Wenn der Darm träge geworden ist, zieht das schnelle andere Gesundheitsprobleme nach sich. Hämorrhoiden gehören zu den sehr unangenehmen Nebenerscheinungen von Verstopfungen.

Eine kneifende Hose, ein unangenehmes Völlegefühl und störendes Bauchgrummeln: Wenn der Darm stillsteht und die Verdauung nicht funktioniert, sind auch diese störenden Symptome nicht weit.

Dass viele Menschen regelmäßig von Verdauungsproblemen betroffen sind, ist ein Phänomen der modernen Zeit und Esskultur.

Zu viel Fettes, zu viel Süßes und viel zu viel Ungesundes gepaart mit zu wenig Ballaststoffen und einer unzureichenden Bewegung: Das macht dem Darm zu schaffen. Wenn du deine Verdauung anregen willst, fängt dies demnach bei deiner Ernährung an.

Dass ein Verdauungsschnaps gegen Verstopfungen hilft, ist hingegen lediglich ein Mythos. Vielmehr kurbelst du deine Darmtätigkeit durch das, was du isst, und das, was du tust an. Auch die falsche Art von Bewegung ist nicht gut für den Darm.

Wie eine gesunde Verdauung funktioniert und was deinem Darm wirklich am besten bekommt, erfährst du daher im weiteren Verlauf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu die Hälfte aller Deutschen von Verdauungsproblemen betroffen sind. Meist sind eine Kombination aus einem sitzenden Lebensstil und einer unausgewogenen, wenig gesunden Ernährung an dieser Misere Schuld.
  • Eine gesunde Stuhlfrequenz sieht maximal drei Stuhlgänge pro Tag und mindestens drei Stuhlgänge in der Woche vor. Wer weniger als dreimal wöchentlich sein großes Geschäft verrichtet, ist von Verstopfungen betroffen und sollte seine Verdauung unbedingt gezielt anregen.
  • Ein Schnaps hilft nicht gegen Verdauungsprobleme. Er kann die Verdauung sogar weiter verlangsamen. Viel Bewegung, eine gesunde, ballaststoffreiche Kost und ausreichend Flüssigkeit zur richtigen Zeit sind der Schlüssel zum Erfolg gegen Verdauungsprobleme.

Unsere Produktempfehlungen

Colon Ex mit Flohsamenschalen

Colon Ex setzt auf eine Mischung aus Flohsamenschalen, Fenchel, Kürbiskernen, Kümmel und Pfefferminzblättern, um deiner Verdauung auf die Sprünge zu helfen.

In den 90 Kapseln, welche pro Packung enthalten sind, befinden sich auch Kamillenblüten und Süßholzwurzel zur Anregung deiner Verdauung.

Diese Nahrungsergänzungsmittel kombiniert somit einige der bekannten Naturheil- und Hausmittel gegen Verdauungsbeschwerden.

Das Präparat auf natürlicher Basis ist laut Hersteller zudem frei von genmanipulierten Inhaltsstoffen, Pestiziden oder anderen schädlichen Substanzen, die deiner Verdauung zusätzlich schaden könnten.

Kräutermischung mit Ingwer und Kamille

Diese Nieren-Kräutermischung setzt auf Rosenblüte, Kamille, Süßholzwurzel und Ingwer für mehr Wohlbefinden. Ebenso enthalten sind Brennnesselblätter, Verbene, Hagebuttenschalen und Mateblätter, wobei diese Mischung laut Hersteller erst ab 18 Jahren zu empfehlen ist.

In fünf bis sieben Minuten wird bei 100 Grad Celsius mit heißem Wasser ein Teeaufguss daraus. Nicht nur die Kräuter, sondern auch die Wärme des Tees wirken sich auf deine Verdauung aus.

Im Rahmen einer Kur soll dieser Metabolismus-Tee deine Verdauung anregen sowie deinen Harntrakt reinigen, sodass dein Körper von diesem Nahrungsergänzungsmittel in Teeform idealerweise gleich mehrfach profitiert.

Bio-Flohsamenschalen für mehr Ballast- und Schleimstoffe

Diese nachhaltig und fair angebauten Bio-Flohsamenschalen versorgen deinen Körper mit jeder Menge Ballast- und Schleimstoffen, die sich deine Verdauung zu Nutze macht.

