Zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2020

Weltweit leiden rund 425 Millionen Menschen an Diabetes und kämpfen dabei tagtäglich mit der Angst vor einer Unter- oder Überzuckerung.

Zählst du zu den Betroffenen oder vermutest du, an Diabetes zu leiden? Dann haben wir für dich in diesem Artikel die wichtigsten Information zum Thema Überzuckerung. Du findest die Ursachen und darüber hinaus effektive Maßnahmen, um eine Überzuckerung zu behandeln.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Überzuckerung ist eine Stoffwechselerkrankung an der in der Regel nur Diabetiker leiden. Diabetiker können nicht genügend bzw. kein Insulin bilden, um den Zucker im Körper zu verarbeiten. Aus diesem Grund sind sie jederzeit gefährdet, an einer Überzuckerung zu leiden.
  • Bei einer Überzuckerung kann man zwischen zwei verschiedenen Formen unterscheiden. Einerseits gibt es die Austrocknungsform und andererseits die Übersäuerungsform.
  • Eine Überzuckerung kann mithilfe einer Blutzuckermessung oder einem Urintest diagnostiziert werden. Sobald dieses geschehen ist, sollte man so schnell wie möglich mit der Behandlung beginnen, da es sonst zu schwerwiegenden Folgen kommen kann.

Was ist Überzuckerung?

Eine Überzuckerung oder Hyperglykämie ist ein körperlicher Zustand, der vor allem bei Diabetikern auftritt.

Bei der Hyperglykämie wird nicht ausreichend Insulin gebildet, um die Glukose aus dem Blut in die Zelle zu transportieren. Dadurch fehlt es der Zelle an Energie, die sie sonst durch den Zucker bekommen würde. Währenddessen “überzuckert” jedoch das Blut aufgrund des Überflusses an Glukose.

Eine Überzuckerung ist genauso wie eine Unterzuckerung für jeden Diabetiker eine sehr bedrohliche Situation. (Bildquelle: pixabay.com / Myriams-Fotos)

Die Körper von gesunden Menschen können diesen Zustand von selbst regulieren. Diabetiker brauchen dazu die Hilfe von entsprechenden Medikamenten. Steht nicht genügend Energie in den Zellen zur Verfügung, beginnt der Körper auf die Reserven zurückzugreifen und es könnte ein Hyperglykämisches Koma drohen.

Mehr zu den Auswirkungen eine Hyperglykämischen Komas findest du weiter unten in diesem Artikel.

Hintergründe: Was du über Hyperglykämie wissen solltest

Grundsätzlich solltest du wissen, dass eine Überzuckerung eine von zwei andauernden Komplikationen einer Diabetes Mellitus ist. Gemeinsam mit einer Unterzuckerung kann die Hyperglykämie eine ständige Gefahr für Diabetiker darstellen.

Um dir einen Einblick in das Thema Hyperglykämie zu geben, haben wir für dich die Ursachen, Folgen, Symptome und alle weiteren wichtigen Informationen dazu in diesem Artikel zusammengefasst.

Was sind die Ursachen einer Hyperglykämie?

Grundsätzlich ist die häufigste Ursache für eine (krankhafte) Hyperglykämie Diabetes Mellitus. Jedoch gibt es noch weitere Auslöser für diesen körperlichen Ausnahmezustand.

Mögliche Ursachen einer Überzuckerung:

  • Erstauftreten unbekannter Diabetes
  • Zu viel und falsches Essen
  • Fieberhafte Infekte
  • Stress
  • Einnahme von Medikamenten die zu Erhöhung des Blutzuckers führen (Cortison,
  • Entwässerungsmedikamente, etc.)
  • Insulin zu niedrig dosiert
  • Insulindosis vergessen
  • Defekter Insulin-Pen
  • Nachlässigkeit bei der Blutzuckermessung

Wie du in dieser Liste sehen kannst, können die Ursachen der Überzuckerung vielfältig sein. Vor allem bei Menschen, die noch nicht wissen, dass sie Diabetes haben wird eine Diagnose meist erst sehr spät festgestellt.

Hier haben wir für dich noch ein Video herausgesucht, in dem dir genau erklärt wird, was Diabetes ist und wie der Körper mit Insulin den Zucker verarbeiten sollte.

Welche Formen der Überzuckerung gibt es?

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Formen einer Überzuckerung. Eine dieser Formen ist die Diabetische Ketoazidose (DKA) oder Übersäurungsform. Die zweite Form und auch die schwerwiegendere ist die Hyperosmolare Form oder Austrocknungsform, welche sehr gefährlich werden kann.

