Zink ist ein wichtiges Spurenelement für den Menschen. Das man an einem Zinkmangel leiden kann, dürfte den meisten Leuten bekannt sein – aber eine Zink Überdosierung? Geht das? Und wenn ja, woher weiß man, dass man an einer Zink Überdosierung leidet?

In diesem Artikel wollen wir dir die wichtigsten Fragen zur Zink Überdosierung beantworten. Dazu gehört unter anderem, was eine Zink Überdosierung überhaupt ist. Aber auch, wie sich diese äußert, ihre Ursachen, welche Symptome dir eine Zink Überdosierung anzeigen, ob man einer Zink Überdosierung vorbeugen kann und was du dagegen tun kannst, wenn du bereits an einer leidest.

Ob es im Bezug auf diese Informationen Unterschiede zwischen einem Erwachsenem und einem Kind und generell zwischen Mensch und Tier gibt, wollen wir dir auch beantworten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zink ist ein wichtiges Spurenelement, dass dem Körper von außen zugeführt werden muss. So wie ein Zinkmangel entstehen kann, ist es auch möglich zu viel Zink zu sich zu nehmen und an einer Zink Überdosierung zu leiden.
  • Der Wert, der ohne Schäden zu befürchten als „tolerierbar“ gilt, liegt bei 25 mg Zink pro Tag. Aber auch unter diesem Wert können in seltenen Fällen bereits Symptome auftreten. Bei einem Zinkwert, der extrem über der Höchstgrenze liegt, spricht man von einer akuten Zinkvergiftung.
  • Ist Zink einmal im Körper, bekommt man es nicht mehr heraus. Das macht eine Zink Überdosierung besonders problematisch. Allerdings kann man einiges tun, um die Dauer zu verkürzen und Symptome zu lindern.

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Leidest du an einer Zink Überdosierung, ist Durchfall ein häufiges Symptom. Bei Durchfall verliert der Körper Unmengen Flüssigkeit und Elektrolyte. Pulverreich Active ist in erster Linie für die Einnahme bei starker Hitze oder zur Unterstützung bei Sport gedacht.

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Was ist Zink?

Zink ist zum einen ein chemisches Element, dass für zahlreiche Experimente verwendet wird. Auch in der Industrie findet es Verwendung, wo das Metall zum verzinken von Stahlteilen und Eisenteilen genutzt wird.

Zum anderen ist Zink aber auch ein für den Körper essentiell wichtiges Spurenelement. Als solches ist es beteiligt an den Stoffwechselvorgängen eines jeden Lebewesens. Besonders in der Wachstumsphase ist eine ausreichende Zinkversorgung wichtig, da es sonst zu Störungen in Wachstum und Entwicklung kommen kann.

Viele Hülsenfrüchte haben einen sehr hohen Zinkgehalt. (Bildquelle: pixabay.com / StockSnap)

Hintergründe: Was du über eine Zink Überdosierung wissen solltest

So wie man an einem Zinkmangel leiden kann, ist es auch möglich an einer Zink Überdosierung zu leiden – und beides kann schwerwiegende, negative Folgen haben. Deshalb gibt es einiges, was man über beide Szenarien wissen sollte um dem vorzubeugen oder das Problem möglichst schnell beheben zu können.

Ein schwerer Fall der Zink Überdosierung wird auch „Zinkvergiftung“ oder „Zink-Intoxikation“ genannt. Da der Zinkwert dafür sehr hoch sein muss (200-400 mg), tritt sie nur sehr selten auf.

Welche Ursachen kann es für einen zu hohen Zinkwert geben?

Ein zu hoher Zinkwert entsteht, wenn man die Richtwerte für die tägliche Zinkzufuhr überschreitet. Das kann vor allem dann sehr schnell passieren, wenn man Nahrungsergänzungsmittel mit Zink zu sich nimmt. Diese enthalten deutlich mehr Zink als für die tägliche Zufuhr empfohlen wird.

