin und in ihrer Freizeit ist keine Fachzeitschrift und kein Buch vor ihr sicher. Dadurch besitzt sie eine große Expertise im Bereich der pflanzlichen Heilkunde.