Als Veganer hat man es mit der Ernährung nicht immer leicht. Viele wichtige Nährstoffe, wie zum Beispiel Eiweiß fehlen durch die tierischen Produkte (zum Beispiel Fleisch und Fisch) und müssen durch alternative Methoden zugeführt werden. Eine dieser Alternativen ist veganes Proteinpulver.

Dabei kannst du zwischen verschiedenen Haupteiweißquellen unterscheiden. Dazu gehören zum Beispiel Hanf, Erbsen, Reis, Soja und Süßlupinen.

In unserem veganes Proteinpulver Test 2019 haben wir für dich die größten Vor- und Nachteile der einzelnen Proteinpulver zusammengestellt. Außerdem findest du Antworten auf wichtige Fragen, zum Beispiel warum veganes Proteinpulver eine gute Eiweißquelle ist, was du bei der Einnahme beachten solltest und welche Preisunterschiede es zwischen den verschiedenen Sorten gibt.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze:

  • Durch veganes Proteinpulver kann dem Körper wertvolle Eiweiße zugeführt werden, die insbesondere bei dem Verzicht auf tierische Lebensmittel fehlen können.
  • Veganes Proteinpulver basiert auf unterschiedlichen Eiweißquellen. Die wichtigsten sind Soja, Reis, Erbsen, Hanf und Süßlupinen. Die fünf Arten unterscheiden sich in ihren Inhaltsstoffen, ihrem Geschmack und anderen Aspekten.
  • Vegane Proteinpulver sind eine praktische Art dem Körper dringend benötigte Nährstoff zuzuführen ohne viel Zeit in Anspruch zu nehmen.

Veganes Proteinpulver Test: Favoriten der Redaktion

Das beste vegane Proteinpulver mit Vanillegeschmack

Um den Körper mit hochwertigen Proteinen optimal zu versorgen, bietet das pflanzliche Proteinpulver die optimale Grundlage hierfür.

Das vegane, rein pflanzliche Proteinpulver verzichtet auf tierische Inhaltsstoffe und konzentriert sich auf ausschließlich auf hochwertige Eiweißquellen.

So werden die Proteine aus Reis-, Soja-, Erbsen-, Chia-, Sonnenblumen- und Kürbiskernen gewonnen. Weiterhin enthält es hochwertige Nährstoffe in Form von Leinsamen und Amaranth.

Die pflanzlichen Proteine können vom menschlichen Körper optimal aufgenommen werden, was eine ausreichende Versorgung mit notwendigen Proteinen sicherstellt.

Das Vegan Protein bekommt durch den Einsatz von Kokosnussmilch eine wunderbar cremige Konsistenz, versetzt mit leckerem Vanillegeschmack.

Das Produkt ist zuckerfrei und wird mit Hilfe des pflanzlichen Süßstoffes Stevia gesüßt. Dadurch und aufgrund fehlender künstlicher Zusätze ist das pflanzliche Vegan Protein Vanille Pulver sehr gut verträglich und wird im Körper stufenweise aufgenommen.

Das Vegan Protein Vanille bietet eine vegane umfassende Proteinbedarfsdeckung, gepaart mit einem leckeren Geschmack.

Das beste vegane Proteinpulver mit Schokoladengeschmack

Die Verpackung des Proteinpulvers besteht zu fast 90% aus recycelten Materialien und ist selbst zu 100% recycelbar. In dem gefäß befinden sich insgesamt 600g rein pflanzliches Eiweißpulver.

Das Pulver setzt sich aus Reis, Soja, Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen sowie Chiasamen zusammen.

Die cremige Konsistenz und den kräftigen Kakaogeschmack erhält das Pulver dank der Kokosnussmilch und dem Kakao aus Ecuador. Seine Süße erlangt es dank des enthaltenen Steviapulvers.

Das beste vegane Proteinpulver 1 kg

Wenn du nicht ständig ein neues Eiweißpulver bestellen möchtest oder generell viel davon verwendest bietet es sich an, gleich eine größere Menge zu kaufen.

Dieses Proteinpulver verfügt über einen Eiweißanteil von 80% und ist in einer Vielzahl von Geschmacksvarianten erhältlich. Das Pulver setzt sich aus Sojaproteinisolat, Weizenprotein, Aroma, Erbsenproteinisolat und dem Süßungsmittel Sucralose zusammen.