Zink wird zum Beispiel bei Erkältungen gerne supplementiert, da dadurch das Immunsystem gestärkt und die Symptome schneller bekämpft werden. Hier kann vor allem bei einer trotzdem lange anhaltenden Erkältungsphase auch eine Überdosierung die Folge sein, weshalb man auf die richtige Zink Dosierung achten sollte

Gruppe Richtwert
Erwachsene Männer 10 mg pro Tag
Erwachsene Frauen 7 mg pro Tag
Schwangere Frauen 10-11 mg pro Tag
Stillende Frauen 10-11 mg pro Tag
Kinder (je nach Alter und Geschlecht) 1 – 9 mg pro Tag

Aber auch über die Nahrung ist es möglich, deutlich zu viel Zink zu sich zu nehmen. Hier sind vor allem Menschen gefährdet, die viel rotes Fleisch, Eier, Milchprodukte oder Meeresfrüchte zu sich nehmen. Diese Lebensmittel haben nicht nur einen hohen Zinkgehalt – das Zink aus tierischen Produkten wird vom Körper auch deutlich schneller aufgenommen.

Das liegt daran, dass viele pflanzliche Produkte mit hohem Zinkgehalt gleichzeitig auch Bestandteile enthalten, die die Zinkaufnahme beeinträchtigen. Dem kann vorgebeugt werden, indem der Gehalt  entsprechender Stoffe durch Rösten, Gären oder Einweichen gesenkt wird.

Pflanzliche Lebensmittel mit hohem Zinkgehalt sind in erster Linie verschiedene Körner, Kerne, Samen, Hülsenfrüchte, Nüsse und Mais. Ein weiteres Risiko besteht in sauren Getränken wie Orangensaft oder Apfelsaft, die in zinkhaltigen Behältern aufbewahrt werden.

Durch die Säure kann es passieren, dass Zink in die Flüssigkeit gerät. Auf diese Weise können bis zu 800 mg Zink pro Tag in den Körper gelangen. Deshalb – und auch aus Umweltschutzgründen – solltest du grade bei sehr sauren Säften besser zu Glasflaschen greifen.

Woran erkennt man eine Zink Überdosierung?

Bei seltener Überschreitung des Richtwertes treten in der Regel keine Nebenwirkungen auf. Nach internationaler Einschätzung liegt die tolerierbare obere Höchstgrenze, bis zu welcher bei längerer Einnahme keine Schäden auftreten, bei ca. 25 mg pro Tag.

In sehr seltenen Fällen kann es aber auch bei Zinkwerten unter 25 mg bereits zu Symptomen einer Zink Überdosierung kommen. Diese Symptome umfassen:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen auf Lebensmittel
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Magenreizung bzw. Magenschleimhautentzündung

Ab einem Zinkwert von 200-400 mg Zink im Blut liegt eine akute Zinkvergiftung vor. Das ist ein sehr hoher Wert, der in der Regel schwer zu erreichen ist. Beim Verzehr großer Mengen Austern, die mit 22 mg auf 100 g Fleisch einen sehr hohen Zinkgehalt haben, kann es zum Beispiel zu einer Zinkvergiftung kommen. Die Symptome der Zinkvergiftung umfassen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Magendarm-Krämpfe
  • Kopfschmerzen

Diese Symptome können natürlich auch als Begleiterscheinung anderer Beschwerden auftreten – ob nun alle, oder nur teilweise. Gerade deshalb ist es empfehlenswert, beim Auftreten dieser Symptome einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache herauszufinden. Anhand einer Blutprobe kann dieser feststellen, ob es sich um eine Zink Überdosis handelt.

Wie lässt sich eine Zink Überdosierung verhindern?

Jedes Lebewesen ist auf eine gewisse Zinkzufuhr pro Tag angewiesen, damit viele wichtige Körpervorgänge funktionieren können – aber der Körper kann Zink nicht selbst produzieren. Man kann also nicht einfach gänzlich darauf verzichten, Zink zu sich zu nehmen oder die Einnahme so gering halten, dass sie weit unter dem Tagesbedarf liegt. Ansonsten läuft man Gefahr, in einen Zinkmangel abzurutschen.

Stattdessen ist es zum einen wichtig, dass man die Richtwerte und Höchstgrenzen kennt, aber zum anderen auch einen Überblick über die Lebensmittel behält, die man zu sich nimmt. So verhindert man, den Tagesbedarf zu überschreiten und auch ihn drastisch zu unterschreiten.

Weiterhin sollte man nur dann zu Zinktabletten aus der Apotheke oder zinkhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln greifen, wenn man an einem Zinkmangel leidet. Eine Absprache mit einem Arzt ist hier empfehlenswert. Dieser kann nicht nur feststellen ob eine Einnahme nötig ist, sondern kann auch beobachten und Feedback geben wie sich die Zinkwerte entwickeln.

Welche Risiken gibt es bei einer Zink Überdosierung?