Ob zum Backen oder in deinem Müsli, so kommt dein Verdauungsapparat auf natürliche Art und Weise in Gang. Frei von Allergenen, Gluten und Laktose sind diese Samen noch dazu.

Dieser Ballaststoff-Lieferant aus Indien fördert nicht nur deine Darmbewegungen. Vielmehr handelt es sich um ein Low-Carb-Produkt, welches cholesterinfrei und daher für die meisten Menschen bekömmlich ist.

Im Rahmen deiner gesunden, ausgewogenen Ernährung wirst du davon profitieren, dass die Flohsamenschalen das 50-Fache ihres Eigengewichts an Wasser binden können.

Was kennzeichnet eine gesunde Verdauung?

Eine gesunde Verdauung beginnt bereits in deinem Mund. Der Speichel, mit dem du die Nahrung beim Kauen vermengst, enthält die ersten Verdauungs-Enzyme. Sie spalten die Kohlenhydrate aus deinem Essen auf.

Wer sich nicht ausreichend Zeit zum Kauen nimmt, tut der eigenen Verdauung damit also keinen Gefallen. Nicht umsonst gilt das Sprichwort: „Gut gekaut ist halb verdaut.“ (Bildquelle: 123rf.com / 41146732)

Anschließend wandert der Speisebrei in den Magen. Dein Magensaft enthält sogenannte Pepsin-Enzyme, welche für die Aufspaltung von Proteinen zuständig sind.

Die Salzsäure aus dem Magensaft unterstützt diesen Vorgang und macht Keimen den Garaus. Sobald dein Magen den Nahrungsbrei genügend zersetzt hat, landet das Essen im Dünndarm.

Die Galle ist das Verdauungssekret, welches Fette dort aus dem Nahrungsbrei löst. Erst nach der Freisetzung der Fette kann dein Körper diese aufspalten.

Nachdem die einzelnen Bestandteile der Nahrung im Dünndarm komplett aufgespalten worden sind, gelangen Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate über die Dünndarmschleimhaut in den Blutkreislauf. Nur die unverdaulichen Essensbestandteile landen im Dickdarm.

Im Dickdarm kommen die Überbleibsel deiner Nahrung in einer stark verdünnten Form an. Immerhin erleichtert ausreichend Flüssigkeit den Verdauungsprozess. Nun zieht dein Körper noch Mineralstoffe wie Elektrolyte aus dem Brei, bevor nur noch unbrauchbare Essensbestandteile übrig bleiben.

Diese landen dann im Mastdarm, wo sich Stuhl für deinen späteren Toilettengang formt. Deine Verdauung kann demnach bereits durch zu wenig Kauen aus dem Gleichgewicht geraten.

Auch zu wenig Flüssigkeit setzen deiner Verdauung enorm zu. Die vielfältigen Ursachen für eine ins Stocken geratene Verdauung bedeuten allerdings auch, dass du viele Möglichkeiten hast, deiner Verdauung auf die Sprünge zu helfen.

Hintergründe: Was du über das Verdauung anregen wissen solltest

Welche Ursachen hat eine schlechte Verdauung?

Eine eingeschränkte Darmtätigkeit kann neben zu wenig Bewegung und einer falschen Ernährung weitere Ursachen haben. Verstopfungen sind gerade bei einem stressigen Lebensstil keine Seltenheit.

Wenn du deinen Stuhlgang zu oft unterdrückt, reagiert dein Darm darauf oftmals mit einem längeren Streik. Zu wenig Zeit für den Toilettengang am Morgen wird somit zu einem handfesten Problem.

In der westlichen Welt sind ein träger Darm und Verdauungsstörung neben Stress jedoch am häufigsten auf einen zu geringen Wasserkonsum und Essen, welches nicht ausreichend Faserstoffe enthält, zurückzuführen. Immerhin kannst du dir deinen Magen-Darmtrakt wie eine Art Muskelschlauch vorstellen.

Der Nahrungsbrei muss demnach ausreichend weich sein, um schnell und effizient durch den Verdauungstrakt geschleust zu werden. Dafür sind Ballaststoffe, die den Stuhl weich machen, entscheidend verantwortlich.