Das beste vegane Proteinpulver ohne Soja

Wenn du ein veganes Proteinpulver ohne Soja suchst, ist dieses genau das richtige für dich. Das Pulver beinhaltet Hanf-, Erbsen- und Reisprotein und verfügt über einen Eiweißanteil von 71%. Zudem hat es einen leckeren Vanillegeschmack.

Seine Süße erhält das Pulver dank der Süßungsmittel Stevioglykoside und Sucralose. Ein großer Pluspunkt ist hier zudem der wiederverschließbare Zip-Beutel. Damit kannst du dein Proteinpulver bequem unterwegs mitnehmen.

Ratgeber: Das solltest du wissen, bevor du veganes Proteinpulver kaufst

Genau wie bei einem normalen Proteinpulver gibt es auch bei einem veganen Proteinpulver eine Dinge vor dem Kauf zu beachten. Zuerst beantworten wir in unserem Ratgeber daher die wichtigsten Fragen rund um die vegane Alternative.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei veganem Proteinpulver?

Die Vorstellung, dass vegane Ernährung und Muskelaufbau nicht zusammen passen, ist längst überholt. Es gibt sogar viele Profi-Bodybuilder, wie Robert Cheeke, die tierische Lebensmittel komplett vom ihrem Ernährungsplan gestrichen haben.

Viele Sportler, die sich vegan ernähren, nutzen veganes Proteinpulver zum Museklaufbau. (Bildquelle: 123rf.com / zamuruev)

Gerade für diese intensiven sportlichen Aktivitäten benötigt der Körper viele Proteine, die nicht nur für den Muskelaufbau, sondern auch für die Regeneration der Muskeln eine wichtige Rolle spielen.

Wenn man über die Nahrung nicht ausreichend Proteine aufnimmt, ist ein Proteinpulver eine geeignete Alternative.

Auch Veganer müssen auf diese Proteinquelle nicht verzichten – mittlerweile gibt es sogar viele verschiedene Arten von leckerem veganen Proteinpulver.

Vorteile
  • Unterstützt den Muskelaufbau
  • Hohe Wertigkeit der Proteine
  • Geringer Fettanteil
  • Enthalten wertvolle Ballaststoffe
  • Gelenkschonend, da nur sehr wenig Purin (Harnsäure) enthalten ist
Nachteile
  • Kann einen unangenehmen Geschmack haben
  • Enthält weniger essenzielle Aminosäuren als ­tierisches Pulver

Wenn du dich vegan ernähren möchtest, ist veganes Proteinpulver eine tolle und sinnvolle Alternative zu herkömmlichem Proteinpulver.

Ist veganes Proteinpulver im Vergleich zu Proteinpulver mit tierischen Bestandteilen minderwertig?

Sowohl tierisches als auch veganes Proteinpulver eignet sich gleichermaßen zum Muskelaufbau. Dennoch gibt es ein paar feine Unterschiede:

Veganes Proteinpulver hat einen geringeren Fett und Cholesterin-Anteil, sodass das Herz, Arterien und Gelenke geschont werden. Tierische Molkenproteine gelangen hingegen schneller in den Blutkreislauf und erzielen dadurch schneller eine Wirkung.

Pulver aus pflanzlichen Proteinen ist gesünder als Proteinpulver tierischen Ursprungs (Quelle: bigfatcat, pixabay.com)

Außerdem ist veganes Proteinpulver leichter zu verdauen, da es wertvolle Ballaststoffe enthält. Die biologische Wertigkeit ist zwar bei Molkenproteinen etwas höher, bei intelligenter Kombination der Aminosäuren innerhalb der veganen Sorten kann aber ebenfalls eine sehr hohe Wertigkeit erreicht werden.

Wie ist die Wirkung von veganem Proteinpulver?

Proteinpulver im Allgemeinen und natürlich auch vegane Pulver haben zwei grundsätzliche Funktionen. Zum einen sollen sie dem Muskelaufbau dienen und zum anderen können sie helfen ein bestimmtes Körpergewicht zu erreichen.

Die Bausteine aus denen sich Proteine zusammensetzen, die Aminosäuren, sind gleichzeitig auch die Bausteine der menschlichen Muskulatur. Neue Muskeln werden nur dann gebildet, wenn dem Körper auch ausreichend Proteine zugeführt werden.

Veganes Proteinpulver hilft beim Muskelaufbau und liefert wichtige Vitamine.