Wird die empfohlene Höchstgrenze für die tägliche Zinkzufuhr über einen Zeitraum von mehreren Monaten deutlich überschritten (25-50 mg pro Tag), kann es zu einer chronischen Überdosierung kommen.

Bei einer chronischen Zink Überdosierung sind verschiedene Langzeitfolgen zu befürchten. Dazu gehören eine Beeinträchtigung des Immunsystems sowie des Fettstoffwechsels.

Auch Veränderungen der körpereigenen Kupfer- und Eisendepots sind zu befürchten. Das bedeutet, dass ein Kupfermangel und auch ein Eisenmangel inklusive aller Nebenwirkungen entstehen können. Da Kupfer die Aufnahme von Eisen erleichtert, ist oft ein Eisenmangel die Folge – und damit eine Anämie (Blutarmut).

Weitere Folgen eines Kupfermangels sind Störungen des Nervensystems, Müdigkeit, ein Rückgang der Leistungsfähigkeit, Konzentrationsprobleme, Pigmentstörung der Haut bzw. Blässe, frühzeitiges Ergrauen der Haare, Depressionen, Osteoporose und Wachstumsstörungen.

Nebenwirkungen wie Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Depressionen und Blässe sind neben der Blutarmut auch bei Eisenmangel zu befürchten. Außerdem kann es zu Haarausfall, brüchigen Nägeln, RLS, Schlafstörungen, Immunschwäche und Kurzatmigkeit kommen.

Studien zufolge wird außerdem eine negative Wirkung auf die Harnphysiologie in Zusammenhang mit chronischer Zink Überdosierung gebracht.

Mit 22 mg auf 100 g Fleisch sind Austern die Spitzenreiter unter den zinkhaltigen Lebensmitteln. Bei einer Überdosierung nicht empfehlenswert! (Bildquelle: pixaby.com / Free-Photos)

Was tun gegen Zink Überdosierung: 4 Erste-Hilfe Tipps

Leidet man an einer Zink Überdosierung, gibt es leider ein schwerwiegendes Problem: Ist das Zink erst einmal im Körper, bekommt man es nicht mehr heraus. Der Körper muss das Zink selbst abbauen, und das kann dauern – vor allem, weil der Körper wahrscheinlich durch die Symptome geschwächt ist.

Trotzdem kann man einiges tun, um kurzfristig Linderung zu erfahren und den Körper zu entlasten. Vor allem das behandeln der Symptome ist wichtig, aber dazu muss man nicht immer zu Medikamenten greifen. Das ist zwar durchaus möglich, aber auch viele Hausmittel können helfen. Das ist nicht nur gesünder, sondern meistens auch günstiger.

Zinkzufuhr reduzieren

Das mag banal klingen, ist aber gar nicht so unwichtig zu erwähnen. Damit der Zinkgehalt im Blut wieder einen normalen Wert erreicht, sollte unbedingt die tägliche Zink Zufuhr reduziert werden.

Lebensmittel mit sehr hohem Zinkgehalt – wie rotes Fleisch, Meeresfrüchte und verschiedene Kerne und Nüsse – sollten dafür für eine Weile nicht verzehrt werden. Bei besonders hohen Zinkwerten ist es vielleicht sogar angemessen, für einen gewissen Zeitraum ganz auf zinkhaltige Lebensmittel zu verzichten.

Ansonsten ist es nicht ratsam ganz auf Zink zu verzichten – damit man nicht Gefahr läuft von der Überdosis direkt in einen Zinkmangel abzurutschen.

Den Magen beruhigen

Es gibt eine große Auswahl an Teesorten, die den Magen beruhigen und damit gegen die Symptome Übelkeit, Magendarm Beschwerden und Magenreizung helfen können. Dazu gehören Fenchel, Kamille, Anis, Pfefferminz und Kümmel. Auch der Ingwer kann als Tee aufgebrüht den Magen beruhigen und wirkt zusätzlich antibakteriell und entzündungshemmend.

Neben diesen klassischen Teesorten ist es auch möglich Heilerde zu sich zu nehmen, welche die Schleimhäute beruhigt. Dazu einfach 1-2 Teelöffel Heilerde in 200 ml kaltes oder warmes Wasser geben, gut verrühren und anschließend trinken.

Ein spürbarer Effekt kann unter Umständen etwas dauern. Um zu verhindern, dass man dem Tee überdrüssig wird, und um dem Gaumen einen gefallen zu tun, ist es auch möglich die Sorten zu variieren. Das schmälert oder negiert die Wirkung nicht.