Sie lassen den Nahrungsbrei zudem aufquellen. Dieses große Volumen ist von Nöten, um den Darmtrakt zu aktivieren und die Darmbewegungen auszulösen. Denn das Volumen des Nahrungsbreis, der mit Wasser angereichert ist, übt einen Reiz auf den Darm aus.

Erst dann wird der Darminhalt von einem Darmabschnitt zum anderen weitergeleitet. Zu wenig Flüssigkeit macht deinen Stuhl demnach nicht nur hart. Vielmehr verlangsamt ein Wassermangel deine Verdauung zusätzlich. Dann erwarten dich schon bald unangenehme Verstopfungen.

Wie lange dauert es, etwas zu verdauen?

Dass nur drei Stuhlgänge pro Woche immer noch als gesund gelten, mag dich erstaunen. Allerdings wirkt sich die Art der Nahrung darauf aus, wie viele Stunden dein Körper dafür benötigt, sie zu verdauen.

Wenn du deine Verdauung schnell anregen möchtest, sind schnell verdauliche, darmgesunde Lebensmittel daher für dich interessant.  Vor allem die Zusammensetzung der Nahrung entscheidet über die Verdauungsgeschwindigkeit.

Die nachfolgende Tabelle verrät dir, welche Variationen dabei möglich sind. Während dein Essen schnell in deinem Magen landet, brauchen vor allem Dick- und Mastdarm vergleichsweise lange für die Bewältigung ihrer Aufgaben:

Verdauungsorgan Zeit bis zur Entleerung
Mund/ Speiseröhre 5 bis 30 Sekunden
Magen 0,5 bis 6 Stunden
Dünndarm 6 bis 9 Stunden
Dickdarm 6 bis 30 Stunden
Mastdarm 6 bis 120 Stunden

In der Regel kannst du davon ausgehen, dass eine normale Mahlzeit binnen 24 Stunden verdaut ist. Früchte gehören zu den Lebensmitteln, die dein Körper schnell verdaut.

Ob Bohnen, Linsen oder Fisch, für die Verdauung dieser Lebensmittel braucht dein Körper deutlich mehr Zeit. Die nachfolgende Liste dient der Orientierung:

Schnell verdauliche Lebensmittel Langsam verdauliche Lebensmittel
Früchte – besonders Wassermelone Nüsse
Gemüse – bis auf wenige Ausnahmen wie verschiedene Arten von Kohl Samen
Weißer Reis Fisch
Bohnen, Kichererbsen, Linsen und andere Hülsenfrüchte
Fleisch – teilweise bis zu 72 Stunden

Wann sollte die Verdauung angeregt werden?

Tipps, um deine Verdauung anzuregen, sind nicht nur dann interessant, wenn du dich bisher eher ungesund ernährt hast. In der Schwangerschaft klagen beispielsweise viele Frauen über Verstopfungen.

Das ist nicht nur auf die Position und das Gewicht des Kindes zurückzuführen. Immerhin ist der Raum im Unterleib der Mutter begrenzt und auch die folgenden Faktoren wirken sich negativ auf die Verdauung aus:

  • Weniger Bewegung besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft, wenn das Kind immer mehr wiegt und mehr Frauen von Wassereinlagerungen betroffen sind
  • Ein veränderter Hormonspiegel durch die Schwangerschaft
  • Das Kind drückt auf den Darm und engt diesen ein

Neben der werdenden Mutter sind auch kleine Babys mitunter von Verstopfungen betroffen. Muttermilch ist zwar leicht verdaulich und Verstopfungen sind bei kleinen Stillkindern selten.

Doch bereits eine zu enge Windel kann auch bei Stillkindern Verstopfungen nach sich ziehen. Das Verfüttern von Flaschennahrungen kann ebenfalls Ursache solch einer Darmträgheit sein.

Auf die Umstellung von Flaschennahrung zu Beikost reagieren viele Kinder genauso mit einem trägen Darm wie auf den Wechsel von Muttermilch zu Flaschenkost.

Immerhin hat der Darm deines Kindes zuvor noch nie in seinem Leben etwas anderes als Muttermilch verdaut. Er ist nun besonders gefordert und es braucht eine Zeit, bis der Verdauungstrakt deines Babys wie vorgesehen funktioniert.