Bei einer zu geringen Versorgung mit Proteinen können trotz intensiven Trainings keine neuen Muskeln aufgebaut werden, sodass sich entsprechend auch kein großer Trainingserfolg ergibt. Genau diese zusätzlichen Proteine können Proteinpulver liefern. Je nach verwendetem Rohstoff enthalten vegane Proteinpulver noch weitere wertvolle Stoffe wie zum Beispiel verschiedene Vitamine.

Vegane Proteinpulver sind eine gute Möglichkeit zum Abnehmen, da der Körper für die Verarbeitung von Proteinen länger braucht und mehr Energie benötigt als für die Umsetzung von Fetten und Kohlenhydraten. Dadurch stellt sich ein längeres Sättigungsgefühl ein, gleichzeitig besteht aber durch die gute Proteinversorgung keine Gefahr eines Muskelabbaus.

Was sollte bei der Einnahme von veganem Proteinpulver beachtet werden?

Proteinpulver werden meist mit Wasser gemischt und dann als Shake getrunken. Es ist aber auch möglich anstelle des Wassers Fruchtsäfte oder Smoothies als Grundlage zu verwenden. Dadurch ändert sich allerdings die Zusammensetzung der Nährstoffe, da insbesondere Säfte einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten haben.

View this post on Instagram

Seitdem ich gestern bei der Blutspende war und es dort Kakao aus einem Automaten gegeben hätte (den ich natürlich nicht getrunken habe, weil da bestimmt Milchpulver oder so drin war 😝) habe ich irgendwie Lust auf Kakao 🍫 Deshalb habe ich mir heute einen sehr schokoladigen Proteinsmoothie gemacht. Er besteht aus einer Banane, dem veganen Proteinpulver von Mama Patscha, etwas Fairtrade-Kakaopulver und Hafermilch 🍌🌾🍫 Yummy, ich freue mich schon aufs Frühstück im Büro 👩🏼‍💻 @mamapatscha #vegan #vegansmoothie #frühstückssmoothie #breakfastsmoothie #breakfasttogo #chocolatesmoothie #kakao #veganprotein #veganproteinpowder #veganesprotein #veganesproteinpulver #mamapatscha #veganfitness #veganfit #veganfitgirl #fairtrade #organic #healthyvegan #healthyliving #veganbreakfast #veganbreakfastideas #smoothie #smoothielove #govegan

A post shared by @ vegan.nachhaltig.berlin on

Bei der Einnahme sollte auf die richtige Dosierung geachtet werden – auf der Packung stehen dazu meist wichtige Angaben. Grundsätzlich sollten maximal 1,7g Protein pro Kilogramm Körpergewicht verzehrt werden.

Wichtig ist, dass diese Angabe für einen normalgewichtigen Menschen gilt. Menschen mit Übergewicht benötigen nicht mehr Protein. Daher sollte die Dosierung je nach Körperbau etwas variieren.

Die optimale Dosis für die tägliche Proteinzufuhr liegt zwischen 0,7g und 1,7g pro Kilogramm Körpergewicht!

Kann veganes Proteinpulver negative Auswirkungen auf deinen Körper haben?

Bei Proteinpulvern auf der Basis von Süßlupinensamen können allergische Reaktionen auftreten. Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegen Hülsenfrüchte sollten daher auf solche Pulver verzichten. Lupinenprodukte gehören zu den häufigsten Auslösern von Allergien und es besteht eine Kennzeichnungspflicht.

Lupinensamen und Sojabohnen können Allergien auslösen.

Wie Lupinen können auch Sojabohnen Allergien auslösen. Insbesondere bei einer vorhandenen Birkenpollenallergie sollte auf Sojaprodukte verzichtet werden. Zudem werden häufig gentechnisch veränderte Sojapflanzen angebaut, der Langzeitfolgen positiver und negativer Art noch unbekannt sind.

Zur Einnahme während der Schwangerschaft gibt es keine bzw. nur widersprüchliche Angaben. Deshalb sollten Schwangere in jeden Fall vorher mit ihrem Arzt über die Verwendung des Proteinpulvers sprechen.

Was kostet veganes Proteinpulver?

Je nach Hersteller variieren die Preise, liegen aber zumeist im Bereich von zwei bis fünf Euro pro 100g. Damit sind die veganen Alternativen nicht teurer als tierische Proteinpulver.