In den nächsten Absätzen haben wir dir die zwei Formen der Hyperglykämie noch etwas genauer erklärt.

Übersäuerungsform (Ketoaszidotische Form)

Die Übersäuerungsform entsteht durch einen Insulinmangel. Aufgrund dessen versucht der Körper die fehlende Energie durch den Abbau von Fetten unter der Bildung von Ketonkörpern auszugleichen. Dadurch kommt es zu einer Übersäuerung (Azidose) im Blut.

Von dieser Art der Überzuckerung sind überwiegend Typ-1-Diabetiker betroffen, wobei aber auch insulinpflichtige T-2-Diabetiker manchmal daran leiden.

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Wird die DKA nicht direkt behandelt kann diese zum lebendsbedrohlichen ketoazidotischen Koma führen, das Nieren-, Herz- und Kreislaufversagen zur Folge haben kann. Es sollte unbedingt intensivmedizinisch behandelt werden, um schwerwiegende Folgen auszuschließen.

Austrockungsform (Hyperosmolare Form)

Die Austrocknungsform tritt häufig beim Typ-2-Diabetiker auf und entsteht erst bei extrem hohen Blutzuckerwerten von 600 mg/dl und mehr. Durch den überflüssigen Zucker im Blut wird die sogenannte “Nierenschwelle” überschritten. Die Nierenschwelle bezeichnet die Menge an Glukose im Blut, von der an Blutzucker über die Nieren ausgeschieden wird.

Bei dieser Form wird der Zucker durch den Harn mit ausgespült und daher kommt es oftmals zu größeren Verlusten an Wasser. Der Diabetiker mit einer hyperosmolaren Form der Überzuckerung muss deshalb häufig Wasserlassen und hat einen sehr großen Durst.

Bei der Austrocknungsform muss man darauf achten, dass man dem Körper ausreichend Flüssigkeiten zuführt, um im schlimmsten Fall einer Bewusstlosigkeit vorzubeugen.

Wie wird eine Hyperglykämie diagnostiziert?

Die Hyperglykämie kann mithilfe von Blutzuckerkontollen oder auch Check-Up-Untersuchungen entdeckt werden.

Vor allem bei Diabetikern wird eine regelmäßige Blutzuckermessung vorausgesetzt, deshalb wird es in diesem Fall meist sehr schnell ersichtlich, ob eine Überzuckerung vorliegt.

Diabeter setzen sich sehr viel mit der Blutzuckermessung auseinander. Sie besitzen in der Regel Geräte, wie man auf diesem Bild sehen kann, um jederzeit zu wissen, wann sie Insulin spritzen müssen. (Bildquelle: pixabay.com / stevepb)

Im Gegenteil zu den Diabetikern, dauert es bei Menschen, die noch nicht wissen, dass sie an Diabetes leiden, oftmals sehr lange, bis eine Überzuckerung feststeht. Daher sollte man auf die Symptome achten und bei Verdacht frühzeitig einen Arzt aufsuchen.

Welche Folgen hat eine Überzuckerung?

Durch eine akute Überzuckerung, aber auch durch einen langfristig erhöhten Blutzuckerspiegel, können verschiedene Organe in ihrer Funktion gestört oder eingeschränkt werden.

Zum Beispiel können die Augen, Nieren, Nerven und das Herz-Kreislaufsystem darunter leiden. Es kann zu Schäden an der Netzhaut der Augen kommen, welche bis zur Erblindung führen können.

Weitere Folgen können ein diabetischer Fuß, Schlaganfall, Nierenversagen oder Herzinfarkt sein. Jedoch die schwerwiegendste Folge einer Hyperglykämie ist das dialektische oder hyperosmolare Koma.

Welche Symptome tauchen bei einer Überzuckerung auf?

Eine Überzuckerung wird oftmals nicht sofort entdeckt. Jedoch gibt es typische Symptome, die auf eine Überzuckerung hindeuten. Dazu zählen folgende:

Häufiges reichliches Wasserlassen

Wie schon oben erwähnt kommt es bei der hyperosmolaren Form zu häufigen Wasserlassen. Der Grund dafür ist, dass der Körper den überflüssigen Zucker gemeinsam mit dem Harn auszuspülen versucht.

Verstärktes Durstgefühl

In Folge des häufigen Wasserlassen steigt der Durst, da der Körper die verlorene Wassermenge wieder aufnehmen möchte. Dabei ist es sehr wichtig genügend zu trinken, um einer Bewusstlosigkeit entgegenzuwirken.

Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen

Bei der Fettverbrennung zur Energiegewinnung entstehen sogenannte Ketonkörper (Azeton). Diese können Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen mit sich bringen.

Niedriger Blutdruck

Ein weiteres Symptom einer Überzuckerung ist ein niedriger Blutdruck. Dieser kann ein Hinweis auf die Hyperglykämie sein.

Müdigkeit, Schwäche

Durch die Überzuckerung muss der Körper viel Energie anwenden, um diesem entgegenzuwirken, deshalb sind weitere Symptome Müdigkeit und Schwäche.

Symptome bei länger anhaltender Überzuckerung

SymptomKurze Beschreibung
SehstörungenBei einer länger anhaltenden Überzuckerung kann es sogar zu Sehstörungen kommen.
Trockene HautAufgrund des Wasserentzugs, der bei der Ausscheidung des überflüssigen Zuckers eintritt, kann es zu einer trockenen Haut kommen.
Azeton-Geruch im AtemEin Symptom das durch die Übersäuerung des Blutes entsteht ist der Azeton-Geruch im Atem. Dieser ist ein deutliches Anzeichen für die ketoaszidotische Form der Überzuckerung.
BewusstseinsstörungenBewusstseinsstörungen können entstehen, wenn man die Hyperglykämie zu lange ignoriert.

Was tun gegen Hyperglykämie: Die besten Maßnahmen

Zählst du zu den 425 Mio. Personen weltweit, die an einer Diabetes leiden?

Dann bist du hier genau richtig! Wir haben dir die besten Maßnahmen zusammengefasst. Diese solltest du beachten, um eine Überzuckerung zu vermeiden. Weiters findest du Maßnahmen, wie du im Notfall reagieren solltest.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Regelmäßige Blutzuckermessung
  • Ausgewogene Ernährung
  • Insulinanpassung
  • Regelmäßige Bewegung
  • Stress und Aufregung vermeiden

Maßnahmen im Notfall

  • Arzt, Notarzt oder Krankenhaus
  • Insulinanpassung
  • Flüssigkeit ohne Zucker zuführen
  • Alle zwei Stunden Blutzucker messen
  • Körperliche Anstrengung meiden
  • Nicht einschlafen
  • Stabile Seitenlage im Falle von Koma

Wir haben für dich noch ein kurzes Video herausgesucht, dass dir die wichtigsten Maßnahmen im Notfall zusammenfasst.

Trivia: Was du sonst noch über Überzuckerung wissen solltest

Wertetabelle einer Hyperglykämie – ab wann spricht man von einer Überzuckerung?

Grundsätzlich kann man sagen, dass leichte Schwankungen der Blutzuckerwerte bei Personen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 zum Alltag gehören.

Damit du aber die Werte einer Blutzuckermessung besser einordnen kannst, haben wir für dich in der nächsten Tabelle einen Überblick eingebaut.

BlutzuckerspiegelRichtwerte
UnterzuckerungUnter 50 mg/dl
NormalbereichVor dem Essen: 60-100 mg/dl (3,3-5,5 mmol/l), Nach dem Essen: 90-140 mg/dl (5,0-7,8 mmol/l)
ÜberzuckerungÜber 250 mg/dl (13,8 mmol/l)
Hyperglykämiesche Notfälle (Gefahr eines diabetischen Komas)600-1000 mg/dl

Was ist gefährlicher – Überzuckerung oder Unterzuckerung?

Grundsätzlich ist zu sagen, dass sowohl eine Überzuckerung, als auch eine Unterzuckerung fatale Folgen haben kann. Aufgrund dessen kann man nicht direkt sagen, welche der zwei Arten gefährlicher ist.

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Wusstet ihr, dass Cola, Limo und Co. in jedem Land unterschiedlich viel Zucker enthalten? Bei uns enthalten die beliebten Softdrinks oft viel mehr Zucker als beispiels­weise in Groß­britannien und Frank­reich. Wir haben einige Produkte online in den jeweiligen Ländern bestellt und den Zuckergehalt verglichen. Die Unterschiede waren groß. Dass in Groß­britannien Soft­drinks zuckerärmer sind, könnte an der Zucker­steuer liegen. Etwa 21 Cent werden dort seit 2018 für jeden Drink erhoben, der mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthält. Schon bevor das durchgesetzt wurde, hatten Anbieter ihre Rezepturen auf deutlich weniger Zucker umge­stellt. Allerdings nutzen sie bei Fanta und Sprite Süßstoffe. Die deutsche Politik setzt statt­dessen auf freiwil­lige Einsicht der Anbieter – bislang ohne großen Erfolg. Das Zucker­niveau vieler Erfri­schungs­getränke ist seit Jahren stabil. Es gibt natürlich auch bei uns schon länger zuckerreduzierte Erfri­schungs­getränke, auch von großen Marken. So ist Fanta beispiels­weise in der Geschmacks­richtung Orange sowohl mit als auch ohne Zucker erhältlich, andere Fanta-Geschmacks­richtungen gibt es nur in der zuckerfreien Variante. #wirtesten #softdrinks #limo #cola #zucker #stiftungwarentest #wievielzucker #zuckergehalt