Genau wie Babys und Schwangere haben auch ältere Menschen häufig mit einer trägen Verdauung zu kämpfen.

Auch Reisende sind Verstopfungen in den ersten Tagen ihres Urlaubs oder ihrer Geschäftsreise häufig gewohnt. In den folgenden Situationen ist es ebenso sinnvoll, deine Verdauung anzuregen:

  • Im Anschluss an eine Operation
  • Wenn du abnehmen möchtest
  • Bei diversen Krankheitsbildern, die häufig Verstopfungen auslösen (siehe nachfolgende Tabelle)
  • Wenn du durch die Einnahme bestimmter Präparate an Verstopfungen leidest (zum Beispiel Eisen als Nahrungsergänzungsmittel oder verschiedene Opiate)

Bei diversen Krankheitsbildern, die häufig Verstopfungen auslösen, ist es ebenso sinnvoll, die Verdauung anzuregen.

Die nachfolgende Tabelle verrät, bei welchen Erkrankungen die Patienten oftmals mit Verdauungsbeschwerden zu kämpfen haben:

  • Diabetes mellitus
  • Diverse chronisch entzündliche Erkrankungen des Darms (zum Beispiel Morbus Crohn)
  • Zöliakie
  • M. Addison
  • Multiple Sklerose
  • Volvulus
  • Hyperparathyreoidismus
  • Bei toxischen Nervenschädigungen durch Drogen, zu viel Alkohol oder Nikotin
  • Vitaminmangel
  • Parkinson
  • Hypokaliämie
  • Schilddrüsenunterfunktion

Was tun, um die Verdauung anzuregen?

Viele Lebensmittel sind heutzutage das ganze Jahr über erhältlich, ohne dass es saisonale Grenzen gibt. Schnelles Essen steht immer und überall zur Verfügung. Für eine entspannte Mahlzeit mit viel Kauen nehmen sich die meisten Menschen nur wenig Zeit.

Wahrscheinlich isst auch du immer öfter „on the go.“ Lebensmittelunverträglichkeiten, Stress und Allergien sind ebenso weit verbreitet. All das nimmt dir deine Verdauung übel. 

Am einfachsten lenkst du durch eine Ernährungsumstellung hin zu mehr gesunder, ausgewogener Kost ein. Mehr Zeit zum Essen, Genießen und Kauen – auch damit tust du dir und einer Verdauung einen Gefallen.

Doch was tun, wenn das nicht reicht, da du krankheitsbedingt Probleme mit deiner Verdauung hast? Können Medikamente helfen?

Um deinem trägen Darm endlich ein Ende bereiten zu können, erfährst du hier, was du gegen Verstopfungen und für deine Verdauung tun kannst.

Wann es Sinn macht, deine Verdauung wie anzukurbeln, wird in den nächsten Abschnitten klar. Ein regelmäßigerer Stuhlgang und mehr Wohlbefinden stellen sich unter Beherzigung dieser Tipps wahrscheinlich bestimmt auch bei dir schnell ein.

Verdauung anregen mit Bewegung

Bewegung an der frischen Luft wirkt sich zwar positiv auf die Darmtätigkeit aus.

Allerdings kannst du deinem Körper mit zu viel Bewegung zur falschen Zeit schaden. Sport unmittelbar nach dem Essen ist nicht zu empfehlen.

Beim Joggen steht ein Teil des Bluts nun nicht mehr für die Verdauung zur Verfügung, sondern kommt im Bereich der Muskeln zum Einsatz. (Bildquelle: 123rf.com / 32327678)

Ein entspannter Spaziergang ist deiner Verdauung hingegen viel zuträglicher. Indem du dich bewegst, anstatt gleich wieder in eine sitzende Position zu verfallen, können Magen und Darm sich besser ausdehnen.

Das Zusammenpressen der Organe bei einem sitzenden Lebensstil ist schließlich der Grund vieler Verstopfungen.  Immer dann, wenn die Hose kneift und es im Bauch zieht, kann ein kurzer Spaziergang viel bewirken.