Wir haben in einer großen Preisstudie insgesamt 168 Produkte aus der Kategorie Rudergeraet untersucht, um dir einen Überblick zu verschaffen. Die Ergebnisse kannst du hier in unserem Graph betrachten. Finde in unserem Ratgeber heraus, ob eher ein Produkt der höheren oder niedrigeren Preisklasse für dich geeignet ist. (Quelle: Eigene Darstellung)

Du musst dir also keine Sorgen um den finanziellen Aspekt machen und kannst dich ganz entspannt auf dein Training mit veganem Proteinpulver einlassen.

Wo kann ich veganes Proteinpulver kaufen?

Da es mittlerweile ein großer Trend ist, Proteinpulver zu benutzen, aber auch vegan zu leben, findest du viele Angebote von veganem Proteinpulver.

  • Drogerien und Supermärkte haben meist Angebote in mehreren Geschmacksrichtungen. Du kannst auch oft Probier-Größen kaufen, um auszutesten, ob das Produkt wirklich was für dich ist. Allerdings findest du hier nicht so viel Auswahl.
  • Im Internet findest du jede Menge Angebote in den verschiedensten Geschmacksrichtungen, Größen und Arten des veganen Proteins. Nimm dir etwas Zeit, lies Bewertungen und wähle dann mit Bedacht.
  • In Fitnessstudios werden auch häufiger Proteinpulver angeboten, wenn deins eine gute Auswahl hat, sind meist sogar vegane Proteinpulver dabei. Außerdem kannst du dich hier gut beraten lassen.

Normalerweise findest du veganes Proteinpulver also an jedem Ort, an dem auch normales Whey-Protein angeboten wird. Zur Not einfach mal nachfragen.

Welche Alternativen gibt es zu veganem Proteinpulver?

Wenn du nicht unbedingt ein Fan von veganem Proteinpulver bist, dann gibt es ein paar andere Möglichkeiten, die extra Portion Protein zu dir zu nehmen. Du kannst beispielsweise einen erhöhten Anteil an veganen Proteinquellen in deinem Essen integrieren. Das wären z.B. Bohnen, Nüsse, Tofu, Tempeh, Kichererbsen, Brokkoli, Quinoa, Kartoffeln, Linsen oder Hafer.

Oder du kannst nach veganen Proteinriegeln suchen. Diese liefern dir zusätzlich eine gute Portion Protein und sind leicht für unterwegs.

Entscheidung: Welche Arten von veganem Proteinpulver gibt es und welches passt am besten zu dir?

Im Allgemeinen bezeichnen Proteinpulver Nahrungsergänzungsmittel mit einem sehr hohen Anteil an Proteinen. Je nach verwendetem Rohstoff variiert der Massenanteil des Proteins, liegt jedoch häufig bei über 80%. Unterschieden nach den Inhaltsstoffen existieren fünf verschiedene Arten von veganem Proteinpulver:

  • Soja-Proteinpulver
  • Reis-Proteinpulver
  • Erbsen-Proteinpulver
  • Hanf-Proteinpulver
  • Süßlupinen-Proteinpulver

Auch wenn sich die Arten von pflanzlichem Proteinpulver in ihren Inhaltsstoffen unterscheiden, sind auch wichtige Gemeinsamkeiten feststellbar.

Die folgende Tabelle stellt den Eiweißgehalt dar:

Quelle Eiweiß pro 100g
Sojaprotein 85g
Reisprotein 80g
Erbsenprotein 80g
Hanfprotein 50g
Süss-Lupinenprotein 40g

Neben dem isolierten Pflanzenprotein enthalten sie im Regelfall ein Süßungsmittel wie z.B. Steviolglycoside und in einigen Fällen Aromen und Verdickungsmittel.

Häufig werden die verschiedenen Sorten der veganen Proteinpulver auch gemischt, um dadurch eine höhere biologische Wertigkeit zu erzielen.

Was solltest du über Soja-Proteinpulver wissen und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Pro 100g enthält Soja- Proteinpulver etwa:

  • 380 kcal
  • 0 bis 5 g Kohlenhydrate
  • 85 g Eiweiß
  • 1 g Fett

Die Sojabohne enthält von Natur aus viel Protein, weit über 30%! Neben den Proteinen liefert Soja auch ungesättigte Fettsäuren, verschiedene B-Vitamine und Mineralstoffe.

Aus Sojabohnen kann das vegane Proteinpulver mit dem höchsten Proteinanteil hergestellt werden. (Quelle: jcesar2015, pixabay.com)

Damit ist die Sojabohne in Form von verschiedenen Produkten essentieller Bestandteil im Ernährungsplan von Vegetariern und Veganern.