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Trotzdem gibt es einige Unterschiede, die wichtig sind, um die beiden zu unterscheiden.

Ein eindeutiger Unterschied zwischen den beiden Formen ist zum Beispiel das Auftreten. Die Unterzuckerung wird oft von Diabetikern gefürchtet, da sie sehr schnell auftreten kann, wobei sich die Überzuckerung schleichend über Stunden oder sogar Tagen bilden kann.

Bei beiden Arten fühlen sich Betroffene schlapp, müde und appetitlos. Sie haben starken Durst und es kommt zu einer vertieften Atmung, wobei es beim Aus- und Einatmen keine Pausen gibt.

Ein weiterer Unterschied zwischen Unter- und Überzuckerung ist, dass die Unterzuckerung nicht nur bei Diabetikern vorkommt sondern auch bei gesunden Menschen. Bei gesunden Menschen kann es durch ausgiebigen Sport und ohne ausreichenden Zuckerspeicher zu einer Unterzuckerung kommen.

Bei der Überzuckerung sieht das anders aus, denn diese betrifft grundsätzlich nur Diabetiker. Gesunde Menschen produzieren in der Regel genügend Insulin, um eine Überzuckerung zu vermeiden.

Was ist bei einem Diabetischen Koma zu beachten?

Durch den sehr starken Flüssigkeitsverlust bei einer Überzuckerung kann dieses zur Austrocknung des Körpers führen. Unbehandelt droht der Körper in ein Koma zu fallen.

Da sich das diabetische (hypersosmolare) Koma sehr plötzlich entwickeln kann, ist hier schnelles Handeln gefragt.

Der erste Schritt zur Behandlung ist es, den Notarzt zu rufen und den Betroffenen in die stabile Seitenlage zu bringen. Ist eine Blutzuckermessung nicht möglich, wird zusätzlich Zucker verabreicht, obwohl es sich um eine Überzuckerung handelt.

Der Grund dafür ist, das es sich auch um eine Unterzuckerung handeln könnte und diese sehr gefährlich ist und auch zum Tod führen kann. Dieser zusätzliche Zucker schadet dem Betroffenen weniger, als ihm bei einer Unterzuckerung keinen Zucker zu verabreichen.

Überzuckerung ohne Diabetes – gibt es das?

Grundsätzlich kann man sagen, dass gesunde Menschen im Normalfall nicht an einer Hyperglykämie leiden. Ausnahmen können schwere Infektionen sein, aber selbst dabei steigen normalerweise die Blutzuckerwerte eines gesunden Menschens nicht über 120 – 140 mg/dl.

Selbst bei einer übermässigen Zuckeraufnahme kann der gesunde Körper entgegenwirken. Falls es einmal zu einer Überzuckerung kommt, sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen, um den Langzeitblutzuckerwert bestimmen zu lassen. Es könnte eine noch unentdeckte Diabetes vorliegen.

Überzuckerung bei Babys, Kindern oder Neugeborenen – was kann ich tun?

Liegt bei deinem Neugeborenen, Baby oder Kind Diabetes vor oder hast du Diabetes im Verdacht?

Ist dies der Fall solltest du mithilfe einer Blutuntersuchung eine Bestimmung des Zuckerspiegels machen lassen. Darüber hinaus kann es wichtig sein, das Kind auch auf sogenannte Autoantikörper oder Abbauprodukte aus dem Fettstoffwechsel (Ketone) testen lassen.

Auch eine Urinuntersuchung kann Aufschluss auf eine mögliche Diabetes geben. Ist erst einmal festgestellt, ob Diabetes Typ 1 oder Typ 2 vorliegt, kann man eine spezifische Behandlung starten.

Im Allgemeinen muss der Blutzuckergehalt in Grenzen gehalten werden, damit dieser keine Spätschäden oder Folgeerkrankungen mit sich bringen kann.