An der frischen Luft kommt dein Kreislauf zudem in Schwung, was zu einem gut funktionierenden Organismus ebenso beiträgt. Das Sprichwort „Wer rastet, der rostet“ gilt demnach klar für deine Verdauung.

Verdauung anregen durch die richtige Ernährung

Deine Ernährung ist eines der wichtigsten Tools, über das du deine Verdauung anregen kannst.

Nicht übermäßig viele Kohlenhydrate, aber ausreichend Eiweiße, Fette und Ballaststoffe – das braucht es, wenn deine Verdauung wie vorgesehen funktionieren soll.

Welche Lebensmittel sind gut für deine Verdauung? Die nachfolgende Tabelle verrät es dir:

  • Fisch
  • Eier
  • Quark, Käse, Joghurt
  • Obst
  • Gemüse – gerade Blattgemüse
  • Gewürze wie Koriander, Kümmel, Fenchel und Anis
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkornprodukte
  • Pflanzliches Fett – vor allem kaltgepresste Pflanzenöle
  • Butter
  • Kaffee – auf Wunsch auch entkoffeiniert

Vor allem enthält jede Mahlzeit am besten eine Mischung der genannten Lebensmittel. Falls du unter einem besonders empfindlichen Darm leidest, ist die Kombination von Obst oder Gemüse und Fett und Eiweiß ideal.

Dabei muss eine darmfreundliche Ernährung nicht schlecht schmecken. Viele darmgesunde Lebensmittel kannst du deinen regulären Mahlzeiten ganz einfach untermischen. Das gilt zum Beispiel für Leinsamen.

Zusammen mit genügend Wasser quellen die Samen auf und sorgen somit für das nötige Volumen für eine gesunde Verdauung. Ob als Leinsamenbrot oder Leinsamen in deinem Müsli sowie als Knusperschicht auf deinem Frischkäsebrot, diese Samen lassen sich leicht in deine Ernährung integrieren.

Ein ähnliches Potential steckt auch in Floh- und Chia-Samen. Obwohl viel Wasser gut für deine Verdauung ist, kommt es auf den Zeitpunkt der Flüssigkeitsaufnahme an. Zu einer Mahlzeit trinkst du besser nicht zu viel.

Denn das verwässert die Verdauungsenzyme, was schlecht für deine Magen-Darm-Tätigkeit ist. Zwischen den Mahlzeiten bieten sich warmer Tee und warmes Wasser an. Diese Wärmeenergie ist ebenfalls ein Segen für deine Verdauung.

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Hey ihr Lieben, grade gab es mal wieder ein paar neue Studien zum Thema Darmflora und wie eng die Bakterienzusammensetzung auch mit der mentalen Gesundheit, aber natürlich auch mit Autoimmunerkrankungen und Krebs verknüpft sein soll. Je mehr unterschiedliche „gute“ Arten von Mikroorganismen in unserem Darm wohnen, desto besser geht es uns. Daher ist eine ballaststoffreiche Kost essentiell. Gemüse, Gemüse, Gemüse und Vollkornprodukte wie Reis, Kartoffeln (insbesondere einmal abgekühlt mit resistenter Stärke) oder Buchweizen fördern die Vielfalt! Also los, esst mehr Pancakes! 😊 #darm #verdauung #gesundheit #kohlenhydrate #carbs #mikrobiom #darmflora #ohneindustriezucker #vegan

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Verdauung anregen mit Medikamenten

Die Liste der Medikamente, die abführend wirken und bei Verstopfungen helfen, ist lang. Neben Einläufen zählen Wirkstoffe wie Macrogol, Lactulose, Anthrachinon und Bisacodyl, die teilweise in Zäpfchenform zum Einsatz kommen, dazu.

Zusätzlich erhältst du in der Apotheke eine Reihe von Präparaten, die deine Verdauung mit Kräutern und Mineralstoffen ankurbeln. Generell gilt jedoch, dass dies eine der letzten Möglichkeiten im Kampf gegen Darmträgheit darstellen sollte.

Medikamente gegen Verdauungsstörungen sind vor allem für Menschen mit extremen Verstopfungen sinnvoll, sofern diese nicht dazu in der Lage sind, die hier genannten Tipps umzusetzen. Das kann zum Beispiel im Rahmen einer schwerwiegenden Erkrankung der Fall sein.