Der größte Nachteil ist wohl, dass sie bei manchen Menschen Allergien auslösen kannst. Wenn du bereits eine Allergie gegen Soja hast solltest du zu einem anderen veganen Eiweißpulver greifen.

Auch, wenn du generell empfindlich auf Lebensmittel reagierst, solltest du das Sojaprotein erst in kleinen Mengen testen, bevor du dir gleich einen ganzen Shake mischst.

Vorteile
  • Hoher Eiweißgehalt
  • Wertvolle Nebenbestandteile
  • Kann den Tagesbedarf an Mineralstoffen wie Magnesium und Kalium decken
  • Enthält Eisen
  • Arm an Kohlenhydraten
  •  Im Vergleich zur Fleischproduktion ökologisch günstiger
Nachteile
  • Kann Allergien hervorrufen
  • Enthält kein Methionin (wichtig für den Knochenaufbau)

Was solltest du über Reis-Proteinpulver wissen und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Reis-Proteinpulver enthält pro 100g fast genauso viel Eiweiß wie Soja-Proteinpulver, aber deutlich mehr Fett.

  • 400 kcal
  • 2 bis 10g Kohlenhydrate
  • 80 g Eiweiß
  • 10 g Fett

Reisprotein wird im Regelfall aus dem ganzen Reiskorn hergestellt. Dadurch enthält es eine Vielzahl von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Vorteile
  • Nahezu alle benötigten Proteine sind enthalten
  • Enthält Vitamin C, D, E und verschiedene B-Vitamine
  • Bietet viele verschieden Mineralstoffe
  • Arm an Kohlenhydraten
Nachteile
  • Bei der Produktion entstehen große Mengen des Treibhausgases Methan

Was solltest du über Erbsen-Proteinpulver wissen und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Erbsen-Proteinpulver enthält pro 100g eine ähnliche Menge Eiweiß wie Soja- und Reis-Proteinpulver. Es sind jedoch fast gar keine Kohlenhydrate vorhanden:

  • 400 kcal
  • 0 g Kohlenhydrate
  • 80 g Eiweiß
  • 5g Fett

Erbsenprotein ist die ideale vegane Ergänzung zum Krafttraining. Der hohe Lysingehalt sorgt dabei für ein kräftiges Muskelwachstum.

Vorteile
  • Enthält alle Proteine für den Muskelaufbau, ideal für Sportler!
  • Arm an Kohlenhydraten
  • Hoher Eisengehalt
Nachteile
  • Nicht geeignet bei einer Allergie gegen Hülsenfrüchte

Optimale Ergebnisse erzielt man mit einer Kombination aus Reis- und Erbsenprotein, da sich die Inhaltsstoffe beider Pulver ergänzen.

Was solltest du über Hanf-Proteinpulver wissen und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Hanf-Proteinpulver ist kalorienarm und kann im Vergleich mit den anderen veganen Proteinpulvern deutlich mehr Kohlenhydrate enthalten:

  • 350 kcal
  • 2 bis 25 g Kohlenhydrate
  • 50 g Eiweiß
  • 2g Fett

Hanfprotein wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Diese enthalten nicht den psychoaktiven Wirkstoff  Tetrahydrocannabinol. Hanf enthält zwar weniger Proteine als z.B. Soja, ist aber aufgrund seiner Zusammensetzung ideal für den menschlichen Körper.

Vorteile
  • Für den Menschen optimaler Proteinmix
  • Fettsäuren im idealen Verhältnis
  • Viele Balaststoffe
  • Enthält Eisen, Magnesium und Zink
  • Heimische Produktion möglich
  • Nachhaltiger Anbau
Nachteile
  • Relativ hoher Kohlenhydratanteil

Was solltest du über Süßlupinen-Proteinpulver wissen und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Süßlupinen-Proteinpulver bietet den geringsten Eiweiß-Anteil pro 100g Pulver. Trotzdem enthält es viele wichtige Proteine, insbesondere das für den Muskelaufbau wichtige Lysin:

  • 335 kcal
  • 15 g Kohlenhydrate
  • 40 g Eiweiß
  • 7 g Fett

Zudem ist das Süßlupinen-Proteinpulver als Ei-Ersatz geeignet und kann daher auch gut in Kuchen verarbeitet werden. Allerdings werden durch das Erhitzen die Proteine teilweise zerstört.