Leicht bekömmliche Nahrung

Tritt auch Appetitlosigkeit auf, kann es generell schwer sein in Verbindung mit Übelkeit, Erbrechen und Magenbeschwerden Nahrung zu sich zu nehmen. Essen sollte man trotzdem ausreichend, um den Körper nicht zusätzlich zu schwächen. Dabei sollte man aber darauf achten, den Magen nicht unnötig zu reizen indem man sich unbedacht ernährt.

Dazu sollte vor allem auf saure, salzige und scharfe Nahrungsmittel verzichtet werden. Zwieback ist beispielsweise leicht bekömmlich, aber auch verschiedene Gemüsesuppen und Hühnerbrühe kann man bedenkenlos zu sich nehmen.

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Vor allem Hühnerbrühe, die in der Regel viel Öl bzw. Fett enthält, kann hilfreich sein. Das Öl legt sich auf die Magenschleimhaut und verhindert so weitere Reizungen. Für den Effekt des Öls können auch Pflanzenöle wie beispielsweise Olivenöl verwendet werden.

Nimmt man morgens, auf nüchternen Magen, ca. 1 EL eines solchen Öls zu sich (mit einem Gemüsesaft wie Karottensaft wird das einfacher) wird die Magenschleimhaut bereits vor der ersten Mahlzeit mit einem schützenden Film überzogen. Olivenöl hat außerdem eine entzündungshemmende Wirkung, die die Reizung schneller abklingen lässt.

Flüssigkeits- und Elektrolytverlust entgegenwirken

Durch Durchfall und Erbrechen verliert der Körper viel Flüssigkeit und Elektrolyte. Deshalb ist es vor allem wichtig, viel zu trinken. Greift man aufgrund der Magenbeschwerden sowieso schon zu Tee, sind auch hier Kamille, Pfefferminz und Fenchel empfehlenswert, die nicht nur den Magen beruhigen sondern auch antibakteriell und entzündungshemmend wirken.

Auch Schwarzer Tee kann hilfreich sein, da die enthaltenen Gerbstoffe dabei helfen Flüssigkeit im Darm zu binden. Die Menge der Gerbstoffe hängt von der Ziehzeit ab – je länger, desto besser. Mindestens 4 Minuten sollte er in jedem Fall ziehen.

Um dem Verlust von Elektrolyten entgegenzuwirken kann man zu sogenannten Elektrolytgetränken greifen. Diese werden in der Regel von Sportlern eingenommen, die häufig ein langes Ausdauertraining absolvieren – können hier aber auch bedenkenlos verwendet werden.

Man sollte jedoch darauf achten, dass die Elektrolytkonzentration möglichst gering ist, da eine zu starke Konzentration zusätzlich Wasser entziehen kann. Um kein Risiko einzugehen kann man eine Elektrolytlösung auch selbst herstellen.

Dieses sogenannte „Anti-Durchfall-Getränk“ (auch: „Oral Rehydration Solution“) besteht aus 4 TL Zucker, 3/4 TL Salz, 1 Tasse Orangensaft und 1 L Mineralwasser.

Trivia: Wissenswertes und Fakten rund um das Thema Zink Überdosierung

Welche Folgen hat eine Zink Überdosierung während einer Schwangerschaft?

Schwangere und stillende Frauen haben einen erhöhten täglichen Zinkbedarf. Statt der regulären 7 mg pro Tag sollten Frauen während einer Schwangerschaft ca. 10-11 mg Zink pro Tag zu sich nehmen. Um die Umstellung zum erhöhten Zinkbedarf zu erleichtern werden häufig Nahrungsergänzungsmittel verwendet.

Entsteht eine Zink Überdosierung während einer Schwangerschaft, kann das die gleichen Folgen haben wie bei jedem anderen – aber vor allem für Eisenmangel und die daraus resultierende Blutarmut besteht erhöhtes Risiko. Das liegt zum einen an dem aus einer chronischen Zink Überdosierung entstehenden Kupfermangel, aber zum anderen auch an einem erhöhten Eisenbedarf durch das Kind.

Eine Blutarmut während einer Schwangerschaft führt zu Müdigkeit und Erschöpfungserscheinungen, Blässe und Konzentrationsstörungen, aber auch Herzklopfen, Herzenge, Kopfschmerzen, Schwindel und Atemnot können Folgen sein.