Generell stellt die tägliche Einnahme von Magnesium eine der Empfehlungen dar, die Ärzte häufig bei Verstopfungen aussprechen.

Möglichst natürlich gegen Verdauungsprobleme vorzugehen, ist schließlich deshalb zu empfehlen, da Medikamente immer mögliche Nebenwirkungen aufweisen. Sofern sich deine Verdauung auf anderem Weg regulieren lässt, ist dies daher zu bevorzugen.

Verdauung anregen mit Hausmitteln

Die eben genannten Lebensmittel sind eine deiner besten Waffen für eine geregelte Verdauung. Doch was tun, wenn du bereits von Verstopfungen betroffen bist?

Auch dann kannst du über deine Ernährung gegen diesen Zustand angehen. Die folgenden Lebensmittel sind beispielsweise als abführend bekannt:

Kategorie Lebensmittel
Milchprodukte Quark, Käse, Joghurt, Butter
Gewürze Koriander, Kümmel, Fenchel, Anis
Obst und Gemüse u.a. auch Blattgemüse
Kaffee auf Wunsch auch entkoffeiniert
Pflanzliches Fett vor allem kaltgepresste Pflanzenöle
Sonstiges Fisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Eier

Zusätzlich gilt Pfefferminztee als wahrer Segen für deinen Magen-Darmtrakt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die ätherischen Öle der Minze die Muskelaktivität des Magens anregen.

Auch die Wärmewirkung dieser Tasse Tee kann nicht schaden. Daher bietet sich eine Wärmflasche auf deinem Bauch ebenso als Hausmittel bei Verdauungsproblemen an.

Neben den bereits genannten Gewürzen sind auch Basilikum, Kardamom und Knoblauch für ihre positive Auswirkung auf die Verdauung bekannt.

Gleiches gilt für Ingwer, Kamille und Kurkuma. Im Übrigen sind diese Gewürze als spezielle Teemischung für deine Verdauung in Drogeriemärkten und Apotheken erhältlich.

Verdauung anregen mit Übungen

Damit deine Verdauung schnell wieder ins Lot kommt, kannst du dich einfach auf deinen Drahtesel schwingen. Zwei bis drei wöchentliche Fahrradtouren sind ideal.

Wenn dies wetterbedingt nicht möglich ist, wirkt sich regelmäßiges Schwimmtraining ähnlich positiv auf deine Verdauung aus. Wem selbst dafür die Zeit fehlt, der macht Gymnastik, legt sich auf den Rücken und fährt in der Luft Fahrrad.

Immerhin trainiert diese Übung nicht nur die Bauchmuskeln, sondern wirkt sich gleichzeitig auch auf deinen Darm förderlich aus. Schon zehn Trainingsminuten am Tag sind ausreichend.

Alle passionierten Yogis wissen zudem, dass es auch in der Lehre des Yoga einige gezielte Übungen für die Verdauung gibt. Dabei sind nicht nur die Übungen selbst gut für deinen Körper.

Vielmehr ist Stress in der modernen Zeit ein Feind deines Darms. Yoga trägt bekanntlich zu deiner Entspannung bei und ist auch daher gut für den Darm.

Während Massagen ebenso für ihren Entspannungseffekt bekannt sind, kann eine sanfte Bauchmassage deine Verdauung manuell ankurbeln. Dabei ist es wichtig, dass du die Verlaufsrichtung deines Darms beherzigst.

Um dir zu einer geregelten, gesunden Verdauung zu verhelfen, streichelst du dir am besten mehrere Minuten in kreisenden Bewegungen über deinen Bauch, während du sanften Druck ausübst.  Achte darauf, dass du diese Bewegungen im Uhrzeigersinn ausführst.

Selbst kleine, kreisende Massagebewegungen um deinen Bauchnabel im Uhrzeigersinn fördern deine Verdauung. (Bildquelle: 123rf.com / 98868171)

Verdauung anregen bei Babys und Kindern

Die eben genannte Technik der Bauchmassage ist auch für Babys und Kinder, die von Verdauungsproblemen betroffen sind, ideal. Gerade bei gestillten Babys besteht zunächst kaum die Möglichkeit, ihre Verdauung über die Ernährung zu fördern.