Vorteile
  • Reich an Lysin für den Muskelaufbau
  • Hoher Eisenanteil
  • Auch geeignet als Ei-Ersatz zum Kochen und Backen
  • Heimische Produktion möglich
Nachteile
  • Kann Allergien auslösen
  • Relativ teuer

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du veganes Proteinpulver vergleichen und bewerten

Um herauszufinden, was das beste vegane Proteinpulver für dich ist, solltest du die Produkte vor dem Kauf miteinander vergleichen. Diese Kriterien können dir bei deiner Kaufentscheidung helfen:

  • Chemical Score
  • BCAA
  • Qualität der Inhaltsstoffe
  • Geschmacksvarianten
  • Künstliche Zusatzstoffe
  • Herkunft der primären Zutaten und Herstellungsort

Überlege dir also vor dem Kauf gut, auf welche Kriterien du Wert legst und welche das Proteinpulver unbedingt erfüllen sollte.

Chemical Score

Die Chemical Score gibt an, wie hoch die Wertigkeit des Proteins ist und wie viel von bestimmten Aminosäuren im Proteinpulver enthalten ist. Der Wert wird mit einem Referenzwert verglichen, der den optimalen Wert im menschlichen Körper wiedergibt. Dieser Referenzwert wurde von der Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt.

Um einen hohen Chemical Score zu erreichen, ist es besonders wichtig, dass sich verschiedene Proteinarten in ihren Aminosäuren ideal ergänzen.

BCAA (Verzweigtkettige Aminosäuren)

Die Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin bilden zusammen die verzweigtkettige Aminosäuren, die auch mit den Buchstaben BCAA (=Branched-Chain Amino Acids) abgekürzt werden.

Bei Proteinpulvern wird im Regelfall ein BCAA-Wert pro 100g des Produktes angegeben.

Diese können vom Körper nicht selbst gebildet werden und müssen ihm deshalb zugeführt werden. Ihnen wird eine besondere Effektivität beim Muskelaufbau und ein verminderter Muskelabbau zugeschrieben.

Qualität der Inhaltsstoffe

Wie so häufig gilt auch für vegane Proteinpulver „Klasse statt Masse“. Daher ist es besonders wichtig auf die Qualität der Produkte zu achten. Hinweise auf die Qualität des Pulvers geben die folgenden Kennzeichnungen:

  • Biologischer Anbau
  • Frei von gentechnisch veränderten Stoffen
  • Frei von Aromen
  • Frei von künstlichen Geschmacksstoffen
  • Frei von Konservierungsstoffen
  • Frei von künstlichen Farbstoffen

Das staatlich anerkannte Biosiegel ist ein wichtiger Hinweis für gute Qualität, da Bioprodukte kaum mit Schadstoffe belastet sind.

Geschmacksvarianten

Auch vegane Proteinpulver gibt es in unterschiedlichen Geschmacksvarianten. Hierbei gibt es neben einer „Neutralen“ Sorte häufig die Geschmacksrichtungen Vanille und Schokolade sowie Fruchtsorten wie Erdbeere oder Maracuja.

Mic WieglSport- und Fitnesskaufmann

Um dein veganes Protein bei der Einnahme zu lösen, sind dir im Grunde keine Grenzen gesetzt.

Du kannst es z.B. mit Wasser, Soja-, Mandel-, oder Hafermilch mischen. Außerdem kannst du es bedenklos mit Mlich, Müsli oder einem grünen Smoothie einnehmen.

(Quelle: menshealth.de)

Ob das Pulver tatsächlich nach diesen Lebensmitteln schmeckt, kann sich innerhalb der verschiedenen Produkte enorm unterscheiden.

Auch wenn man kein Milchshake erwarten kann, werden viele vegane Proteinpulver den Geschmack betreffend positiv bewertet.

Künstliche Zusatzstoffe

In purer Form weisen viele Proteinpulver einen bitteren Geschmack auf, der durch Süßstoffe überdeckt wird. Dabei gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Stoffen, die dem Pulver zugesetzt werden können.

Doch manche Menschen möchten gerne auf Süßstoffe, Zucker und Geschmacksverstärker verzichten, weil sie sich eventuell negativ auf den Trainingserfolg auswirken und zusätzlich den Appetit anregen könnten.

Es gibt jedoch auch mehrere vegane Proteinpulver, die bewusst auf Süßstoffe verzichten, da angenommen wird, dass sie dem Körper schaden könnten. Doch auch hier gilt: Wenn sie in einem geringen Maße in den Ernährungsplan integriert werden, ist die Einnahme von Süßstoffen unbedenklich.