Leidet ihr Kind oder Baby an Diabetes Typ 1, besteht ein Mangel an Insulin, weshalb täglich Insulin in Spritzenform zugeführt werden muss. Dabei muss man die Dosis an den Blutzuckerspiegel anpassen.

Im Gegensatz dazu, bestehen bei Diabetes Typ 2 mehrere Behandlungsmöglichkeiten, die möglicherweise auch in Kombination angewendet werden können. Dazu zählen Gewichtsreduktion, Bewegung, Sport und eine gesunde, ausgewogene Ernährung.

Bei der Behandlung von Kindern ist es das Ziel, dass diese ab einem gewissen Alter selber erlernen, wie sie mit der Krankheit umgehen müssen und wie sie sich selbst die Insulinspritze geben können.

Bei Kindern oder Babys im jüngeren Alter übernehmen die Eltern die Therapie. Für dich, als Elternteil gibt es spezielle Schulungen, die dir den Umgang mit dieser Erkrankungen beibringen.

In Deutschland sind mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche im Alter unter 19 Jahren an Diabetes Typ 1 erkrankt. Dabei müssen Kinder und Eltern gemeinsam lernen mit der Krankheit und der Behandlung umzugehen. (Bildquelle: pixabay.com / Myriams-Fotos)

Überzuckerung bei Hund und Katze – was kann ich tun?

Die Überzuckerung kommt nicht nur bei Menschen vor, sondern auch relativ viele Vierbeiner leiden unter der hormonell bedingten Stoffwechselstörung. Man kann sagen, dass etwa ein Prozent der Hunde und zwei Prozent de Katzen Diabetes haben.

Genauso wie bei der Humanmedizin gibt es auch in der Veterinärmedizin zwei Formen des Diabetes. Aufgrund einer autoimmunen Entzündung können Tiere bei Diabetes Typ 1 bereits im jungem Alter kein Insulin mehr produzieren.

Beim Typ 2 wiederum schüttet die Bauchspeicheldrüse zwar Insulin aus, dieses kann jedoch seine Wirkung im Körper nicht richtig entfalten. Der Typ 2 ist weitaus häufiger verbreitet, es leiden etwa 70 % der zuckerkranken Katzen an dieser Art der Diabetes.

Zur Behandlung kann man sagen, dass sich beide Diabetes Formen gut medikamentös behandeln lassen. Bei Hunden ist in den meisten Fällen eine lebenslange Insulintherapie notwendig. Nur in sehr seltenen Fällen ist eine Heilung möglich.

Bei Katzen kann man bis zu 50 % der an Diabetes erkrankten Tieren helfen, diese einzuschränken. Wird die Krankheit früh genug erkannt, kann gut therapiert werden und es muss nur zeitweise mit Insulin behandelt werden.

Zur Behandlung von Diabetes an Tieren sollte man unbedingt immer Rücksprache mit seinem Tierarzt halten, um dabei keine Fehler zu machen.

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Überzuckerung schwere Folgen haben kann. Deshalb ist eine frühzeitige Erkennung essentiell, um mit einer Therapie beginnen zu können und zuckerfrei zu leben.

Weiters kommt eine Hyperglykämie grundsätzlich nur bei Menschen mit Diabetes vor. Stellst du als Nicht-Diabetiker fest, dass du an einer Überzuckerung leidest, solltest du unbedingt zu einem Arzt gehen, um zu testen, ob du an einem der zwei Diabetes Typen erkrankt bist.

Mithilfe von unseren Tipps und Informationen, sollte es dir leichter fallen, eine Überzuckerung zu identifizieren, um im Notfall schnell handeln zu können.

Weiterführende Quellen und Literatur

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperglyk%C3%A4mie

[2] https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/diabetes/symptome/durst-juckreiz-leistungsschwaeche-diabetes-diese-sieben-anzeichen-sollten-sie-nicht-uebersehen_id_5067610.html

[3] https://www.mein-buntes-leben.de/artikel/was-passiert-bei-einer-hyperglykaemie

[4] https://www.gesundheitsinformation.de/ueber-und-unterzuckerung-bei-typ-2-diabetes.2486.de.html?part=symptome-f5

Bildquelle: pixabay.com / congerdesign

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Jan ist zertifizierter Fitnesstrainer & Ernährungsberater. Er arbeitet in diversen Fitnessstudios als Personal Trainer. In seiner Freizeit schreibt er über sportliche Themen und hilft mit seiner Expertise den Leser bei ihrem sportlichen Fortschritt weiter.