Obwohl während der Schwangerschaft ein erhöhter Bedarf an Zink besteht, kann es zu einer Zink Überdosierung kommen. Diese hat beispielsweise Auswirkungen wie einen Eisenmangel. (Bildquelle: unsplash.com / Xavier Mouton Photographie)

Wie viel Zink dürfen Kinder pro Tag einnehmen?

Der Zinkbedarf von Kindern ist im allgemeinen deutlich geringer als bei Erwachsenen – zumindest bis zu einem bestimmten Alter. Dennoch gibt es große Unterschiede entsprechend bestimmter Altersgruppen. Und ab ca. 7 Jahren auch einen Unterschied abhängig vom Geschlecht.

Ab ca. 7 Jahren liegt der tägliche Zinkbedarf von Kindern, unabhängig vom Geschlecht, bei 7 mg pro Tag. Das entspricht auch dem täglichen Zinkbedarf einer Erwachsenen Frau. Der Bedarf von Mädchen ändert sich also ab diesem Alter nicht mehr.

Gruppe Richtwert
Säuglinge (bis 1 Jahr) 1 mg pro Tag
Kinder (1-4 Jahre) 3 mg pro Tag
Kinder (4-7 Jahre) 5 mg pro Tag
Kinder (7-10 Jahre) 7 mg pro Tag
Mädchen (ab 10 Jahre) 7 mg pro Tag
Jungen (10-13 Jahre) 9 mg pro Tag
Kinder (13-15 Jahre) 9,5 mg pro Tag

Wie äußert sich eine Zink Überdosierung bei Tieren?

Auch für Tiere ist Zink ein wichtiges Spurenelement, dass als Bestandteil vieler Enzyme an essentiellen Prozessen im Körper maßgeblich beteiligt ist. Da das sogenannte „Barfen“ als Ernährungsweise für Hunde und Katzen immer bekannter wird und sich Reitsport großer Beliebtheit erfreut, ist die Frage nach den Auswirkungen einer Zink Überdosierung vor allem bei Pferden, Hunden und Katzen relevant.

Eine Zink Überdosierung beim Hund kann zu Wachstumsstörungen und einer hämolytischen Anämie führen. Dabei handelt es sich um eine Form der Blutarmut, bei der die roten Blutkörperchen frühzeitig absterben statt ihre normale Lebensdauer zu erreichen. Andere Auswirkungen konnten bei Hunden bisher nicht festgestellt werden.

Über Schäden, die eine Zink Überdosierung bei einer Katze zur Folge haben kann, ist nichts bekannt.

Eine Zink Überdosierung beim Pferd hat in erster Linie Auswirkungen auf Jungtiere, die sich noch im Wachstum befinden. Ursache sind hier meist das Trinkwasser oder Futter, wenn darin zu viel Zink enthalten ist. Zu den Symptomen zählen degenerative Arthrose, Gewichtsverlust bis hin zur Abmagerung, knöcherne Zubildungen an Sprung- und Fesselgelenken und den Vorderfußwurzeln und Wachstumsstörungen.

Fazit

Zink ist ein wichtiges Spurenelement für den Körper. Eine Zink Überdosierung ist zwar selten, sollte aber nicht unterschätzt werden. Treten Symptome auf, die eine Zink Überdosierung, ob nun akut oder chronisch, oder sogar eine Zinkvergiftung bedeuten könnten, sollte man das in jedem Fall von einem Arzt abklären lassen.

Da Zink ein Bestandteil vieler Enzyme ist und somit an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt, kann eine länger anhaltende Zink Überdosierung schwerwiegende Langzeitfolgen haben. Trotzdem darf man nicht auf die Einnahme verzichten, denn der Körper kann Zink nicht selbst produzieren.

Versucht man Zink zu vermeiden oder bleibt lange deutlich unter dem Tagesbedarf, kann man stattdessen in einen Zinkmangel geraten – der nicht weniger schlimme Folgen haben kann.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://ods.od.nih.gov/factsheets/Zinc-HealthProfessional/

[2] https://www.gf-biofaktoren.de/opencms/export/sites/gf-biofaktoren/de/media/fachthemen/Bedeutung-von-Zink-und-Zinkmangel-Risiken-der-Ueberdosierung-von-Zink.pdf

[3] https://www.sos.de/who-trinkloesung-bei-durchfall

Bildquelle: unsplash.com / Anna Pelzer

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