Herkunft der primären Zutaten und Herstellungsort

Die direkte Herkunft der Rohstoffe in einem bestimmten Produkt ist häufig schwer festzustellen. Daher können die folgenden Angaben helfen, den Herkunftsort und die Produktionsbedingungen zu ermitteln:

Die drei größten Sojahersteller sind die USA, Brasilien und Argentinien. Dabei entfallen alleine auf die USA 35% der weltweiten Erträge. Allerdings wird nur etwa ein Prozent der Ernte für die direkte Herstellung von Lebensmitteln wie Tofu oder Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.

foco

Wusstest du, dass man bei Soja Protein zwischen Isolat und Konzentrat differenziert?

Während das Konzetrat völlig unbedenklich eingenommen werden kann, solltest du bei der Einnahme von Isolat, als Mann, nicht die Tagesdosis von 30 Gramm überschreiten. Es ist erwiesen, dass Soja Protein Konzentrat bei Männern eine Brustgewebsbildung fördert und ein „Männerbusen“ entstehen kann.

Der größte Teil der Produktion wird zu Tierfutter und Biotreibstoffen verarbeitet. Hauptkritikpunkte an der Sojaproduktion sind die Zerstörung des Regenwaldes und die Verwendung von gentechnisch verändertem Saatgut.

Reis stammt zumeist aus asiatischen Ländern, hier wird über 90% der weltweiten Ernte erbracht. Die größten Herstellerländer sind dementsprechend China, Indien und Indonesien. In Europa wird ebenfalls Reis angebaut, zu nennen sind hier insbesondere Frankreich und Italien. Im Vergleich zu den asiatischen Ländern ist die Produktionsmenge jedoch sehr gering.

Ein Großteil der Ernte wird im Nassbauverfahren hergestellt. Dabei werden die Felder nach dem Aussetzen der Reispflanze stark bewässert. Diese Anbaumethode ist im Hinblick auf den Klimawandel problematisch, da größere Mengen an Methan freigesetzt werden, welches ein stark infrarotaktives Gas ist und daher zum Treibhauseffekt beiträgt.

In der Tabelle siehst du, aus welchen Ländern die pflanzlichen Zutaten für veganes Proteinpulver meistens herkommen:

Lebensmittel Herkunftsland
Soja USA, Brasilien, Argentinien
Reis China, Indien, Indonesien
Erbsen Kanada, Russland, China
Hanf meist Europa
Lupine meist Europa oder Kanada

Speiseerbsen werden in allen gemäßigten Klimazonen angebaut. Die größten Herstellerländer für getrocknete Erbsen, wie sie in Proteinpulvern verwendet werden, sind Kanada, Russland und China. Auch in Deutschland gibt es eine kleine Produktion, allerdings werden die hier geernteten Hülsenfrüchte meistens frisch oder als Tiefkühlware verkauft.

Erbsen haben eine positiven Effekt auf die Bodenbeschaffenheit, sind allerdings recht anfällig gegen Unkraut, sodass häufig Herbizide eingesetzt werden müssen.

Der Anbau von Hanf war in Europa lange Zeit verboten, da die Blüten zur Produktion von Marihuana verwendet werden können. Seit den 90er wird jedoch verstärkt Hanf angebaut, wobei nur Sorten zugelassen sind, die einen kleinen Anteil an der psychoaktiven Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) aufweisen.

Der Anbau erfolgt meistens mit dem Ziel der Faserproduktion, die in hauptsächlich in der Textilherstellung verwendet werden. Nur die Samen und in Teilen der Saft der Pflanze wird zur Herstellung von Nahrungsmitteln verwendet.

Die Hanfpflanze ist im Anbau äußerst genügsam, es sind kein Herbizide und kaum Pestizide notwendig. Zudem lockern die langen Wurzeln der Pflanze den Boden auf und verbessern so dessen Qualität. Daher ist Hanf von allen hier vorgestellten Rohstoffen der umweltverträglichste.

Die Lupine ist ebenso wie die Erbse eine Hülsenfrucht, ihr Anbau hat durch die Stickstoffanreicherung ebenfalls einen positiven Effekt auf die Bodenqualität. Allerdings sind nur die Samen weniger Sorten für den Menschen verträglich, so zum Beispiel Zuchtformen der blauen Süßlupine.