Lediglich der als abführend geltende Milchzucker kann in kleinen Mengen gegen Verstopfungen bei deinem Baby ankommen. Allerdings ist dieses Hilfsmittel mit Vorsicht zu genießen.

Denn zu viel Milchzucker hat schnell den gegenteiligen Effekt und führt zu Durchfall bei deinem Kind. Das Fahrradfahren in der Luft empfiehlt sich hingegen auch für Babys und Kleinkinder, ohne dass diese unschönen Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Dabei spielt es keine Rolle, dass die Kinder diese Bewegungen noch nicht eigenständig ausführen können. Es reicht, wenn du ihre Beine von Hand entsprechend bewegst.

Sanfte Wärme und eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr sind im Kampf gegen Verstopfungen bei deinem Kind ebenso wichtig. Größere Kinder profitieren von den genannten Tipps wie Trockenobst und Pfefferminztee.

Verdauung anregen in der Schwangerschaft

Im Rahmen einer Schwangerschaft sehen sich die meisten Frauen mit Verdauungsproblemen konfrontiert. Damit dies nicht in schmerzhaften Folgen wie einer Analvenenthrombose endet, ist eine verdauungsfördernde Ernährung während der kompletten Schwangerschaft entscheidend.

Die meisten abführenden und darm freundlichen Lebensmittel können schwangere Frauen bedenkenlos genießen. Dabei tust du als Schwangere gut daran, möglichst umfangreich gegen Verdauungsprobleme anzugehen und ihnen frühzeitig vorzubeugen.

Gerade im Endstadium deiner Schwangerschaft, wenn dein ungeborenes Baby deinen Darm stark einengt, kannst du deinem Darm gar nicht genug Gutes tun. Diese Hilfsmittel sind neben den bereits genannten Tipps hilfreich:

  • Milchzucker auch für werdende Mütter
  • Magnesium
  • Weizenkleie

Auf Bauchmassagen solltest du als Schwangere spätestens im letzten Drittel deiner Schwangerschaft dringend verzichten. Denn zum einen kommen die Massagebewegungen bei deinem Darm ohnehin nicht mehr an. Zum anderen riskierst du durch diese Massagen frühzeitige Wehen, die deinem Kind im schlimmsten Fall schaden könnten.

Medikamente, die gegen Verstopfungen helfen, sind für Schwangere zudem erst einmal nicht gestattet. In extremen Fällen von Verstopfungen solltest du mit deinem Arzt Rücksprache halten. Er kann dich dazu beraten, inwiefern es doch ein Mittel gibt, welches du in Ausnahmefällen einnahmen darfst.

Fazit

Wie es um deine Verdauung steht, hast du in weiten Zügen über deine Ernährung, deinen Flüssigkeitskonsum und deine Bewegung selbst in der Hand.

Nichts desto trotz gibt es Lebenssituationen, in denen deine Verdauung von zusätzlicher Unterstützung profitieren kann. Dies ist zum Beispiel bei verschiedenen Krankheitsbildern oder während der Schwangerschaft der Fall.

Selbst Kinder und Babys können bereits an Verstopfungen leiden. Milchzucker und Massagen stellen eine gute Möglichkeit dar, sie von diesem Leiden zu befreien. Gleiches gilt auch für Wärme.

Am besten tust du täglich etwas für deine Verdauung, damit Verstopfungen selten bis gar nicht zum Problem werden. So steigerst du dein allgemeines Wohlbefinden gleichzeitig ungemein.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.dak.de/dak/gesundheit/verdauung-anregen-1800264.html

[2] https://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/stoffwechsel–verdauung-anregen—das-hilft-magen-und-darm-10149132.html

[3] https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_76000932/verstopfung-diese-lebensmittel-kurbeln-die-verdauung-an.html

Bildquelle: 123rf.com / 74478550

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Anna hat sich auf medizinischen Journalismus spezialisiert und schreibt nicht nur über den menschlichen Körper, sondern kennt sich auch im Bereich Nahrungsergänzungsmittel sehr gut aus. Durch ihr Studium in Sportwissenschaften besitzt sie ein fundiertes theoretisches Hintergrundwissen über die Materie.