Lupinen sind nicht nur schön anzuschauen, sondern sind auch eine vegane Eiweißquelle (Quelle: JarkkoManty, pixabay.com)

Anders als häufig zu lesen ist diese ursprünglich nicht in Deutschland beheimatet, aufgrund guter Frostresistenz hat sie sich durch menschlichen Einfluss auch bei uns ausgebreitet.

Die Anbauflächen sind relativ klein, sodass entsprechend der Preis für Lupinensamen vergleichsweise hoch ist. Insbesondere Zuchtformen sind anfällig für Krankheiten und Schädlinge, sodass größere Mengen an Pestiziden verwendet werden.

Trivia: Wissenswertes rund um das Thema veganes Proteinpulver

Bestimmt schwirren dir immer noch jede Menge Fragen zum Thema veganes Proteinpulver im Kopf herum. Im folgenden Abschnitt erfährst du die wichtigsten Dinge, die du noch über die vegane Alternative wissen solltest.

Wozu braucht der Körper Protein?

Proteine sind im menschlichen Körper für viele verschiedene Aufgaben zuständig, die sich in vier Gruppen einteilen lassen. Proteine aus der Gruppe der Globuline spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem.

Sie werden als Reaktion auf Krankheitserreger vom Körper selber gebildet. Ihre Aufgabe ist das Binden der Krankheitserreger, sie werden daher auch als Antikörper bezeichnet.

foco

Wusstest du, dass dein Körper die biologische Wertigkeit eines Proteins so anpassen kann, wie er es gerade benötigt?

Das heißt auch wenn die biologische Wertigkeit eines Proteins entscheidet, wie gut das Protein vom Körper aufgenommen werden kann, entscheidet letzlich immernoch dein eigener Körper, welcher Anteil effektiv verwendet wird.

Solltest du also bereits viel Eiweiß zu dir genommen haben, verwertet dein Körper eine zusätzliche Dosis deutlich schlechter.

Des Weiteren sind Proteine auch für die Kommunikation zwischen den Körperzellen, den Stofftransport und den Stoffumsatz verantwortlich. Damit stellen Proteine die grundlegenden Körperfunktion sicher.

Das bekannteste Protein aus dieser Gruppe ist mit Sicherheit das Hämoglobin, welches für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich ist und dessen rote Farbe verursacht.

Proteine bilden nach Wasser die zweitgrößte Stoffgruppe im menschlichen Körper. Ein Großteil liegt in Form von Strukturproteinen vor. Dazu gehören Kollagene, aus denen die Haut, das Bindegewebe und insbesondere die Knochen bestehen.

Zu dieser Gruppe zählen aber auch die Myosine und Aktine, die im Muskelgewebe vorkommen und für die Beweglichkeit der Muskeln zuständig sind.

Zu guter Letzt können Proteine auch als Reserve eingelagert werden, sodass der Körper auch eine Zeit lang ohne Nahrung auskommt. Diese Reserven sind allerdings nur beschränkt. Werden sie aufgebraucht, können Mangelerscheinungen und Krankheiten auftreten.

Solche sind allerdings in den westlichsten Ländern höchst selten, da sie nur bei Unterernährung und extrem proteinarmen Diäten auftreten.

Kann man veganes Eiweißpulver auch zum Backen hernehmen?

Ja! In den letzten Jahren ist der Trend auf gekommen, mit Eiweißpulver zu backen. Häufig wird das Mehl durch das Pulver ersetzt und Schwups landen leckere Protein-Pancakes auf dem Tisch.

In diesem Video erfährst du, wie du ganz einfach glutenfreie und vegane Pancakes aus veganem Proteinpulver machen kannst:

Es gibt viele Rezepte und Varianten, wie das Backkunstwerk mit Proteinpulver gelingen kann. So auch für die vegane Alternative aus Soja, Reis und Co.

Einige behaupten sogar, dass der doch etwas komische Nachgeschmack eines pflanzlichen Proteinpulvers durch das Backen verfliegt. Es macht auf jeden Fall keinen Unterschied, ob das Pulver vegan oder nicht ist.

Weiterführende Literatur: Quellen, Studien und interessante Links

[1] https://alte-hausmittel.com/whey-vs-vegan-protein/

[2] https://www.nu3.de/c/veganes-proteinpulver-test/#vegan-protein-test-06

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Protein

[4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28924423

[5] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27649693

Bildquelle: unsplash.com / Rawpixel

Bewerte diesen Artikel


91 Bewertung(en), Durchschnitt: 4,62 von 5